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The New Dawn - Neuer Morgen von Thomson, Lorraine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.06.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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The New Dawn - Neuer Morgen

Sorrels Suche nach ihrem Bruder und ihrer großen Liebe David führt sie nach Dinawl. Die Stadt wird von den geheimnisvollen Monitoren beherrscht und kontrolliert - doch im Untergrund regt sich der Widerstand ...

In einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, wo das Überleben von der Gnade eines Fremden abhängt, und enge Freunde die erbittertsten Feinde sein können, wie kann Sorrel wissen, wem sie noch trauen kann?

Der zweite Teil der Dark-Times-Trilogie - jetzt als eBook bei beBEYOND.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 12.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732546459
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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The New Dawn - Neuer Morgen

1.
Verbrennungen dritten Grades

Alles Grauen, das Sorrel jemals erlebt hatte, verblasste neben der Vernichtung des Slums.

Als Dwayne gemeldet hatte, dass die Amtmänner die Barackenstadt überfielen, hatte Sorrel nur den Gedanken gehabt, an die Erdoberfläche zu gehen und zu helfen. Nun war sie da, doch sie wusste nicht, was sie tun sollte.

Einstein wirkte ebenso hilflos, wie er voller Grauen auf die schmutzigen Flammen starrte, die aus brennenden Schuppen schlugen.

Der Rauch wurde mit dem Wind mal dichter, mal dünner. Auf dünne Schwaden folgte dichter Qualm, bei dem Sorrel die Augen tränten und sich ihr Mund mit dem beißenden Gestank verbrannten Holzes füllte.

Ringsherum tobte das Chaos, während das Feuer von einer Behausung zur nächsten sprang. Die Menschen flüchteten aus ihren Heimen; zwischen dem Prasseln der Flammen, dem Bersten einstürzender Dächer und brüchiger Wände ertönen die verzweifelten Rufe nach ihren Lieben.

Manche trugen auf der Flucht aus der Glut ein paar Habseligkeiten, aber die meisten fanden sich mit leeren Händen wieder. Einige wenige rannten nicht davon, sondern standen mit leeren Gesichtern inmitten der Verwüstung, als hätten sie einfach abgeschaltet, unfähig, den Verlust zu verkraften.

"Was können wir tun?"

Einstein öffnete den Mund, brachte aber kein Wort hervor. Stattdessen schüttelte er den Kopf.

Auf einmal erkannte Sorrel im Meer der unbekannten Gesichter die Züge eines Menschen wieder und erlebte einen Augenblick völliger Stille, in der jedes Geräusch aus dem Slum ausgeblendet war. In diesen Sekunden blieb ihr sogar das Herz stehen.

Sie schloss die Augen, hielt den Anblick für einen grausamen Streich, glaubte, die enorme Hitze des Brandes würde ihr den Verstand kochen. Sie musste Halluzinationen haben, aber als sie die Augen öffnete, war er wieder da.

David.

Sie wusste nicht recht, ob sie den Namen ausgesprochen oder nur gedacht hatte. Selbst wenn sie ihn ausgesprochen hatte, konnte er ihn durch den chaotischen Lärm nicht gehört haben. Und doch drehte er sich um. Durch den Hitzeschleier, der aus der Glut einer einstmaligen Behausung aufstieg, begegneten sich ihre Blicke.

Er war dünner geworden, seit sie ihn zuletzt gesehen hatte. Dunkle Höhlen hatten sich ihm in die Wangen und die Augen gegraben, unterstrichen durch die Prellungen vieler unruhiger Nächte, die sich im ausgezehrten Gesicht abzeichneten. Um den Hals trug er einen Metallring, und sogar durch die Glut des Feuers hindurch erkannte Sorrel die roten Schwielen am Hals. Der Schmerz, den sie empfand, bohrte sich ihr wie ein Holzsplitter ins Herz.

David, was ist dir widerfahren?

Unvermittelt krachte der Lärm wieder über sie herein. Das Prasseln und Spucken und Zischen brennenden Holzes, klagende und schreiende Stimmen, Sorrels donnerndes Herz, das ihr das Blut durch die Adern trieb.

Sorrel streckte die Hand nach David aus. David spiegelte die Geste. Keiner von ihnen lächelte, während sie jeweils in den Blick des anderen stürzten. Die Trennung durch die tobenden Flammen machte aus der physischen Nähe jedoch einen grausamen Scherz.

"Komm!" Einstein packte Sorrel am Arm. "Die Bude hier geht gleich hoch."

Sie blickte ihn an. "Nein, ich ..."

Ein lautes Ächzen ertönte, als die Wand einer weiteren Hütte in die Glut stürzte. Funken stiegen wirbelnd auf, gefolgt von emporspringenden Flammen. Die Hitze des Feuers versengte Sorrel das Gesicht, während sie durch das Inferno zu blicken versuchte.

"Jetzt!" , brüllte Einstein, während er sie wegzerrte, sie zwang, David zurückzulassen.

Sie stürzten davon. Eine Explosion schoss ihnen eine Druckwelle voller Nägel, Holzstücke und Schutts hinterher. Ihr Körper war in Gefahr, aber ihre Gedanken allein bei David.

"Hier, hier herein!", brüllte Einstein.

Er zerrte Sorrel hinter e

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