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The Walking Dead 7 Roman von Bonansinga, Jay (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2017
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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The Walking Dead 7

Fast scheint es, als könnten Lilly Caul und die anderen Überlebenden im Städtchen Woodbury eine Atempause schöpfen. Die Bedrohung durch den verrückten Prediger und seine Anhänger ist abgewendet, und nun denken Lilly und ihre Mitstreiter an den Wiederaufbau von Woodbury ...
Bis nach einem blutigen Überfall all ihre Kinder entführt werden. Diesmal steht alles auf dem Spiel, und Lilly schwört Rache. Mit seinem postapokalyptischen The-Walking-Dead-Universum hat Robert Kirkman ein internationales Bestseller-Phänomen erschaffen, in dem er einen schonungslosen Blick in die Abgründe der menschlichen Natur wirft.

Jay Bonansinga studierte Filmwissenschaften am Columbia College in Chicago und zählt heute zu den vielseitigsten Thriller- und Horrorautoren der Gegenwart. Gemeinsam mit The Walking Dead-Erfinder Robert Kirkman arbeitet er an den Romanen zur Erfolgsserie. Jay Bonansinga lebt mit seiner Familie in Evanston, Illinois.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 13.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204952
    Verlag: Heyne
    Serie: The Walking Dead .7
    Originaltitel: Robert Kirkman's The Walking Dead 7 - Search and Destroy
    Größe: 1611 kBytes
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The Walking Dead 7

Eins

A n jenem drückend heißen Altweibersommermorgen hat keiner der Eisenbahnarbeiter auch nur eine Ahnung davon, was gerade in der kleinen Siedlung von Überlebenden, ehemals bekannt als Woodbury, Georgia geschieht. Die Reparatur der Schienenstränge zwischen dem Städtchen Woodbury und den Vororten Atlantas bedarf ihrer ganzen Konzentration - das beschäftigt sie rund um die Uhr, und zwar schon seit beinahe zwölf Monaten -, und der heutige Tag bildet keine Ausnahme. Bald schon haben sie die Hälfte geschafft. In etwas weniger als einem Jahr haben sie die Strecke einer Länge von circa dreißig Kilometern geräumt und mit einem von Maschendraht verstärkten Weidezaun auf beiden Seiten abgesichert, um das Eindringen herumstreunender Untoter, wilder Tiere oder sonstiger Störenfriede, die über die Schienen wehen, sickern, wachsen, kriechen oder ranken, zu verhindern.

In diesem Augenblick hört die Anführerin der Gruppe, Lilly Caul, zu graben auf, erhebt sich und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Sie hat keine Ahnung, dass sich gerade eine Katastrophe mitten in Woodbury aufbaut.

Reflexartig hebt sie den Blick zum aschfahlen Himmel. Die Luft vibriert vom Brummen der vielen Insekten und trägt den faulen Geruch der umliegenden brachen Felder an ihre Nase. Das gedämpfte Wummern von Vorschlaghämmern - um Stifte in uralte Bahnschwellen zu treiben - liefert einen synkopierten Rhythmus für die schwitzenden Arbeiter. Unweit sieht Lilly die große Frau aus Haralson - jeder nennt sie Ash -, die die Baustellengrenze mit einer Bushmaster A R -15 an der Hüfte patrouilliert. Sie macht eine Show daraus, die Augen nach herumlungernden Untoten offenzuhalten, die von dem Lärm der Baustelle angelockt werden, aber auf einer tieferen Ebene ist sie hyperwachsam. Irgendetwas scheint nicht richtig. Niemand vermag es in Worte zu fassen, aber jeder spürt es.

Lilly zieht sich die verdreckten Handschuhe von den Händen und streckt die wunden Finger. Sie trägt ihre goldbraunen Haare in einem hastig geflochtenen französischen Zopf, sodass der unbarmherzige Sommer Georgias die Sonne auf ihren feingliedrigen, geröteten Nacken herabbrennen lässt. Ihre haselnussbraunen Augen, umringt von kleinen Krähenfüßen, suchen die Baustelle ab. Ihr Blick schweift über den Fortschritt der anderen Arbeiter entlang des Zauns. Obwohl Lilly Caul noch keine vierzig ist, haben sich bereits Sorgenfalten gebildet, die man erst bei viel älteren Frauen erwartet. Ihr schmales, jugendliches Gesicht ist in den vier harten Jahren, seitdem die Seuche über sie hereingebrochen ist, finsterer geworden. Ihre unerschöpflichen Energiereserven ließen während der letzten Monate nach, und ihre immerwährend hängenden Schultern verleihen ihr das Auftreten einer Frau mittleren Alters, obwohl sie noch immer ihre übliche Hipsterkluft in Form eines zerlumpten Indie-Rock-T-Shirts, einer kaputten Jeans, zerfledderter Motorradstiefel und unzähliger lederner Armreifen und Ketten trägt.

Jetzt erspäht sie einige umherwandelnde Untote hundert Meter westlich von ihr, die sich durch die Bäume schleppen - auch Ash hat sie bereits gesichtet. Man muss sich ihretwegen noch keine Sorgen machen, aber sie weiter im Auge behalten. Lilly betrachtet die anderen Mitglieder ihres Teams, die in regelmäßigen Abständen am Schienenstrang verteilt sind und den widerspenstigen, von Kopoubohnen und Scheinastern durchwurzelten Boden mit Handbaggern bearbeiten. Sie blickt in vertraute Gesichter, andere hingegen sind erst seit einigen Tagen dabei. Dort stehen Norma Sutters und Miles Littleton, unzertrennbar, seit sie vor über einem Jahr nach Woodbury kamen. Dahinter arbeitet Tommy Dupree, ein Junge im Alter von vierzehn Jahren, der wie dreißig wirkt. Die Pandemie hat ihn gestählt. Er ist ein Wunderknabe, wenn es um Feuer- oder Schlag- und Stichwaffen geht. Jinx Tyrell, eine Eigenbrötlerin aus dem Norden, hat sich als wahre U

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