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Terra 5500 - Doppelband 2 Sturz auf den Wasserplaneten/ Entscheidungsschlacht: Zwei Cassiopeiapress Science Fiction Romane von Zybell, Jo (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Terra 5500 - Doppelband 2

BAND 3 und 4 dieses außergewöhnlichen SF-Zyklus von Jo Zybell! Die Menschheit im 55.Jahrhundert nach Christus: Die Milchstraße ist besiedelt und es herrschen eiserne Gesetze. Doch Widerstand regt sich. Den Rebellen der Galaxis bleibt nur die FLUCHT INS ALL. Dies ist der Auftakt zu JO ZYBELLs spektakulärem Science Fiction-Zyklus, mit dem er sich einen eigenen, vielschichtigen Serienkosmos erschuf. Eine Vision der Zukunft des Menschen im All, die den Vergleich mit großen Vorbildern nicht zu scheuen braucht! JO ZYBELL prägte die Serien MADDRAX und RHEN DHARK über Jahre hinweg durch eine Vielzahl von Romanen mit. Seine epischen Fantasy-Romane brachten ihm die Anerkennung der Kritik. Doch mit Terra 5500 hat er gezeigt, was wirklich in ihm steckt Dieses Ebook enthält folgende zwei Bände sowie Glossar und zwei Zeittafeln : Band 3 Sturz auf den Wasserplaneten Band 4 Entscheidungsschlacht Glossar Zeittafel I Zeittafel II Der Umfang dieses Ebook entspricht 285 Taschenbuchseiten. Cover: STEVE MAYER

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 254
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736857049
    Verlag: BookRix
    Größe: 599 kBytes
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Terra 5500 - Doppelband 2

2

Durch die wenigen Wolkenlücken schimmerte die rötliche Planetenoberfläche. Der Rabe breitete die Schwingen aus, schüttelte das Gefieder und gackerte heiser. "Der Ozean", sagte Yakubar Tellim. "Moses freut sich schon auf einen Rundflug über der Brandung."

"Ein roter Ozean?" Venus Tigern wunderte sich. "Unsere Eltern erzählten immer von blauen Meeren." Sie saß neben Tellim und überwachte die Navigations- und Aufklärungsinstrumente. Von hinten streckte ihr Bruder Plutejo seinen großen, schwarzlockigen Schädel zwischen die beiden Vordersitze. Seine Augen glänzten. Nichts von dem, was es in den Sichtfeldern der Instrumentenkonsole und außerhalb des Frontfensters zu sehen gab, wollte er sich entgehen lassen. Der Rabe auf Yakus Sessellehne äugte zu ihm hinunter.

"Das Meerwasser auf Aqualung ist ziemlich eisenhaltig", erklärte Yaku. Wie die beiden Geschwister hatte der Siebzigjährige den Helm seines Überlebenssystems zurückgeklappt. Sie hatten die Schutzanzüge aus dem Magazin der Mexiko gestohlen. "Richtig rot wirkt es nur von hier oben. Wenn man an der Küste steht, fällt einem der Rotstich erst beim zweiten Hinsehen auf."

"Wann warst du hier, Yakumann?", fragte Venus.

"Da gab's euch noch nicht."

Yakus weißes Langhaar war strähnig und fettig. Ein grauer Stoppelbart bedeckte seine untere Gesichtshälfte. Auch der über fünfzig Jahre jüngere Plutejo sah struppig und verkommen aus. Seine Nägel waren schwarz, sein Gesicht schmutzig, hohlwangig und blutverkrustet. Seine ältere Schwester machte einen kaum zivilisierteren Eindruck. Während der vielen Tage auf dem gekaperten Aufklärer hatten sie keine Gelegenheit zum Waschen gehabt. Wie sollte man sich auch waschen in einem Maschinenleitstand oder einem Gefechtsleitstand, wenn Kampfroboter alle vier Zugänge belagerten? Weil sie jedoch alle drei gleichermaßen stanken, störte es keinen. Sie waren entkommen, sie lebten noch - das allein zählte.

"Was sind das für Leute, die da unten leben?", wollte Plutejo wissen.

Yaku lachte trocken. "'Leute' ist gut..."

War es wirklich schon dreißig Jahren her, dass er zum ersten und bislang letzten Mal auf diesem Planeten gelandet war? Ja, doch - Anfang der zwanziger Jahre, wenn er sich recht erinnerte. Jedenfalls war er damals schon Primhauptmann und Erster Offizier eines leichten Kreuzers gewesen.

"Sie gehen zwar auf zwei Beinen, haben auch zwei Arme, und sogar ihre Augen tragen sie, wie du und ich, irgendwo zwischen Stirn und Nasenspitze." Yakubar rief sich die geschmeidigen Pelzkörper der Aqualung-Bewohner ins Gedächtnis. Augenpaare geisterten über seine innere Bühne, hellgrün oder bernsteinfarben, Gesichter, die er nie mehr vergessen hatte. "Aber..., nun ja..., als Leute würde ich sie nicht bezeichnen."

"Sondern?" Venus musterte ihn von der Seite.

"Was soll ich sagen - es sind komische Figuren; ziemlich strange und alles andere als witzig, wenn man an die Falschen gerät. Sie nennen sich Kalosaren. Übersetzt in Terrangelis bedeutet das etwa Herren der Lebendigen. Ich weiß, das klingt nicht sehr verheißungsvoll, aber lasst euch einfach überraschen, einverstanden?"

Venus und Plutejo sahen sich an, und in ihren Blicken lag etwas, das sich nicht zwischen Furcht und Neugier entscheiden wollte. Einmal mehr machte Yaku sich klar, dass die beiden ihr bisheriges Leben unter dem Eis und im Höhlenlabyrinth von Genna verbracht hatten. Nichtmenschliche Intelligenzen kannten sie nur aus den Erzählungen ihrer Eltern.

Er steuerte den Spacelancer näher an Aqualung heran und ging in eine Umlaufbahn. Die Aufklärungsinstrumente begannen die Planetenoberfläche abzutasten. Bald drangen sie in die Wolkendecke ein. Minutenlang nichts als gelblich-graue Dampfschwaden vor dem Sichtfenster. Das Bordhirn rechnete die Ortungsdaten als visuelle Darstellung ins Viquafeld hinein. Das Flüchtlingstrio sah Meeresküsten, Gebirgsrücken und eine schier endlose Waldfläche. Yaku

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