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The Passengers Roman von Marrs, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.06.2020
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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The Passengers

»Guten Morgen, Claire. Sie dürften bemerkt haben, dass sich Ihr Fahrzeug nicht mehr unter Ihrer Kontrolle befindet. Ab sofort bestimme ich, wohin Ihre Fahrt geht. Im Augenblick gibt es nur eines, das Sie wissen sollten: In zwei Stunden und dreißig Minuten sind Sie höchstwahrscheinlich tot.« Als die hochschwangere Claire Arden diese Worte aus dem Lautsprecher ihres nagelneuen selbstfahrenden Autos vernimmt, hält sie es zunächst für einen schlechten Scherz. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sie tatsächlich in ihrem Wagen gefangen ist. Und sie ist nicht die Einzige - noch sieben weitere Passagiere sind in derselben Situation: Die Systeme ihrer Autos wurden geknackt, und nun befinden sie sich auf einem fatalen Kollisionskurs. Doch damit nicht genug: Der Hacker streamt das ganze live im Internet, und die Zuschauer entscheiden über Leben und Tod der acht Passagiere ...


John Marrs arbeitete über zwanzig Jahre als freischaffender Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Mit seinem Roman »The One« gelang ihm in England der Durchbruch, eine Verfilmung durch Netflix ist bereits in Vorbereitung. Der Autor lebt und arbeitet in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 09.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641255176
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 32072
    Originaltitel: The Passengers
    Größe: 1833 kBytes
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The Passengers

1

< Notizen

1. Auto programmieren mit Ziel »Bens Firma«.

2. Mit Uber ein Taxi rufen. »Gast«-Account verwenden, nicht den echten Namen.

3. Vom Parkplatz neben Bens Firma zur Arbeit fahren.

4. Vormittags: Nachricht an Ben schreiben.

5. Mittags: Bens Chef anrufen.

Claire Arden

Als die Haustür zufiel, stand das Auto vor Claire Ardens Haus und wartete auf sie.

Sie blieb kurz auf der Veranda stehen, las noch einmal die Notizen, die sie sich in ihrem Handy gemacht hatte, und wartete, bis ein leises Piepen anzeigte, dass das Haus die Alarmanlage eingeschaltet hatte. Dann warf sie einen flüchtigen Blick auf die Siedlung, einen typischen Vorort von Peterborough. Von den Nachbarn war nur Sundraj von Nummer siebenundzwanzig zu sehen, der gerade seine Frau und seine beiden lärmenden Kinder in einen Minivan scheuchte, wie ein Bauer, der seine Schafherde von einer Weide auf die nächste treibt. Als er Claire entdeckte, lächelte er halbherzig und winkte ihr ebenso halbherzig zu. Sie grüßte auf dieselbe Weise zurück.

Ihr kam wieder die Party in den Sinn, die Sundraj und seine Frau Siobhan letztes Frühjahr zu ihrem Fünfzehnjährigen ausgerichtet hatten. Sie hatten ein Barbecue veranstaltet, und fast die ganze Straße war gekommen. Als Sundraj schon betrunken gewesen war, hatte er Claire im Badezimmer im Erdgeschoss abgepasst und ihr eröffnet, dass er, falls Claire und ihr Mann Ben einmal Lust hätten, jemand Dritten in ihr Schlafzimmer einzuladen, durchaus interessiert wäre. Claire hatte ihn höflich abgewiesen, woraufhin er in Panik verfallen war und sie bedrängt hatte, Siobhan nichts zu erzählen. Sie hatte es ihm versprochen und sich daran gehalten. Nicht einmal Ben hatte sie davon erzählt. Sie hätte wetten können, dass jeder der Nachbarn in der Straße mindestens ein Geheimnis hatte, das er dem Rest der Welt verschwieg. Auch sie selbst hatte eines. Wenn überhaupt jemand eines hatte, dann sie.

Während Sundrajs Auto langsam aus der Stichstraße hinausfuhr, atmete Claire ein paar Mal tief durch, um sich zu beruhigen, und warf dann mit einem gewissen Unbehagen einen Blick auf ihr eigenes Auto. Vor drei Wochen hatte Ben den Leasingvertrag unterschrieben, und noch immer hatte Claire Schwierigkeiten, sich an die zahlreichen neuen Funktionen zu gewöhnen. Der größte Unterschied zu ihrem alten Auto lag darin, dass es weder Lenkrad noch Pedale besaß und sich in keiner Weise manuell steuern ließ. Es war ein völlig autonomes Fahrzeug. Das machte ihr Angst.

Fasziniert hatten sie zugesehen, wie das Auto sich selbst geliefert hatte, vor ihrem Haus vorgefahren war und in der Einfahrt geparkt hatte. Ben hatte Claires Befremden und ihre Abneigung gespürt, und während sie mit einer App ihre persönlichen Einstellungen konfiguriert hatten, hatte er ihr versichert, dass jedermann ein solches Auto bedienen könne, sogar Claire. Es sei sozusagen »idiotensicher«. Als sie ihn verärgert angesehen und ihn in den Arm geknufft hatte, hatte Ben beteuert, das solle nicht heißen, sie sei eine Idiotin.

»Ich mag es nicht, wenn ich die Dinge nicht unter Kontrolle habe«, hatte sie während ihrer ersten Fahrt mit dem neuen Auto auf dem Weg zum Arzt gesagt. Als das Auto selbstständig den Blinker gesetzt und ein anderes Fahrzeug überholt hatte, hatte Claire sich an ihrem Sitz festgeklammert.

»Du bist einfach ein Kontrollfreak«, hatte Ben entgegnet. »Allmählich solltest du lernen, Dingen zu vertrauen, die du nicht in der Hand hast. Außerdem kostet die Versicherung für ein solches Auto so gut wie nichts - und wir sollten doch langsam mal ein bisschen Geld zurücklegen, oder?«

Claire hatte widerstrebend genickt. Ben war ein detailverliebter Mensch und hatte eine Menge Zeit und Mühe aufgewandt, um ein Auto zu finden, das für ihre künftige Lebenssituation genau d

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