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The Walking Dead 6 Roman von Bonansinga, Jay (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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The Walking Dead 6

Der Kampf um Woodbury hat gerade erst begonnen Von dem einst so malerischen Städtchen Woodbury sind nur noch rauchende Trümmer übrig geblieben. Lilly und ihre Freunde haben sich in die verlassenen alten Minen unter dem Stadtgebiet zurückgezogen, wo sie zunächst in Sicherheit sind vor den Horden von Beißern, die oben durch die Straßen streifen. Doch Lilly gibt nicht auf, sie will ihr geliebtes Woodbury zurückerobern. Währenddessen entwickelt der psychotische Prediger Jeremiah, der mit seinen letzten drei Getreuen aus Woodbury fliehen musste, einen teuflischen Plan: Mit einer neuen Schar von Anhängern und einer neuen, grausigen Geheimwaffe, will er zum Schauplatz seiner Niederlage zurückkehren und an Lilly und den letzten Überlebenden von Woodbury tödliche Rache nehmen. Doch nicht einmal Jeremiah ahnt, welches Grauen er damit heraufbeschwört ... Jay Bonansinga studierte Filmwissenschaften am Columbia College in Chicago und zählt heute zu den vielseitigsten Thriller- und Horrorautoren der Gegenwart. Gemeinsam mit The Walking Dead-Erfinder Robert Kirkman arbeitet er an den Romanen zur Erfolgsserie. Jay Bonansinga lebt mit seiner Familie in Evanston, Illinois.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 13.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641184315
    Verlag: Heyne
    Serie: The Walking Dead Bd.6
    Originaltitel: Robert Kirkman's The Walking Dead 6 - Invasion
    Größe: 2327 kBytes
    Idee von: Kirkman, Robert
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The Walking Dead 6

Zwei

S ie nähern sich dem Gebäude von hinten an und schleichen durch eine Ansammlung erbärmlicher Eukalyptusbäume, die am Rande des Kirchengrundstücks gepflanzt sind. Jeremiah kann den ihm wohlbekannten penetranten Gestank von Menthol und Ammoniak riechen, der in der Luft liegt, während er über den mit Unkraut überwucherten Kies geht. Er bemüht sich, mit seinen großen schweren Gummistiefeln so leise wie nur möglich zu sein. Mittlerweile ist die Morgendämmerung angebrochen, sodass das Licht hinter dem einen Kirchenfenster nicht mehr zu erkennen ist. Außerdem hat sich das Zirpen der Zikaden wieder gelegt, sodass sich die Stille wie ein Sargtuch über die Landschaft gelegt hat und Jeremiah das Schlagen seines eigenen Herzens hören kann.

Er hält hinter einem Baum keine zwanzig Meter vor dem Fenster inne.

Hastig bedeutet er den beiden anderen, die sich hinter einer Eiche versteckt halten, zu ihm zu kommen. Stephen humpelt hinter dem Baum hervor und hält das Jagdgewehr mit Pistolengriff gegen seinen Solarplexus, als ob es sich um eine rudimentäre Bandage handelt. Hinter ihm erscheint Reese. Er hat die Augen weit aufgerissen, ist nervös und zuckt bei jedem Schritt vor Schmerz zusammen. Jeremiah schaut sie an und weiß, dass es sich bei ihnen nicht um die Crème de la Crème der neuen Überlebenden handelt. Auch sind sie nicht die besten Jünger, die ein großer spiritueller Anführer wie er sich wünschen kann, aber vielleicht sollte er sie in dem Licht sehen, wie sie wirklich sind: Ton, den man angesichts dieser neuen Welt, dieser Hölle auf Erden leicht umformen kann. Wie Jeremiahs Vater immer zu sagen pflegte, indem er 1. Thessalonicher 5 zitierte: "... denn ihr selbst wisset genau, daß der Tag des HERRN wird kommen wie ein Dieb in der Nacht. Denn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen."

Jeremiah gibt ihnen ein weiteres Zeichen und deutet mit dem Zeigefinger mehrmals auf den hinteren Teil des Gebäudes.

Einer nach dem anderen nähern sich die Männer einem kleinen Anbau aus Holz - ihnen voran Jeremiah, die Pistole in beiden Händen und auf den Boden gerichtet. Mit jedem Schritt kriecht die Sonne ein Stück weiter über den Horizont, und sie merken, dass etwas im Argen liegt. Die Fenster im Rückgebäude - vielleicht das Pfarramt, das einmal dem Pfarrer gedient hat - sind mit Aluminiumfolie verhüllt. Das Fliegengitter ist aus den Angeln gerissen und die Tür dahinter kreuzweise mit Brettern verschlagen. Der Gestank von Beißern erfüllt die Luft und wird immer stärker, je näher sie kommen.

Jeremiah erreicht das Gebäude als Erster. Er stellt sich mit dem Rücken gegen die Tür und legt einen Finger an die Lippen, um den anderen zu bedeuten, dass sie keinen Ton von sich geben sollen.

Sie treten so leise wie möglich an ihn heran und vermeiden, auf den Müll und das trockene Laub zu steigen, mit dem der frühmorgendliche Wind spielt. Die beiden stellen sich mit gezückten Waffen neben dem Geistlichen auf, einer links, der andere rechts von ihm. Der Pfarrer beugt sich hinab, steckt die Hand in einen seiner verschrammten Gummistiefel und holt ein dreißig Zentimeter langes Randall-Messer hervor. Vorsichtig schiebt er die Klinge unter eines der Bretter in der Nähe des Schlosses und zieht dann ruckartig am Griff.

Die Tür zeigt sich widerspenstig. Jeremiah versucht erneut, das Brett herauszuhebeln, und er ist dabei lauter, als ihm wohl ist, hat aber keine andere Wahl. Ein Fenster einzuschlagen und einzusteigen würde nur noch mehr Aufsehen erregen. Die Nägel geben ein wenig nach, doch das knarzende, rostige Geräusch der Metallstifte scheint in der stillen Morgenluft noch lauter. Er hat keine Ahnung, was sie im Inneren des Gebäudes erwartet, aber er ist sich recht sicher, dass sich sowohl Menschen als auch Beißer dort drinnen bef

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