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The Stand - Das letzte Gefecht von King, Stephen (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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The Stand - Das letzte Gefecht

Über 1.500 Seiten Stephen King pur!
In einem entvölkerten Amerika versucht eine Handvoll Überlebende die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den Dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen. In der Wüste Nevada kommt es zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit.

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem "Edgar Allan Poe Award" den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.

Produktinformationen

    Größe: 2767kBytes
    Herausgeber: Heyne
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 1712
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641153434
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The Stand - Das letzte Gefecht

"Sally."

Ein Grummeln.

"Wach jetzt auf, Sally."

Ein lautes Grummeln: Lass mich schlafen.

Er schüttelte sie heftiger.

"Wach auf. Du musst aufwachen!"

Charlie.

Die Stimme von Charlie. Der sie wecken wollte. Wie lange schon?

Sally tauchte aus dem Schlaf hoch.

Ein kurzer Blick auf die Nachttischuhr zeigte ihr, dass es V iertel nach zwei Uhr war. Charlie hatte hier zu dieser nächtlichen Stunde nichts verloren; eigentlich müsste er im Dienst sein. Dann sah sie ihn zum ersten Mal richtig an, und irgendetwas schoss in ihr hoch, eine tödliche Intuition.

Ihr Mann war leichenblass. Die Augen waren aufgerissen und quollen aus den Höhlen. In der einen Hand hielt er die Autoschlüssel. Mit der anderen schüttelte er sie, obwohl sie die Augen längst aufgeschlagen hatte. Es war, als hätte er die Tatsache, dass sie wach war, irgendwie nicht registriert.

"Was ist denn, Charlie? Ist was passiert?"

Er schien nicht zu wissen, was er sagen sollte. Sein Adamsapfel ruckte angestrengt, aber außer dem Ticken der Uhr war in dem kleinen Firmenbungalow kein Laut zu hören.

"Brennt es irgendwo?" Eine dämliche Frage, aber eine andere Erklärung für seinen merkwürdigen Zustand wollte ihr nicht einfallen. Immerhin waren seine Eltern damals bei einem Hausbrand ums Leben gekommen.

"Irgendwie", sagte er. "Irgendwie ist es schlimmer. Du musst dich anziehen, Liebling. Hol Baby LaVon. Wir müssen hier weg."

"Aber warum?", sagte sie und stand auf. Schwarze Angst hatte sie gepackt. Alles war auf einmal so merkwürdig. Wie in einem Traum. "Wohin? In den Garten?" Aber ihr war klar, dass er nicht den Garten meinte. Sie hatte Charlie noch nie so ängstlich gesehen. Sie holte tief Luft, konnte aber weder Rauch noch Feuer riechen.

"Sally, Liebling, stell keine Fragen. W ir müssen weg. Weit weg. Hol Baby LaVon, und zieh sie an."

"Aber sollte ich nicht ... Haben wir Zeit zu packen?"

Das schien ihm Einhalt zu geben, ihn irgendwie aus dem Gleis zu bringen. Sie hatte gedacht, ihre Furcht könnte kaum größer werden, aber da hatte sie sich wohl geirrt. Was sie bei ihm für Angst gehalten hatte, kam eher nackter Panik gleich. Er strich sich abwesend durchs Haar und antwortete: "Ich weiß nicht. Ich muss erst die Windrichtung prüfen."

Mit dieser seltsamen Bemerkung, die ihr überhaupt nichts sagte, ließ er sie frierend und ängstlich und verwirrt barfüßig in ihrem Babydoll-Nachthemd dastehen. Es war, als hätte er den Verstand verloren. Was hatte die Windrichtung damit zu tun, ob sie Zeit zum Packen hatte oder nicht? Und was sollte überhaupt weit weg heißen? Reno? Vegas? Salt Lake City? Und ...

Sie legte die Hand an den Hals, weil eine andere Erklärung sie durchfuhr.

Fahnenflucht. Dieser überstürzte nächtliche Aufbruch bedeutete, dass Charlie unerlaubt die Truppe verlassen wollte.

Sie ging in das kleine Zimmer, das als LaVons Kinderzimmer diente, stand einen Augenblick da und sah unentschlossen auf das schlafende Baby in seinem rosa Strampelanzug hinunter. Sie klammerte sich an die schwache Hoffnung, dass alles nichts weiter als ein außergewöhnlich lebhafter Traum war. Er würde vorbeigehen, sie würde morgens um sieben aufwachen, wie gewöhnlich, LaV on und sich selbst etwas zu essen machen und dabei die erste Stunde der Today- Show ansehen, und wenn Charlie um acht Uhr von der Arbeit kam, nachdem er wieder einmal seine Nachtschicht im Nordturm des Reservats abgesessen hatte, würde sie ihm Eier kochen. In zwei Wochen würde er wieder die Tagschicht übernehmen und nicht meh

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