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Vollmond Die Bruderschaft des Lykaon von Jahr, Oliver (eBook)

  • Verlag: Oliver Jahr
eBook (ePUB)
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Vollmond

Als Gegenpol zum jüngsten Vampir-Hype räumt "Vollmond" mit den gängigen Klischees über Werwölfe auf und erzählt eine rasante Actiongeschichte zweier Werwolforganisationen, die ihren Krieg unter den ahnungslosen Augen der Menschen führen. Seit Jahrhunderten schon liefern sich die Werwölfe der Bruderschaft des Lykaon einen erbitterten Krieg mit ihren Erzfeinden vom Zirkel der Erleuchteten um das Schicksal der Werwölfe und auch der Menschheit. Die menschenfeindliche Ideologie des Zirkels mit dem Ziel, die "nächste Stufe der menschlichen Evolution" einzuleiten, steht kurz vor der Erfüllung, als es dem Zirkel gelingt, große Mengen des für die Entstehung von Werwölfen verantwortlichen Viruses herzustellen und zu verbreiten. Im Rennen gegen die Zeit muss sich die Bruderschaft anstrengen, den Plan des Zirkels zu vereiteln und der Menschheit ein auferzwungenes Schicksal zu ersparen. Und genau zu diesem Zeitpunkt stolpert ein junger Werwolf eher unfreiwillig mitten ins Geschehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 122
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956901706
    Verlag: Oliver Jahr
    Größe: 733kBytes
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Vollmond

II (S. 4-5)

James Stevens warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Viertel nach Zehn abends. Blöde Überstunden! Er seufzte. Aber irgendjemand muss ja den Bericht fertig schreiben. Ein Kollege steckte den Kopf zur Labortür rein: "Yo, Jim! Ich geh mir ein Sandwich holen. Soll ich dir eins mit Cucumbers mitbringen?" "Nein danke, ich hatte schon eins und die Mayonnaise roch merkwürdig." "Okay, wie du meinst. Denkst du, dass wir morgen `ne Chance gegen Arsenal haben?" Stevens grinste. "Wann hat Manchester denn nicht diesen verdammten Londonern ordentlich den Hintern versohlt?"

Der Kollege verschwand lachend und James starrte wieder auf seinen Bildschirm. Er tippte in den Computer ein: Nach fünf Stunden konnten wir beobachten, dass das Serum die Viren eingeschlossen und aufgelöst hat. Die Human-DNS des Infizierten wurde nach dem Stand bisheriger Untersuchungen dabei nicht beschädigt. Der Infizierte konnte sich nach der Behandlung nicht mehr verwandeln. Das Serum konnte folglich seine Primärwirkung erzielen. Wir erbitten deshalb die Bereitstellung weiterer Gelder, um den teuren Herstellungsprozess des Serums zu finanzieren und das Heilmittel in großen Mengen zu produzieren.

Es ist unsere persönliche Meinung, dass dies die große Gelegenheit werden könnte, um die Schöpfung wieder in die richtige Bahn zu lenken und diese Abartigkeit namens L-Virus auszumerzen. James hatte gerade die letzten Worte eingetippt, als auf einmal die roten Leuchten an den Wänden ansprangen und ein schrilles Alarmgeräusch ertönte. "Was zum...?" Stevens sah von seinem PC auf. Eine gedämpfte Explosion gefolgt von mehreren Gewehrschüssen war auf dem Korridor zu hören. Jim sprang auf, eilte quer durch den Raum, vorbei an den Labortischen mit den Reagenzgläsern, Mikroskopen und Computern, und schloss den Notfallschrank auf. Bevor er jedoch eine der dort gelagerten Pistolen daraus entnehmen konnte, um sich zu verteidigen, barsten die gläsernen Oberlichter und die großen Schatten stark behaarter Wesen sprangen durch die Decke in den Raum.

"Oh Scheiße!", fluchte James mit zusammengebissenen Zähnen. Die Gestalten kamen mit gefletschten Zähnen und angriffsbereiten Klauen auf ihn zu. "Tötet jeden, den ihr findet", knurrte einer der hinteren Werwölfe. "Scheiße, Scheiße, Scheiße!", murmelte Jim wiederholt und griff nach einer Pistole. Der vorderste Werwolf setzte zum Sprung an. Stevens riss die Waffe hoch und feuerte auf die Bestie. Allmächtiger, lenke meine Kugel in ihr Ziel, auf dass sie die Beleidigung deiner Schöpfung niederstrecke! Es machte nur "Klick" und bevor der Wissenschaftler merken konnte, dass er vergessen hatte, die Pistole zu entsichern, wurde er auch schon zu Boden gerissen. Der Werwolf vergrub seine Reißzähne in der Kehle von James Stevens. Mit letzter Kraft griff dieser nach dem Kruzifix, das er in der Tasche seines Laborkittels herumtrug, bevor sein Lebensfunke erlosch.

Ein bewaffnetes Team von Soldaten stürmte ins Labor und sah sich um. Ein Werwolf folgte den Uniformierten und schleifte eine verstümmelte Leiche hinter sich her. Aus dem Mund des Wesens tröpfelte Blut auf den Fußboden. "Status?", fragte er mit seiner tiefen Stimme. Der Kämpfer, der sich auf den Wissenschaftler gestürzt hatte, ließ von dessen Überresten ab und ging auf den Wolfsmenschen zu. "Nur ein Märtyrer hier, Chef. Kein Widerstand", meldete er.

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