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The One - Finde dein perfektes Match Roman von Marrs, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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The One - Finde dein perfektes Match

In der nahen Zukunft ist der Traum von der großen Liebe Wirklichkeit geworden. Dank der revolutionären Entschlüsselung eines bis dahin verborgenen genetischen Codes können die Menschen durch einen simplen Gentest ihren perfekten Partner finden. Das beschert der Welt Millionen glücklicher Paare und dem Online-Portal MatchyourDNA.com Milliarden auf dem Konto. Moment mal, Millionen glücklicher Paare? Nicht so ganz, denn auch Seelenverwandte haben Geheimnisse voreinander - und manche davon sind tödlicher als andere ... John Marrs arbeitete über zwanzig Jahre als freischaffender Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Mit seinem Roman "The One" gelang ihm in England der Durchbruch, eine Verfilmung durch Netflix ist bereits in Vorbereitung. Der Autor lebt und arbeitet in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 01.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641251550
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 32061
    Originaltitel: The One
    Größe: 3751 kBytes
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The One - Finde dein perfektes Match

16

MANDY

Auf der Gedenkfeier zu Richards Ehren erfuhr Mandy unvergleichlich viel mehr über ihr DNA -Match als durch ihre Recherchen im Internet.

Als sie in der letzten Reihe der Kirche St. Peter and All Saints saß und seinen Freunden zuhörte, fühlte sie sich wie eine Hochstaplerin. Vor der versammelten Gemeinde erzählten sie Anekdoten aus Richards Leben, berichteten davon, was ihn angetrieben hatte, und ließen nicht unerwähnt, dass er vielen ein enger Vertrauter gewesen war. Sie erfuhr, dass er ein Teamplayer gewesen war, und dies nicht nur im Sport, ein treuer Freund und geduldiger Zuhörer. Er hatte für das County Hockey und Badminton gespielt, war mit zwölf Vegetarier geworden und hatte mit siebzehn den Krebs besiegt, wobei ihm vor allem seine positive Einstellung geholfen hatte, die Chemotherapie durchzustehen. Mandy dachte an die Fotos auf seiner Facebook-Seite, die ihn auf Reisen zeigten, und fragte sich, ob es die Krankheit gewesen war, die in ihm die Lust geweckt hatte, die Welt zu entdecken.

Richard hatte an zwei Marathonläufen teilgenommen, um Spenden für die Macmillan-Krebsstiftung zu sammeln, und hatte in seiner Heimatstadt dafür gesorgt, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten an Hindernisläufen und Trainingsprogrammen teilnehmen konnten. Im Vergleich dazu kam sich Mandy unbeschreiblich faul und selbstsüchtig vor, und sie ahnte, dass man sich an sie, wenn ihre Zeit einmal gekommen wäre, nicht so erinnern würde, wie man sich hier an Richard erinnerte.

Es lag jetzt etwas mehr als zwei Wochen zurück, dass sie die niederschmetternde Nachricht vom Tod ihres Matches erhalten hatte.

Nachdem immer mehr Zeit vergangen war und er sich nicht gemeldet hatte, hatte Mandy frustriert beschlossen, den ersten Schritt zu machen. In ihrer Mail verschwieg sie geflissentlich, dass sie in den sozialen Netzwerken nach ihm gesucht und auf ihrem Computer einen Ordner eingerichtet hatte, in dem sie Fotos von ihm ablegte. Sie schickte ein schmeichelhaftes Bild von sich mit, auf dem sie drei Jahre jünger und schlanker war und im Gesicht noch keine Sorgenfalten von der Scheidung hatte, dazu ihre Mail-Adresse und ihre Handynummer.

Sehr zu Mandys Enttäuschung war eine Antwort jedoch ausgeblieben. Zunächst hatte sie vermutet, dass Richard sie nicht attraktiv fand, aber dann war ihr wieder eingefallen, dass das Aussehen zwischen zwei Matches keine Rolle spielte - angeblich jedenfalls. Hatte ihn das Fernweh gepackt, und war er wieder auf Reisen? Online gab es keinen Hinweis darauf. Vielleicht saß er im Gefängnis, war so scheu, dass er keinen Ton herausbrachte, hatte eine Leseschwäche oder hatte sich beide Hände gebrochen und konnte nicht tippen ... Verzweifelt hatte sich Mandy an jeden Strohhalm geklammert.

Nur durch Zufall hatte sie, als sie eines Tages zum x-ten Mal auf seiner Facebook-Seite herumklickte, eine Nachricht seiner Schwester entdeckt, in der sie seinen Freunden Ort und Zeit des Gedenkgottesdienstes mitteilte.

Fassungslos hatte Mandy auf den Bildschirm gestarrt und den Post wieder und wieder gelesen. Gedenkgottesdienst? Was sollte das denn? Das war doch nicht möglich. Richard konnte nicht tot sein. Sie hatten sich doch gerade erst gefunden. Wie konnte der eine Mensch auf der Welt, der angeblich für sie geschaffen war, nicht mehr am Leben sein? Und wieso las sie erst jetzt davon?

Als sie weiter nachgeforscht hatte, hatte sie herausgefunden, dass zwar die Fotos auf Richards Profil öffentlich waren, aber nicht alle seine Posts. Sie hatte eine Freundschaftsanfrage geschickt und gehofft, seine Schwester würde sie annehmen, sodass sie mehr erfahren konnte. Nach einigen Tagen gespannten Wartens hatte sie die Nachricht erhalten, dass die Anfrage angenommen worden war. Nun konnte sie eine Unmen

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