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Wächter Die schwarze Laterne von Mercury, Ellis (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Wächter

Welcher Gott hat hier seine Finger im Spiel? Diese Frage stellte sich Lorit in den vergangenen Wochen immer wieder. Nachdem eine Gruppe Banditen ihr Dorf zerstörte und alles vernichtete, was je von Bedeutung für sie war, steht die junge Frau vor dem Nichts. Verloren in einer unbekannten, fantastischen Welt beginnt sie nach ihrer Bestimmung zu suchen und stolpert gemeinsam mit ihrem mysteriösen Reisegefährten Vincent von einer Gefahr in die nächste. Doch schnell bemerkt Lorit, dass ihre Reise einem höheren Zweck dient. Ein uralter Geheimbund, welcher sich selbst als Nachtwächter bezeichnet, scheint aus unerfindlichen Gründen auf sie aufmerksam geworden zu sein und beginnt ganz eigene Pläne mit ihr zu verfolgen ... Ein Buch voller Rätsel und Geheimnisse, bei denen der Leser selbst mitraten und hinter die Kulissen eines perfiden Spiels schauen kann. Ellis Mercury wurde 1995 in Berlin, Deutschland geboren und veröffentlichte nun ihr erstes Buch: Teil eins der Wächter-Trilogie, die uns ins mystische Thalanor entführt und von einem gewissenlosen Pakt zwischen zwei mächtigen Instanzen erzählt, der einen ganzen Kontinenten erschüttert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 316
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746041544
    Verlag: Books on Demand
    Serie: Wächter .1
    Größe: 842 kBytes
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Wächter

Kapitel 1
Eine Familie

Der Tag neigte sich dem Ende zu und seine letzten goldenen Sonnenstrahlen zogen langsam über die Häuser, hüllten alle Straßen in einen friedlichen Schimmer und ließen das Wasser des kleinen Bachs funkeln wie flüssiges Gold.

Eine Böe fegte über die Dächer und wirbelte Staub und trockenes Laub auf. Sie erfasste die Stoffbehänge der Häuser und ließ sie tanzen wie Schwärme farbenfroher Vögel.

Es herrschte noch wirres Treiben im Dorf. Morgen war Markttag in der Stadt und die Händler wollten noch vor Sonnenaufgang aufbrechen, denn nur der, der früh genug da war, konnte sich den besten Platz sichern.

Durch den Trubel kämpfte sich eine junge Frau. Ihr langes weißes Kleid folgte ihr und wurde vom Wind hochgeweht, sodass sie den Rock immer wieder glattstreichen musste. Sie fuhr sich mit den Fingern durch das blonde Haar und mühte sich, die geflochtenen Körbe, die man ihr anvertraut hatte, nicht fallen zu lassen.

Ihr Ziel war das Haus eines Kaufmanns. Es stand fast am Ende der großen Hauptstraße und hatte im Gegensatz zu vielen der anderen Häuser im Dorf ein Holzdach an Stelle eines aus Reet. Vor der Haustür befand sich die gewöhnliche Terrasse, vollgestellt mit Kisten und Fässern, die am nächsten Morgen auf die Karren geladen werden sollten.

Schnell sprang die junge Frau die Holzstufen zur Terrasse hinauf, lief zur Tür, hob die Hand und wollte klopfen.

"Lorit!"

Sie drehte sich um. Diese Stimme kannte sie.

"Ich habe schon auf dich gewartet!"

Der Sohn des Kaufmanns hatte sie gerufen. Sein Name war Lars und Lorit kannte ihn schon so lange sie zurückdenken konnte.

Er war zwei Jahre älter als sie, hatte kurzes, dunkelblondes Haar und war etwa einen halben Kopf größer. Die beiden verband eine lange Freundschaft.

Lars kam lächelnd zu ihr herüber, reichte ihr die Hand und sie gab ihm nacheinander die Körbe.

"Kommst du morgen mit?", fragte er beiläufig.

"Ich glaube nicht", antwortete Lorit. "Mutter braucht meine Hilfe im Garten und Vater geht zusammen mit Orik in die Stadt."

"Mh, schade", bemerkte er und sah nachdenklich zu Boden. "Wenn du es dir anders überlegst..."

Sie lächelte ihn fordernd an und zog eine Augenbraue hoch.

"Ja, ja, ich weiß, deine Mutter. Die kannst du nicht hängen lassen. Ein andermal vielleicht."

Sie lachte. "Ganz sicher! Oh bevor ich es vergesse, Vater bat mich dich zu fragen, ob er sich morgen eines eurer Pferde leihen kann. Er glaubt, der Esel wäre diesmal mit dem Karren überfordert."

"Ich denke, das wird kein Problem sein. Ich frage meinen Vater sobald er zurück ist und komme dann zu euch."

"Ich danke dir."

"Aber es ist doch eine Selbstverständlichkeit, einer hübschen Frau zu helfen... und ihrem Vater."

"Sei still, Lars!", sagte sie lachend und stieß ihn mit der Faust gegen den Arm. "Ich gehe jetzt. Mach's gut und grüß deine Familie von uns. Wir bedanken und vielmals."

"Mach's gut", rief er ihr nach, als sie die Stufen wieder hinabstieg.

Lorit bahnte sich den Weg nachhause. Weit war es nicht, das Haus ihrer Familie erschien schon am Straßenrand.

Ihre Mutter Ilma stand auf der Veranda und fegte der Staub des Tages fort. Sie hielt inne, als ihre Tochter in Sichtweite kam.

"Das ging aber schnell", rief sie schon von weitem. "Dein Vater wird gleich zurück sein. Geh bitte rein und schau nach dem Essen. Es braucht sicher noch ein paar Minuten, doch ehe was anbrennt..."

"Natürlich Ma", unterbrach Lorit sie, gab ihr einen Kuss auf die Wange und huschte an ihr vorbei ins Haus.

Drinnen war es angenehm warm. Es wurde langsam Winter und auch wenn man die Kälte noch nicht bewusst spürte, merkte man einen deutlichen Unterschied vom Freien zum geheizten Haus.

Die Wärme stammte vom offenen Feuer, das unter den alten Kochutensilien brannte. Der Rest des Raumes be

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