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Wächter der Unterwelt Schlüssel der Ewigkeit von Todorovic, Sandra (eBook)

  • Verlag: BookRix
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Wächter der Unterwelt

New York ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Die siebzehnjährige Sara Davis ist Eins davon. Seit dem Tod ihrer Mutter vor drei Jahren, mit dem sie noch zu kämpfen hat, lebt sie mit ihrem Vater und ihrer Großmutter zusammen. Mit ihrer besten Freundin Keira, geht sie durch dick und dünn. Aber über die Stimmen in ihrem Kopf und das permanente Gefühl beobachtet zu werden, kann sie mit niemandem reden. Als sie unerwartet in die blausten Augen aller Zeiten blick, droht ihre Welt zu entgleisen. Sie verfällt ihrem charmanten Mitschüler Dante Craven augenblicklich, mit Herz und Seele. Was Sara nicht ahnt, Dante schleppt ein düsteres Geheimnis mit sich herum. Seltsame Ereignisse offenbaren, dass er kein gewöhnlicher Mensch ist. Band 1 Schlüssel der Ewigkeit Band 2 Das Erbe des Königs Band 3 Folgt

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 349
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955007355
    Verlag: BookRix
    Größe: 634 kBytes
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Wächter der Unterwelt

Blaue Augen

Dante

Im Schatten der Nacht saß ich in diesem mir immer vertrauter werdenden Zimmer. Meine neue Zuflucht, wenn die Kälte des Todes mich einhüllte. Dieses zerbrechliche Geschöpf, von dem ich nicht loskam, strahlte den Frieden aus, nach dem ich mich seit Jahrzehnten sehnte. Obwohl ich bis jetzt kein Wort mit ihr gesprochen hatte, war es beruhigend in der Nähe dieses Mädchens zu sein. Ich wachte über sie, wie ich es einst über die verlorenen Seelen getan hatte. Doch von dem einstigen Wächter war nicht mehr viel übrig.

Schwer atmend, wälzte sich hin und her. Ich wünschte ich könnte in ihren Träumen lesen, was sie so sehr beschäftigte.

Ich beobachtete sie schon seit einer Weile. Und sie war anders, als die anderen. Ihre Seele war rein, das konnte ich spüren. Es reichte mir nicht mehr nur ein Geist zu sein, den sie glaubte zu fühlen. Ich wollte mehr über sie erfahren. Es war wie ein Zwang, dem ich nachgeben musste.

Sara

Nach Luft schnappend wachte ich auf, so wie in der letzten Woche fast jede Nacht. Mein Herz klopfte wild. Ich setzte mich auf und sah in die Dunkelheit des Zimmers. Kein Geräusch war zu hören. Eine Stille, die mich frieren ließ. Mein Verlangen, etwas in den leeren Raum zu sagen, wurde von Nacht zu Nacht größer. Nichts deutete darauf hin, dass ich nicht allein war. Dennoch wusste ich, er war da. Es war dasselbe Gefühl, wie die letzten Male.

"Ich weiß, dass du da bist", sagte ich leise mit dem Wissen, dass es verrückt war zu denken, dass sich noch jemand in meinem Schlafzimmer befand. Ich wünschte, ich hätte einen Beweis, dass ich nicht den Verstand verloren hatte.

Jedes Jahr, kurz vor Moms Todestag, schlief ich schlecht. Dieses Jahr war es schlimmer, als die letzten zwei. Seit über einer Woche hatte ich nicht eine Nacht durchgeschlafen. Meinem Vater hatte ich nie davon erzählt, weil er sich Sorgen machen und mich zu einem Psychologen schicken würde. Aber ich brauchte niemanden, der mir sagte, dass sie mir fehlte. Das wusste ich selbst.

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, es war noch mitten in der Nacht. Ich drehte mich auf den Bauch und versuchte wieder einzuschlafen, wenn auch nicht für lange. Um sieben würde der Wecker läuten und mich aus dem Schlaf holen.

Plötzlich zog mir jemand die Decke vom Körper. Reflexartig rollte ich mich, wie eine Schnecke, zusammen. Ich wollte nicht aufstehen. Es konnte noch nicht Morgen sein.

"Ich will noch nicht aufstehen. Kannst du mich nicht schlafen lassen, Dad?", fragte ich noch schlaftrunken und drückte mein Gesicht ins Kissen.

Ich hörte ein Kichern. Das konnte nicht Dad sein. Wann würde der schon kichern? Ich war froh, wenn er überhaupt lächelte. Seit Jahren, hatte ich ihn nicht mehr wirklich lachen gehört.

"Dein Dad würde dich noch weniger weiterschlafen lassen, als ich", sagte Keira und zog die Vorhänge auf. "Na komm schon, steh' endlich auf. Wie kann man nur so ein Morgenmuffel sein?"

Fragte sie mich das ernsthaft? Nach so vielen Jahren der Freundschaft sollte sie sich daran gewöhnt haben. Ich nahm das Kissen unter meinem Kopf und warf es nach ihr. Leider verfehlte es sie, wenn auch knapp.

"Wenn du nicht meine beste Freundin wärst, würde ich dich aus der Wohnung werfen."

Sie lachte los. "Ach ja, als ob du dürrer Haken imstande wärst, mich rauszuwerfen", sagte sie spöttisch.

"Na warte." Ich sprang aus dem Bett, wohl etwas zu schnell, denn ich musste mich kurz abstützen, um nicht der Länge nach hinzufallen.

Sie sah mich mit ihren großen Rehaugen an und strahlte übers ganze Gesicht. "Siehst du, ich weiß, wie man dich rausholt."

Sie sah wieder einmal umwerfend aus. Sie trug ein schwarzes Kleid mit roten Strumpfhosen. Ihre schulterlangen schwarzen Locken wippten, als sie sich umdrehte und mir meine Jeans zuwa

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