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Wandel Die dunklen Fälle des Harry Dresden 12 von Butcher, Jim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2013
  • Verlag: Feder & Schwert
eBook (ePUB)
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Wandel

Vor langer Zeit war Susan Rodriguez Harry Dresdens Geliebte - bis seine Feinde sie angriffen. Seither ist sie hin- und hergerissen zwischen ihrer Menschlichkeit und dem Blutdurst des Roten Hofes der Vampire. Dann verschwand Susan nach Südamerika, um gegen ihre dunkle Gabe und die, denen sie sie verdankt, gleichermaßen vorzugehen.
Nun hat Arianna Ortega, die Herzogin des Roten Hofes, ein lange gehütetes Geheimnis Susans entdeckt, das sie gegen Harry einzusetzen gedenkt. Um diesmal davonzukommen, hat Dresden vielleicht keine andere Wahl, als seine eigen dunkle macht in vollem Umfang zu nutzen. Denn Harry will diesmal nicht die Welt retten, sondern ...
Er kämpft um das Leben seines Kindes.

Jim Butcher, geboren 26. Oktober 1971 in Independence, arbeitet hauptberuflich als Computertechniker, nachdem er bereits im Management eines Fast-Food-Restaurants tätig war und eine Zeit lang von Haustür zu Haustür zog, um Staubsauger zu verkaufen. Jim Butcher lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Missouri.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 656
    Erscheinungsdatum: 12.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867621649
    Verlag: Feder & Schwert
    Serie: Dresden Files Bd.12
    Originaltitel: Dresden Files, Changes
    Größe: 4188 kBytes
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Wandel

1. Kapitel

I ch ging ans Telefon, und Susan Rodriguez sagte: "Sie haben unsere Tochter entführt."

Ich schluckte, zählte ganz langsam bis zehn. "Wie bitte?"

"Du hast mich schon richtig verstanden, Harry." Susans Stimme klang sanft.

"Oh!", sagte ich. "Na dann..."

"Diese Leitung ist nicht sicher. Ich bin heute Abend spät in der Stadt, dann können wir reden."

"Natürlich", sagte ich. "In Ordnung."

"Harry? Ich bin nicht ... ich habe nie gewollt, dass ..." Susan unterbrach sich mit einem ungeduldigen Seufzer. Im Hintergrund hörte ich eine Lautsprecherstimme etwas auf Spanisch sagen. "Egal, dafür ist später noch Zeit. Ich muss los, sie haben unseren Flug bereits aufgerufen. Wir sehen uns dann in ungefähr zwölf Stunden?"

"Gut", sagte ich. "In zwölf Stunden. Ich werde ... ich bin hier."

Susan zögerte kurz, als wolle sie noch etwas sagen, legte dann aber doch auf.

Ich behielt den Hörer am Ohr, unfähig, mich zu rühren, bis das Telefon sein Besetztzeichen in doppelter Geschwindigkeit von sich gab.

Unsere Tochter.

Unsere Tochter, hatte sie gesagt.

Ich legte den Hörer auf die Gabel. Besser gesagt, ich versuchte es. Irgendwie landete er laut klappernd auf dem Boden.

Woraufhin sich Mouse, mein großer, grauer, zotteliger Hund, von seinem angestammten Schlafplatz in der Miniküchenzeile erhob, derer sich meine winzige Kellerwohnung rühmen konnte. Er kam herübergetrottet, hockte sich neben mich und starrte mich mit dunklem, besorgtem Hundeblick an. Nach einer Weile gab er einen leisen Seufzer von sich, hob mit dem Maul den Telefonhörer auf und legte ihn sorgsam dorthin, wohin er gehörte, um mich danach erneut besorgt und mitfühlend zu fixieren.

"Ich ..." Ich hielt inne, versuchte, das zu verarbeiten. "Kann sein, dass ich ein Kind habe."

Mouse ließ einen hohen, verwirrt klingenden Ton hören.

"Ja. Was glaubst du, wie ich mich fühle?" Ich starrte die Wand an. Dann stand ich auf und griff nach meinem Mantel. "Ich ... glaube, ich brauche was zu trinken", sagte ich. Ich nickte und konzentrierte mich darauf, an nichts zu denken. "Jawohl. So was ... ja."

Mouse gab einen bekümmerten Laut von sich und stand auf.

"Klar darfst du mitkommen", sagte ich. "Kannst mich ja notfalls hinterher nach Hause fahren."

Hupkonzerte begleiteten mich auf dem Weg ins McAnally's. Egal. Ich schaffte die Strecke ohne Zusammenstoß. Darauf kam es im Straßenverkehr schließlich an, oder? Ich steuerte meinen geliebten und immer noch zuverlässigen, wenn auch arg ramponierten alten Käfer auf den Parkplatz neben Macs Kneipe. Stieg aus, machte mich auf den Weg zur Kneipentür.

Mouse bellte leise.

Als ich mich umdrehte, stand die Wagentür noch offen. Ich hatte vergessen, sie zu schließen. Der große Hund schob sie gerade mit der Nase zu.

"Danke", sagte ich.

Seite an Seite gingen wir in den Pub.

Macs Kneipe erinnerte an das Cheers nach einer kleineren Apokalypse. Dreizehn unregelmäßig im Raum verteilte, reich mit Märchenmotiven aus der alten Welt verzierte Holzsäulen stützten die Decke. Manche der dargestellten Märchenszenen waren witzig, die meisten eher nicht. An der Decke hingen, ebenfalls unregelmäßig im Raum verteilt, dreizehn sich träge drehende Ventilatoren, dreizehn Barhocker warteten am bizarr gestalteten, aber stets auf Hochglanz polierten Tresen auf Gäste, und dreizehn Tische teilten sich den Platz im Raum, auch sie nach keinem erkennbaren Muster angeordnet.

"Jede Menge Dreizehnen hier drin", murmelte ich vor mich hin.

Es war gegen vierzehn Uhr dreißig, und mein Hund und ich waren die einzigen Anwesenden in der Bar. Ach ja: bis auf Mac natürlich. Mac war mittelgroß und von mittelschwerer Gestalt, ein Mann mit dicken, knochigen Handgelenken und einer blanken, glänzenden Glatze, die scheinbar nicht mehr zuwachsen mochte. Wie alt

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