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Verbotene Frucht Eves erster Fall von Day, Sylvia (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Verbotene Frucht

Eves erster Fall. Evangeline Hollis, genannt Eve, ist eine ganz normale junge Frau - bis ihr eines Tages ein heißer One-Night-Stand mit einem attraktiven Fremden zum Verhängnis wird: Eve wird für ihre Verfehlung mit dem Kainsmal gezeichnet und muss künftig auf Dämonenjagd gehen. Ihr neuer Boss, Reed Abel, ist unglaublich penibel und verboten sexy. Als wäre es noch nicht genug, dass sich Eve nun tagtäglich mit ihrem lästigen Chef und mordlustigen Dämonen herumschlagen muss, taucht auch noch der geheimnisvolle Alec Cain auf - Abels Bruder und der Mann, der einst Eves Herz gestohlen hat. Für Eve beginnt die aufregendste und gefährlichste Zeit ihres Lebens. Und das liegt nicht nur an den Dämonen ... Die Nummer-1-Bestsellerautorin Sylvia Day stand mit ihrem Werk an der Spitze der New York Times-Bestsellerliste sowie 28 internationaler Listen. Sie hat über 20 preisgekrönte Romane geschrieben, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Weltweit werden ihre Romane millionenfach verkauft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641152819
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Eve of Darkness - A Marked Novel
    Größe: 1284 kBytes
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Verbotene Frucht

1

Der Teufel steckt im Detail.

Evangeline Hollis verstand den wahren Kern dieser Redewendung erst jetzt, denn sie war von Tausenden Teufelslakaien umgeben. Manche trugen Baseballcaps der Seattle Seahawks, andere Trikots der San Diego Chargers. Und sie alle hatten aufwendige Tattoos, die Tribals ähnelten und verrieten, welcher verfluchten Spezies sie angehörten und welchen Rang sie in der Höllenhierarchie bekleideten. Für Evangeline sah es aus wie ein verdammtes Sünderfestival. Sie tranken Bier, stopften sich mit Nachos voll und schwenkten riesige Schaumstofffinger.

In Wirklichkeit war es ein Footballspiel im Qualcomm Stadion. Es war ein klassischer kalifornischer Sommertag: sonnig und warm, wobei die sechsundzwanzig Grad von einer herrlich kühlen Brise ausgeglichen wurden. Sterbliche mischten sich in seliger Ahnungslosigkeit unter die Höllenwesen und genossen die nachmittägliche Sportveranstaltung. Für Eve war es eine makabre Szene: Als würde sie hungrigen Wölfen zusehen, die sich neben Lämmern sonnten. Jede Begegnung zwischen ihnen musste zu Blut, Gewalt und Tod führen.

"Hör auf, an sie zu denken."

Alec Cains tiefe, sinnliche Stimme jagte ihr einen Schauer durch den Leib, von dem sie sich allerdings nichts anmerken ließ. Über den Rand ihrer Sonnenbrille warf sie ihm einen reumütigen Blick zu. Dauernd sagte er ihr, dass sie ihre Beute ignorieren sollte, wenn sie nicht auf der Jagd waren. Als würden sich böse Feen, Dämonen, Magier, Werwölfe, Drachen und tausend andere Variationen desselben einfach ausblenden lassen.

"Da stillt eine Frau ihr Baby neben einem Inkubus", murmelte sie.

"Angel." Sein Spitzname für sie war wie ein sanftes Streicheln. Mit seiner Stimme konnte Alec sogar eine schlichte Wegbeschreibung zu einem Vorspiel machen. "Wir haben heute frei, schon vergessen?"

Sie atmete langsam aus und blickte zur Seite. Alec war knapp einen Meter neunzig groß, hatte eine breite Brust und einen straffen Bauch, dessen Muskelwölbungen sich durch das ärmellose weiße T-Shirt abzeichneten. Seine langen muskulösen Beine wurden von knielangen Dickies-Shorts betont, und seine Oberarme waren so wunderbar definiert, dass er von Männern wie Frauen bestaunt wurde.

Er war Eves Liebhaber - jedenfalls gelegentlich. Wie Schokolade war Alec köstlich und äußerst befriedigend, doch zu viel von ihm würde wie ein Zuckerschock wirken, der sie benommen und unruhig zugleich machte. Noch dazu hatte er ihr das Leben ruiniert, das sie früher mal gelebt hatte. Eigentlich hatte sie eine erfolgreiche Innenarchitektin werden wollen, keine Jägerin von Höllenwesen.

"Wäre es doch nur so einfach", nörgelte Eve. "Wie soll ich Urlaub machen, wenn ich von Arbeit umzingelt bin? Außerdem stinken sie immer, auch wenn ich sie ignoriere."

"Ich rieche nur dich", raunte er, beugte sich zu ihr und strich mit seiner Nasenspitze über ihre Wange. "Mmh."

"Ich finde es unheimlich, dass sie überall sind. Gestern war ich bei McDonald's, und die Frau an dem Drive-in-Fenster war eine Fee! Ich konnte nicht mal meinen Big Mac essen."

"Aber ich wette, du hast die Pommes verputzt." Alec zog seine Sonnenbrille herunter und sah sie ernst an. "Es gibt einen Unterschied zwischen Wachsamkeit und Paranoia."

"Ja, ich bin vorsichtig, aber nicht irre. Bis ich einen Ausweg aus dieser Sache mit dem Mal gefunden habe, versuche ich, das Beste draus zu machen."

"Ich bin stolz auf dich."

Eve seufzte. Alec als Mentor zu haben war eine richtig schlechte Idee, und das nicht bloß, weil es in den Augen der meisten Gezeichneten das Pendant zur Besetzungscouch in Hollywood bedeutete. Mit dem Unterschied natürlich, dass man sich auf der richtigen Besetzungscouch die Rollen erschlief, die man wollte, wohingegen niemand jemals das Kainsmal wollte.

Die Hierarchie der Gezeichneten fing unten bei den Neulingen an und endete oben mit Alec, dem ersten und gnadenlosesten Gezeichn

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