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Tore der Zeit Roman von Nicolai, Lea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2013
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Tore der Zeit

Das Tor der Zeit führt in eine magische Welt
Die Hexe Ravenna ist auf der Suche nach ihrer Schwester Yvonne. Das Problem: Die Suche hat ihre letzten Ersparnisse verschlungen. Die Lösung: Ravenna nimmt kurzerhand an der magischen Quizshow teil, die der mysteriöse Beliar veranstaltet. Verlockende Gewinne winken - doch der Preis dafür ist hoch, denn Beliar hat ganz eigenen Pläne mit Ravenna, die über eine außergewöhnliche Gabe verfügt: Sie ist eine Tormagierin und kann von bestimmten Orten aus in die Vergangenheit reisen. Unversehens landet sie im Mittelalter, wo die Quizshow in Gestalt eines lebensgefährlichen Mysterienspiels weitergeht. Ravenna muss weiterspielen, unterstützt von dem gut aussehenden Ritter Lucian ...

Lea Nicolai (geb. 1972) ist leidenschaftliche Vielleserin, Kinogängerin, Autorin und nebenbei Sängerin. Das Thema Hexen fasziniert sie seit langem, weil es Magie, Mystik und Wirklichkeit verbindet. Lea Nicolai lebt mit ihren Büchern und den Menschen, die ihr wichtig sind, am Rand des Schwarzwalds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 11.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641113049
    Verlag: Heyne
    Größe: 1021kBytes
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Tore der Zeit

Das Teufelsmal
Das Telefon klingelte. Lucian hörte das aufdringliche Geräusch bereits, während er die Tür ihres Hotelzimmers aufsperrte und Ravenna eintreten ließ. Sobald die Tür ins Schloss gefallen war, warf seine Hexe den Koffer aufs Bett und zog die hochhackigen Schuhe aus. Das Telefon verstummte. Doch einen kurzen Moment später fing es wieder zu klingeln an.
Ravenna hob ab und murmelte etwas Undeutliches. "Im Ernst?", fragte sie dann und lauschte einige Augenblicke. Schließlich schüttelte sie den Kopf. "Nein danke, kein Interesse", erklärte sie und legte auf.
"Wer war das?", wollte Lucian wissen.
"Irgend so ein Typ vom Radio. Wegen eines Interviews. Das fehlt mir gerade noch." Sie ließ sich in den Sessel fallen. Düster starrte sie auf den Koffer. "Hast du eine Ahnung, wie man das Ding aufbekommt?"
Lucian betrachtete den Koffer. Das Ding veränderte die Stimmung im Zimmer. Wie ein böses schwarzes Tier lag es auf der Tagesdecke.
"Warum hast du ihn überhaupt mitgenommen?", fragte er. "Ich meine ... wäre es nicht besser gewesen, das Geld zu wählen? War das nicht unser Plan?"
Er musste sich zusammennehmen, damit seine Stimme nicht gereizt klang. Die Nachwirkungen von Beliars höllischem Zauber steckten ihm noch in den Knochen, und er hatte wirklich gehofft, nach der ersten Runde wäre alles vorbei. Weit gefehlt – das hinterhältige Spiel des Teufels fing gerade erst an.
Ravenna musterte den Koffer aus sicherer Entfernung. Auch sie spürte seine unangenehme Aura.
"Du vergisst, dass Beliar hinter dieser ganzen Inszenierung steckt", meinte sie. "Er hat mich mit jeder Frage mehr herausgefordert. Er hat dich herausgefordert. Und zuletzt ging es überhaupt nicht mehr um das WizzQuizz. Es ging nur um unsere jahrhundertealte Feindschaft." Sie seufzte und rieb sich die Augen. Auf ihren Wangen blieben Streifen schwarzer Schminke zurück.
"Jetzt stehen wir wieder ganz am Anfang. Ohne einen Cent in der Tasche, und das mitten in Paris. Aber wie dem auch sei – wer garantiert mir, dass dieser Koffer nicht zufällig den entscheidenden Hinweis au f Yvonne enthält?"
"Oh", sagte Lucian. An diese Möglichkeit hatte er noch gar nicht gedacht. "Das sähe Beliar allerdings ähnlich." Er ging vor dem Bett in die Hocke und untersuchte den Koffer genauer.
"Dieser Kasten unterliegt einem Bindezauber. Auch magische Fallen sollten wir nicht ausschließen", urteilte er nach einer Weile. Er rieb sich das Kinn. "Willst du das wirklich heute Nacht versuchen? Sollten wir nicht erst einmal unter die Dusche gehen und uns anschließend ein bisschen ausruhen?"
Er hatte den Satz noch nicht beendet, als das Telefon wieder zu klingeln begann. Ravenna riss den Hörer von der Gabel. "Ich sagte doch bereits, dass ich ... oh. Aha. Na sowas. Wirklich? Tja, ich möchte trotzdem keine Interviews geben . Danke sehr." Sie legte auf.
"Ich werd' noch verrückt", murmelte sie und fasste sich an die Stirn.
"Wer war es diesmal?", fragte Lucian.
Ravenna massierte sich die Schläfen. "Der Illusionist. Dieses Magazin über Magie und Hexenkunde, das man an jeder Straßenecke kaufen kann. Mit Kräuterrezepten, angesagten Flüchen und einem magischen Preisausschreiben. Gibt es jede Woche neu."
Lucian fing an zu lachen. "Du bist wütend", stellte er fest. "Und du gefällst mir, wenn du wütend bist."
Ravenna ging zu ihm und kuschelte sich a

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