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Total verhext Ein Scheibenwelt-Roman von Pratchett, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.10.2015
  • Verlag: Manhattan
eBook (ePUB)
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Total verhext

Ein Klassiker von Terry Pratchett in neuer Übersetzung und Gestaltung Aller guter Hexen sind drei. So denken sich das jedenfalls Esmeralda "Oma" Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat Knoblauch. Zusammen machen sie sich auf ins geheimnisvolle Märchenland Gennua, um dort die Pläne der bösen Hexe Lily zu vereiteln. Die will unbedingt das Stubenmädchen Ella mit dem Herzog verheiraten - um dann durch Ella an die Macht zu gelangen. Dass sie dabei ein paar alteingesessene Märchen wild durcheinanderwirbeln muss, stört sie nicht weiter. Doch zum Glück hat sie die Rechnung ohne das furiose Hexentrio aus Lancre gemacht. Das eilt zur märchenhaften Rettung ... Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman - ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit 85 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 40 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 26.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641188047
    Verlag: Manhattan
    Serie: Scheibenwelt Bd.12
    Originaltitel: Witches Abroad
    Größe: 1091 kBytes
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Total verhext

Dies ist die Scheibenwelt. Sie ruht auf den Rücken von vier Elefanten, die auf dem Panzer der Himmelsschildkröte Groß A'Tuin stehen und von ihr durchs Weltall getragen werden.

Es war einmal vor langer Zeit, da wurde ein solches Universum für ungewöhnlich gehalten - und möglicherweise gar für unmöglich.

Doch damals, vor so langer Zeit, war auch alles noch sehr viel einfacher.

Denn damals war das Universum voller Unwissenheit. Wie ein Goldsucher, der an einem Bergbach hockt, durchsiebte der Wissenschaftler es nach dem Gold des Wissens, welches er aus dem Kies der Unvernunft und dem Sand der Ungewissheit herauswusch und zwischen den barteligen, achtbeinigen Schwimmkrabblern des Aberglaubens hervorklaubte.

Hin und wieder richtete er sich auf und gab einen Satz von sich wie: "Hurra, ich habe das Dritte Boylesche Gesetz entdeckt." Und alle wussten, woran sie waren. Aber leider gewann zunehmend das Unwissen an Reiz, vor allem das tiefe, faszinierende Unwissen, das die ganz großen und ganz wichtigen Dinge wie beispielsweise Materie und Schöpfung betraf; die Menschen hörten auf, sich im Chaos des Universums aus rationalen Stöcken geduldig kleine Hütten zu bauen, und fingen stattdessen an, sich für das Chaos selbst zu interessieren - zum Teil deshalb, weil es wesentlich leichter war, ein Chaosexperte zu sein, hauptsächlich allerdings, weil dabei wirklich tolle Muster herauskamen, die man auf ein T-Shirt drucken konnte.

Und statt nun schleunigst mit der richtigen Wissenschaft 1 weiterzumachen, behaupteten die Wissenschaftler mit einem Mal, es sei unmöglich, überhaupt irgendwas zu wissen. So etwas wie eine Realität, die man erforschen könne, gebe es eigentlich gar nicht, was natürlich wahnsinnig spannend sei. Ganz abgesehen davon, dass es von kleinen Universen vielleicht nur so wimmelt, die man bloß nicht sehen kann, weil sie in sich gekrümmt sind. Und übrigens: Wie finden Sie mein T-Shirt? Schick, was?

Demgegenüber ist eine große Schildkröte mit einer Welt auf dem Rücken praktisch eine Banalität. Wenigstens tut sie nicht so, als existiere sie nicht, und auf der Scheibenwelt hat auch noch nie jemand versucht zu beweisen , dass sie nicht existiert, nur für den Fall, die Theorie könnte sich womöglich bewahrheiten und man müsste plötzlich feststellen, dass man im luftleeren Raum schwebt. Was daran liegt, dass die Scheibenwelt am äußersten Rand der Realität beheimatet ist. Die kleinsten Kleinigkeiten können auf die andere Seite hinüberwechseln. Deshalb nehmen die Menschen auf der Scheibenwelt die Dinge ernst.

Märchen zum Beispiel.

Weil Märchen wichtig sind.

Die Menschen denken, Märchen würden von Menschen geformt. Dabei verhält es sich in Wahrheit genau umgekehrt.

Märchen existieren unabhängig von denen, die in ihnen mitspielen. Wer das weiß, für den ist Wissen Macht.

Märchen - große, flatternde Bänder aus geformter Raumzeit - wehen seit Anbeginn der Zeit durchs Universum. Und sie haben sich weiterentwickelt. Die schwächsten sind untergegangen, die stärksten haben überlebt und sind durchs Weitererzählen dick und rund geworden ... Märchen, die sich durch das Dunkel schlingen und winden.

Ihre bloße Existenz überzieht das Chaos der Menschheitsgeschichte mit einem schwachen, aber unauslöschlichen Muster. Märchen ätzen Rillen hinein, die tief genug sind, dass ein Mensch ihnen folgen kann, genau wie sich Wasser einen Weg den Berg hinunter sucht. Jeder neue Akteur, der den Pfad eines Märchens einschlägt, tritt die Rille tiefer aus.

Man nennt dies die Theorie der narrativen Kausalität, was bedeutet, dass jedes einmal begonnene Märchen eine Gestalt annimmt . Es verinnerlicht sämtliche Schwingungen aller anderen Versionen dieses Märchens, die es jemals gegeben hat.

Das ist der Grund, warum sich die Geschichte ständig wiederholt.

Demnach haben tausende Helden den Götte

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