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Tatsächlich ... Vampir von Sands, Lynsay (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.08.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Tatsächlich ... Vampir

Dem Unsterblichen Justin Bricker liegt die Damenwelt zu Füßen. Keine Frau hat es bisher geschafft, sich seinem Charisma zu entziehen, doch als er auf Holly Bosley trifft, ist alles anders: Denn anstatt sich ihm an den Hals zu werfen, rennt diese erst einmal davon, stürzt und wird lebensgefährlich verletzt. Um sie zu retten, muss er sie wandeln, nur um dann zu erfahren, dass sie bereits verheiratet ist. Doch Justin ist entschlossen, für seine Gefährtin zu kämpfen, auch wenn es bedeutet, alle Regeln zu brechen -

Die kanadische Autorin Lynsay Sands hat zahlreiche zeitgenössische und historische Romane verfasst. Sie studierte Psychologie, liest gern Horror- und Liebesromane und ist der Ansicht, dass ein wenig Humor 'in allen Lebenslagen hilft'. Mit der Argeneau-Serie gelang ihr der große internationale Durchbruch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 12.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301931
    Verlag: LYX
    Serie: Lyx Taschenbuch Bd.22
    Originaltitel: About a vampire
    Größe: 1475 kBytes
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Tatsächlich ... Vampir

1

"Mist", murmelte Holly, als ihr Blick auf die Papiere fiel, auf denen sie stand. Die kleine Disk, die mit dem Hefter an der obersten Ecke befestigt worden war, verriet ihr, dass es sich um den Papierkram für einen ihrer Kunden handelte. Dazu gehörten die Bestattungserlaubnis, die Dokumente des Rechtsmediziners, der Antrag auf Einäscherung sowie das Deckblatt mit den persönlichen Angaben des Kunden. Und das alles hätte John Byron ausgehändigt bekommen sollen, als er um halb fünf am Nachmittag seine Schicht begonnen hatte. Offenbar war genau das nicht geschehen. Dieser Vorgang musste irgendwann im Lauf des Tages von ihrem Schreibtisch gerutscht und auf dem Boden gelandet sein.

Holly stand sekundenlang nur da und betrachtete die Papiere. Sie nahm nicht mal den Fuß weg, denn sobald sie das machte, würde sie etwas damit anfangen müssen ... sie zum Beispiel zum Krematorium bringen ... und dazu hatte sie nun wirklich keine Lust. Nicht um diese Uhrzeit. Tagsüber dort hinzugehen war eine andere Sache, aber jetzt war es bereits nach Mitternacht. Sie müsste dafür über den ganzen Friedhof laufen, um zu dem Gebäude zu gelangen, in dem sich die Kapelle befand, außerdem durch die Urnenhallen sowie das Krematorium selbst, wo die Leichen gelagert wurden und darauf warteten, dass sie an der Reihe waren.

Feuerstätte war der Begriff, den Max benutzt hatte, der Eigentümer des Sunnyside Cemetery, als er sie an ihrem ersten Arbeitstag über das Gelände geführt hatte. Er konnte sie nennen, wie er wollte, aber Feuerstätte war nichts anderes als ein beschönigendes Wort für die Öfen, in denen die Leichen verbrannt wurden.

Beim Gedanken an die Särge, die sich im Kühlraum stapelten, lief Holly ein Schauer über den Rücken, und sie musste für Sekunden die Augen zukneifen. Es schien hier ein beliebtes Spiel zu sein, neue Kollegen mit Geschichten über die "Öfen" in Angst und Schrecken zu versetzen. Ob Jerry von der Tagschicht oder John von der Nachtschicht, ob ihr Boss Max oder Sheila vom Empfang - jeder hatte irgendetwas Grausiges zu berichten. Vor allem war ihr im Gedächtnis geblieben, wie John ihr erzählt hatte, dass zuerst die Särge verbrannten und dass sich manchmal die Leichen im Ofen aufrecht hinsetzten, weil sich die Muskeln in der Hitze zusammenzogen. Dabei stand jedem von ihnen der Mund weit aufgerissen, so als würden sie voller Entsetzen über ihr Schicksal zu schreien beginnen. Dieses Bild war ihr im Kopf hängen geblieben, und es hatte Holly davon überzeugt, dass sie niemals eingeäschert werden wollte. Am besten wäre es sogar, sich um jeden Preis vor dem Tod zu drücken.

Seufzend machte sie die Augen wieder auf und sah weiter auf die Unterlagen vor ihr auf dem Boden. Sie wünschte, sie könnte so tun, als hätte sie diese Papiere nie entdeckt. Immerhin hätte sie sie unter normalen Umständen erst am nächsten Morgen gefunden, denn eigentlich sollte sie jetzt gar nicht mehr hier sein. Angefangen hatte alles damit, dass sie nach der Arbeit nach Hause gefahren war, um das Abendessen zu kochen. Als sie dann nach ihrem Blutzuckermessgerät gesucht hatte, um ihre Werte zu überprüfen, war sie nirgends fündig geworden. Da dieses vermutlich in ihrem Wagen lag und sie nicht wollte, dass deswegen ihr Essen kalt wurde, hatte sie beschlossen, sich anschließend um den Bluttest zu kümmern. Das war dann aber so sehr in Vergessenheit geraten, dass sie erst vor dem Zubettgehen wieder daran dachte, als sie sich die Zähne putzte und damit fast schon fertig war.

Sie zog den Trenchcoat über ihren Pyjama und lief in Schlappen zum Auto, um die Handtasche herauszuholen, doch die befand sich nicht im Wagen. Das verwirrte sie so sehr, dass sie eine Weile in der kalten Garage herumstand und sich zu erinnern versuchte, wann sie die Tasche zum letzten Mal in der Hand gehalten hatte. Das war im Büro gewesen, als sie Sheila Geld fürs Mittagessen gegeben hatte. Als sie sich daran zu erinnern versu

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