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Verlockung der Dunkelheit von Adrian, Lara (eBook)

  • Erschienen: 06.08.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Verlockung der Dunkelheit

Seit seine geliebte Frau und seine gesamte Familie vor zwanzig Jahren kaltblütig ermordet wurden, hat sich der Vampirmeister Lazaro Archer emotional zurückgezogen. Denn wie soll er je wieder jemanden in sein Herz lassen, wenn er diese Person nicht beschützen kann? Als die hübsche Melena Walsh in sein Leben tritt und seiner Hilfe bedarf, ist er alles andere als bereit, diese Rolle einzunehmen. Doch schon bald entfacht Melena ein Verlangen in ihm, das stärker ist als alles, was er seit langer Zeit empfunden hat, und Lazaro muss sich nicht nur seinen Gefühlen, sondern auch seiner größten Angst stellen: noch einmal die Frau, die er über alles liebt, zu verlieren ...

'Verlockung der Dunkelheit' erscheint im Rahmen der erfolgreichen 'Midnight Breed'-Reihe von Bestseller-Autorin Lara Adrian. Die Novelle enthält zusätzlich eine Leseprobe aus 'Masters of Seduction - Atemlose Nacht', der Romantic-Fantasy-Sensation von Lara Adrian, Alexandra Ivy, Donna Grant und Laura Wright!

Lara Adrian lebt mit ihrem Mann in Neuengland. Neben ihrer äußerst erfolgreichen Vampirserie hat sie unter dem Namen Tina St. John auch mit historischen Liebesromanen eine große Fangemeinde gewonnen.

Produktinformationen

    Größe: 538kBytes
    Reihe (Teil): The Midnight Breed Tl.4
    Herausgeber: LYX
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 160
    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    ISBN: 9783802598234
    Erschienen: 06.08.2015
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Verlockung der Dunkelheit

1

Er lebte schon seit mehr als tausend Jahren, also lange genug, dass es nur noch wenige Dinge gab, die ihn in Erstaunen zu versetzen vermochten. Das Meer bei Nacht war eine dieser seltenen Freuden von Lazaro Archer.

Lazaro stand auf dem erhöhten Vordeck der fünfundachtzig Meter langen, glänzenden privaten Riesenjacht, die vor der Westküste Italiens lag, und stützte sich mit den Händen auf der Reling aus poliertem Mahagoni ab, während er sich kurz mit allen Sinnen der in Mondlicht getauchten Umgebung hingab.

Die frische, salzige Mittelmeerluft stieg ihm in die Nase und zerzauste sein rabenschwarzes Haar. Die spätsommerliche Brise war heute Nacht kühl und wehte mit steter Kraft auf das italienische Festland zu. Der milchige Schein des von zarten Wolkenschleiern verhangenen Mondes und das millionenfache Licht der Sterne ergossen sich über die dunkle, gekräuselte Wasserfläche. Ganz weit unten klatschten Wellen sinnlich und leicht gegen die Seiten der Jacht, deren Motoren schwiegen, während das Schiff an der vereinbarten Position im Tyrrhenischen Meer vor Anker lag.

Lazaro ging davon aus, dass das luxuriöse Schiff, auf dem er stand, wohl jedem den Atem rauben würde - ob nun Mensch oder Stammesvampir. Da er Letzteres war und noch dazu ein Stammesvampir der Ersten Generation, also einer der ältesten seiner Art, von reinstem Blut, waren ihm Reichtum und Luxus eng vertraut.

Einst hatte er selbst all diese Dinge besessen ... würde sie immer noch haben, hätte er sich die Mühe gemacht, sich darum zu kümmern.

Vor zwanzig Jahren hatte er alles, was er besaß, in Boston zurückgelassen, nachdem ihm das Kostbarste in seinem langen Leben genommen worden war. Seine ihm blutverbundene Gefährtin, seine Söhne und deren Frauen, ein Haus voller unschuldiger Kinder ... alle fort. Der einzige, ihm gebliebene Nachkomme war sein Enkel, Kellan, der in der Nacht bei ihm gewesen war, als Archers Dunkler Hafen im Verlaufe eines abscheulichen, völlig grundlosen Angriffs von einem Wahnsinnigen namens Dragos dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Lazaro atmete lang aus. Er spürte nicht mehr diesen tief sitzenden Kummer, der jedes Mal über ihn gekommen war, wenn er an seine abgeschlachtete Familie dachte. Der Schmerz war mit der Zeit abgestumpft, doch das Schuldgefühl begleitete ihn auf Schritt und Tritt wie die Narbe einer tatsächlich erlittenen Wunde. Die stete, schreckliche Erinnerung an seinen Verlust.

An den größten Fehler seines Lebens.

Wenn sein Leben heute noch einen Sinn hatte, dann den seiner Zusammenarbeit mit Lucan Thorne und den anderen Stammeskriegern des Ordens. Als Anführer von Einsätzen des Ordens in Rom hatte Lazaro in diesen letzten zwanzig Jahren weder Zeit für Selbstmitleid gehabt, noch die Muße gefunden, sich gehen zu lassen. Und zu irgendwelchen Freuden war noch weniger Gelegenheit gewesen.

So wollte er es haben.

Er befasste sich jetzt mit Gerechtigkeit.

Gelegentlich befasste er sich mit dem Tod.

Heute Abend vertrat er den Orden in einem weniger offiziellen Rahmen in der Hoffnung, zwei Freunden, die sein unbedingtes Vertrauen besaßen, die Möglichkeit zu geben, sich im Geheimen zu treffen. Der eine war ein Stammesvampir, ein hochrangiges amerikanisches Mitglied des Rates der Globalen Nationen, der andere, der Besitzer der Riesenjacht, ein Mensch und einflussreicher italienischer Geschäftsmann, der zufälligerweise auch der Bruder des gerade neu gewählten italienischen Ministerpräsidenten war ... ein Politiker, der sein Amt mit harten Worten gegen die Stammesvampire errungen hatte. Wenn das Treffen mit Paolo Turati heute Abend wie geplant stattfand und sich als erfolgreich erwies, wäre damit ein erster Schritt getan, mit einem der schärfsten Gegner des Volkes der Vampire eine Allianz zu schmieden.

Byron Walsh dagegen war ein Stammesvampir, mit dem Lazaro schon in den Staaten zusammengearbeitet hatt

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