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Terra 5500 - Doppelband 3 Todesmond Triton/ Der verbotene Planet von Zybell, Jo (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Terra 5500 - Doppelband 3

BAND 5 und 6 dieses außergewöhnlichen SF-Zyklus von Jo Zybell! Die Menschheit im 55.Jahrhundert nach Christus: Die Milchstraße ist besiedelt und es herrschen eiserne Gesetze. Doch Widerstand regt sich. Den Rebellen der Galaxis bleibt nur die FLUCHT INS ALL. Dies ist der Auftakt zu JO ZYBELLs spektakulärem Science Fiction-Zyklus, mit dem er sich einen eigenen, vielschichtigen Serienkosmos erschuf. Eine Vision der Zukunft des Menschen im All, die den Vergleich mit großen Vorbildern nicht zu scheuen braucht! JO ZYBELL prägte die Serien MADDRAX und RHEN DHARK über Jahre hinweg durch eine Vielzahl von Romanen mit. Seine epischen Fantasy-Romane brachten ihm die Anerkennung der Kritik. Doch mit Terra 5500 hat er gezeigt, was wirklich in ihm steckt Dieses Ebook enthält folgende zwei Bände und Glossar und zwei Zeittafeln : Band 5 Todesmond Triton Band 6 Der verbotene Planet Glossar Zeittafel I Zeittafel II Der Umfang dieses Ebook entspricht 300 Taschenbuchseiten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 269
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736857056
    Verlag: BookRix
    Größe: 572 kBytes
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Terra 5500 - Doppelband 3

2

Die letzte Kerze.

Alban entzündete sie am verglimmenden Docht der vorletzten. Ein paar Tropfen Wachs auf die am Boden liegende Wandverblendung, und dann die Kerze auf den feuchten Fleck gedrückt. Sie hielt. Alban rückte ein Stück näher an seinen Bruder Urban heran, matter Lichtschein fiel auf die elektronischen und mechanischen Innereien in der Wand neben dem Schott.

Die elektronischen bestanden aus einer halben Hand voll Kabeln, Akkumulatoren und Nanokammer-Kristallen; man musste schon genau hinsehen, um sie überhaupt zu erkennen. Die Mechanik dagegen füllte den halben Hohlraum der Wand aus. Urban nahm zuerst das Kurbelrad heraus. Sie hatten es zuvor in einer Tagesarbeit losgeschraubt.

"Nichts funktioniert mehr!" Fast lachend traf Donna Kyrilla diese Feststellung. Sie und der Höchstgeehrte standen hinter den Zwillingen im Halbdunkel. Über vier Schichten Kleidern trugen sie drei Schichten Decken. "Kein Licht, keine Heizung, kein Bordfunk, kein Kühlschrank, kein Schottsensor. Die Sauerstoffversorgung aber funktioniert. Ist das nicht komisch?" Sie hob den Kelch mit dem Champagner. "Was für ein Glück!"

Sie und der Höchstgeehrte stießen an, und tranken. Obwohl es, wie gesagt, auch der Kühlschrank in Dr. Gender DuBonheurs Suite nicht mehr tat, war der Champagner leidlich kühl. Die ganze Suite war kühl; und wurde immer kühler.

"Wie positiv du bist!" DuBonheurs Stimme klang weinerlich, seine Miene war weinerlich, und trotzdem versuchte er zu lächeln. "Selbst in solch einer aussichtslosen Lage kannst du noch positiv sein! Das liebe ich so an dir!"

Er zog die Bordärztin an sich, und es sah aus, als wollte er sich an ihr festhalten. Dabei war er mit seinen 212 Zentimetern einen Kopf größer und wog mit 207 Kilogramm fast vierzig Kilogramm mehr als sie.

"'Aussichtslos?' Ich bitte dich, Big Gender!" Sie tat entrüstet. "Wir werden es schaffen! Wenn wir zusammenhalten, werden wir es schaffen...!" Mit spitzen Lippen küsste sie ihn auf den Mund. Er lächelte selig.

Im Kerzenlicht bauten Alban und Urban die Mechanik der manuellen Schottbedienung aus: Zahnräder, Teleskopröhrchen, Schwungriemen, Kurbelwellen. Der Sensor reagierte weder auf Daumenprofile, noch auf Stimmprofile, noch auf die ID-Codes der I-Ziffern in den Ohrläppchen von Gender DuBonheur und der Bordärztin. Und das Kurbelrad für die manuelle Bedienung war nicht mehr zu gebrauchen - vollkommen eingerostet, wie sich nach Abnahme der Wandverblendung herausgestellt hatte. Also bauten sie die mechanischen Innereien des Schotts aus. Vielleicht ließ es sich ja mit schierer Körperkraft bewegen.

"Was aber machen wir, wenn es nun jenseits des Schotts keinen Sauerstoff gibt?" DuBonheur schluckte und riss die Augen auf.

"Nicht mehr viel", sagte Alban.

"Und auch das nicht mehr lange", ergänzte Urban.

"Diese Erschütterung, die durch das Schiff ging, dieses Stöhnen und Ächzen - ich fürchte, das war eine Kollision." Der Höchstgeehrte machte eine finstere Miene. "Ich bin Wissenschaftler und kein..., ähm..., Flottenangehöriger, aber dennoch ist mir bekannt, dass Kollisionen Lecks zur reißen pflegen..."

"Unsinn, Biggy!", rief Donna Kyrilla. "Wenn die Wyoming ein Leck hätte, gäbe es auch in deiner Suite längst keinen Sauerstoff mehr!" Sie hob erneut ihren Kelch um anzustoßen. "Wir sind auf Terra Prima gelandet, wo denn sonst? Zum Wohl!"

"Ihren Optimismus möchte ich haben", sagte Alban.

"Und Ihre Phantasie", sagte Urban. Vor allem die letzte Bemerkung des jüngeren - Urban hatte sich erst dreiunddreißig Minuten nach seinem Bruder ans Licht der Welt gewagt - brachte die Bordärztin in Rage. Eine Zeitlang stritten sie herum, ob die Wyoming schon auf Terra Prima gelandet sein konnte, oder ob sie auf einem Planet oder Mond in der Peripherie des Sol-Systems niedergegangen war.

"Bitte hört auf!", flehte Gender DuBonheur. Er deutete auf die letzte Kerze. "Wir sollten keine

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