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Terminus 9: Gestohlene Erinnerung von Mathiak, Dennis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.08.2017
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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Terminus 9: Gestohlene Erinnerung

1500 Jahre nach dem Aufbruch ins All hat sich die Menschheit über die Milchstraße ausgebreitet. Doch die Bewohner vieler Welten fühlen sich der Erde nicht mehr verbunden - mit der Antiterranischen Koalition planen sie einen Bruderkrieg. Perry Rhodan lässt für das Sonnensystem einen Zeitschirm als Versteck errichten. Der große Krieg wird so verhindert. Es stellt sich aber heraus, dass in der Milchstraße ein weiterer Konflikt herrscht, womöglich seit vielen Jahren und vor den Augen der Menschen verborgen. Uralte Mächte sind auf verschiedenen Planeten aktiv, sie bedrohen nicht nur die Erde, sondern auch zahlreiche andere Welten. Während Perry Rhodan einer Spur der Verschwörer in der Eastside der Galaxis nachgeht, stoßen zwei außergewöhnliche Terraner tief ins Herz des Heimlichen Imperiums vor. Die größte Bedrohung ihrer Mission ist die GESTOHLENE ERINNERUNG ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 10.08.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845353210
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Größe: 961 kBytes
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Terminus 9: Gestohlene Erinnerung

1.

Blecherne Erinnerungen

Ich zielte. Im virtuellen Fadenkreuz auf der Helminnenseite meines Kampfanzugs tauchte der Gegner auf, ein insektoides Wesen auf vier Beinen. Durch das getönte Material seines Kugelhelms erkannte ich die auf- und zuschnappenden Mandibeln und die zuckenden Antennen.

Der Mond, auf dem wir einander begegneten, hatte eine starke Albedo. Das vom Boden reflektierte Licht brach sich in den unheimlichen Facettenaugen meines Zielobjekts. Mir schauderte einen Augenblick, bevor ich mich besann, dass mein Gegner kein Monster war, sondern ein intelligenzbegabtes Wesen. Es hatte ebenso Gefühle und Gedanken wie ich, nur dass es gegen die Interessen von Terminus handelte - im Gegensatz zu mir.

Es eilte geradewegs auf mich zu, ohne Schrittspuren auf dem gelblich leuchtenden Eis zu hinterlassen, sprang dabei eher weit und hoch, als dass es rannte, begünstigt durch die auf diesem Himmelskörper kaum vorhandene Schwerkraft.

Fühlte es sich so sicher?

Ich blinzelte durch das Menü meines Helmdisplays und suchte nach Energieausschlägen im Umkreis, die von den passiven Ortungssystemen des Anzugs aufgefangen und visualisiert wurden. An den entsprechenden Positionen kämpften höchstwahrscheinlich meine Kameraden gegen den Gegner. Ich fragte mich, was der Grund für diesen Konflikt war. Womit hatten die Insektoiden sich Terminus zum Feind gemacht? Womit konnte man sich Terminus überhaupt zum Feind machen? Welche Interessen ...

"Deckung!", erklang es im Helmempfänger.

Ich warf mich zu Boden, und das keinen Augenblick zu früh. Ein Projektil schlug vor mir ins Eis. Ich drehte mich hastig in die Gegenrichtung und zog meinen Körper vorwärts, wo immer ich einen Vorsprung oder eine Verwerfung zu greifen bekam. Dank der geringen Gravitation schnellte ich fast fliegend dicht über den Untergrund hinweg auf einen dunkler gefärbten Eisblock zu.

Schräg hinter mir wirbelte eine Explosion brockenweise Eis in die Höhe, verdampfte es teilweise, sodass dort eine Wolke aus Wasserdampf in den dunklen Himmel stieg. Instinktiv erwartete ich den zugehörigen donnernden Knall. Doch selbst wenn die Außenmikrofone meines Anzugs aktiviert gewesen wären, hätte ich nichts gehört. Denn der Mond besaß keine Atmosphäre, die Schall tragen konnte.

Dicht hinter mir erfolgten nun weitere Explosionen. Ich stoppte in der Deckung des angepeilten Brockens und lugte dahinter hervor. Von einer Anhöhe ein Stück entfernt und etwa hundert Meter über meiner vorigen Position gelegen, jagte ein Projektil in meine Richtung herab und schlug in den massiven Eisblock vor mir.

Ich legte mein Thermostrahlgewehr an, nahm den Heckenschützen ins Visier, rastete das Fadenkreuz mit einem Zusammenkneifen des Auges ein und drückte den Auslöser bis zu einem leichten Widerstand.

Der rötliche Spurstrahl markierte das Ziel. Das komplette Hinabdrücken des Feuerknopfs ließ die geballte Energieladung des Thermostrahlers frei, und das Eis am Einschlagspunkt explodierte in einer Fontäne. Eine vierbeinige Gestalt stürzte kopfüber in die Tiefe, überschlug sich und kam am Ende des Hangs zum Liegen.

Mit einem Zoom des Helmvisiers überzeugte ich mich vom Tod des Gegners. Dessen Helm war zersprungen, an einigen Stellen geschmolzen, Antennen, Facettenaugen und Mandibeln verkohlt.

Ich zitterte, biss mir auf die Lippe. Soeben hatte ich ein Intelligenzwesen getötet, ein fühlendes und denkendes Individuum. Vielleicht hatte es Familie besessen - es würde nie mehr mit seinen Anverwandten und Freunden das Leben genießen können. Mir wurde klar, dass ich gar nichts über die Wesen wusste, denen wir gegenüberstanden, außer dass sie ein Feind von Terminus waren. Wie waren sie überhaupt hierhergekommen, um uns als Gegner für die Ausbildung zu dienen, wo genau befand ich mich? War dies noch HEER oder ...

Im Augenwinkel bemerkte ich einen Blitz. Ich warf mich

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