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Teufelsacker Mittelalterlicher Horror im Mönchengladbach des 13. Jahrhunderts. von Steenbergen, Carsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.01.2013
  • Verlag: Feder & Schwert
eBook (ePUB)
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Teufelsacker

Echter Horror im Mönchengladbach des 13. Jahrhunderts.

Gleidebach, im Jahre des Herrn 1256. Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, findet auf den Feldern die bestialisch zugerichteten Leichen zweier Fuhrleute. Der einzige Überlebende, der Onkel seiner heimlichen Liebe Katharina, berichtet angsterfüllt von einem Teufel, einem dämonischen Korngeist - ein Gegner, dem nicht mit normalen Mitteln beizukommen ist.

Die Bitte um Unterstützung verhallt in der nahen Abtei nahezu ungehört, denn Abt Theoderich widmet seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Umbau der Basilika durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard.

Als Seele und Leben Katharinas in Gefahr geraten, nimmt Heinrich den verzweifelten Kampf gegen den übermächtigen Dämon auf. Doch was er bekämpft, geht weit über eine mörderische Erscheinung hinaus. Ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis um Rache, Habgier und Teufelspakte, in das sogar die Gründerväter der Abtei verstrickt sind, erhebt sich aus den tiefen Schatten der Hölle.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 371
    Erscheinungsdatum: 21.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867621625
    Verlag: Feder & Schwert
    Größe: 2433 kBytes
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Teufelsacker

Kapitel 2

Ohne Licht, den himmlischen Retter,

Bedeckt Dunkelheit die Welt, des Teufels Reich.

Skrupellos zerrt er, der Schlangengleiche,

Mit seinen Klauen das Leben in die tiefe, unerbittliche Schwärze des Todes,

Hinab in die Abgründe von brennender Kälte und Blindheit, und die Seele vergeht,

W ährend das Blut in Strömen über Felsen rinnt.

Stund um Stund. Bis zum letzten Tropfen ...

- Vom Wesen der Nacht, aus den Scripturae Obscuritatis zu Gleidebach

E s war spät und der letzte Sonnenstrahl hatte sich längst davongemacht, als Heinrich und Bruder Cornelius die Arbeitshütte des Dombaumeisters Gerhard auf der Baustelle verließen. Der Mönch hatte seinem Schützling Gesellschaft geleistet und versucht, die Fragen zu beantworten, für die Meister Gerhard keine Zeit gefunden hatte. Gemeinsam kehrten sie nun zur Abtei zurück. Heinrichs Stimme überschlug sich beinahe vor Aufregung. "Ist das nicht unglaublich, Bruder Cornelius? All diese Entwürfe, diese Notizen. Ich hatte nicht erwartet, dass unter der Fassade dieser Kirche so viele Geschichten stecken."

"Es ist eine Basilika, keine Kirche", wies ihn Bruder Cornelius freundlich zurecht. "Lasst das nur nicht den Abt hören. Er wird Euch die Erlaubnis, Meister Gerhard über die Schulter zu schauen, schneller entziehen, als Ihr 'Münster' sagen könnt, und Ihr wollt doch nicht, dass ich mich umsonst für Euch eingesetzt habe. Vergesst nicht, Ihr seid nur so lange von den anderen Arbeiten freigestellt, wie Ihr Eure Pflicht bei Bruder Horatius in der Bibliothek erfüllt."

"Ich weiß", murrte Heinrich verdrießlich. "Es wäre ja auch zu schön gewesen."

"Grämt Euch nicht. Ihr werdet bei Bruder Horatius sehr viel lernen, und dieses Wissen wird Euch später von Nutzen sein. Ihr werdet noch verstehen, warum der Himmel und die Hölle im Leben oft nah beieinanderliegen. Magis illa iuvant, quae pluris emuntur. Was man teurer ersteht, erfreut umso mehr. Wobei ich mich hüten werde, Bruder Horatius ' Unterricht als Hölle zu bezeichnen." Cornelius grinste breit.

Sie waren kaum ein paar Schritte weit gegangen, als Heinrich Fackelschein am Weiher bemerkte und seinen Mentor darauf aufmerksam machte. Leute kamen auf den Portalstieg zu. Kurz vor der Anhöhe teilte sich die Gruppe. Zwei Personen, eine mit, die andere ohne Fackel, gingen in unterschiedlichen Richtungen davon, während die beiden übrigen den Stieg nach oben nahmen.

"Wer in Gottes Namen ist denn um diese Zeit noch unterwegs?", fragte Cornelius. "Die Dunkelheit ist kein fürsorglicher Gastgeber für einen unbeschadeten Spaziergang."

"Möglicherweise ist es wichtig", meinte Heinrich, der die Neuankömmlinge interessiert betrachtete. "Oder es sind Reisende, die sich verspätet haben."

"Das ist denkbar. Warten wir auf sie, bis wir wissen, um wen es sich handelt. Wenn sie nicht von hier sind, weisen wir ihnen den Weg zum Gasthof."

Kurz darauf waren die beiden Gestalten nahe genug herangekommen, um erkennen zu können, um wen es sich handelte. Über Heinrichs Antlitz lief ein entzücktes Lächeln. Behände ging er auf sie zu, reichte der kleineren Person eine Hand und half ihr bei den letzten Stufen des Stiegs. "Katharina, was tust du denn hier? Ist es nicht ein bisschen spät für einen Besuch?" Er nickte dem anderen zu. "Hallo Karl."

Der Knecht erwiderte den Gruß atemlos, doch aus Katharina sprudelte es haltlos hervor. "Heinrich, es ist etwas Furchtbares passiert. Onkel Anton ist in der Nähe des Gemeindewaldes schwer verletzt worden. Vater kümmert sich um ihn, aber ohne Hilfe eines Heilers wird er sterben. Du musst mich sofort zum Abt bringen."

Während der Worte des Mädchens war Cornelius hinzugetreten. Heinrich stellte ihn vor. "Beruhige dich erst mal. Du kennst Bruder Corn

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