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War was? Die Krieg-der-Sterne-Parodie von Erickson, Paul (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2015
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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War was?

Im Jahr 1977 drehte George Lucas den kleinen, aber nett gemeinten Science-Fiction-Streifen 'Star Wars'. Von Beginn an war klar, dass er nie ein großes Publikum finden würde - denn wer kann sich schon mit einer überschminkten Prinzessin, einem feigen Schmuggler, einem Riesenaffen und einem offensichtlich erkälteten Typen im schwarzen Taucherhelm identifizieren? "War Was?" erzählt nun endlich die wahre Geschichte um den Krieg der Sterne, um diesem fast vergessenen und zugleich kultigen Film doch noch die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die er verdient. Paul Erickson wurde in einer weit, weit entfernten Galaxis geboren und wuchs in einem Internat auf dem Todesstern auf. Unter seinem anspruchsvollen Mathelehrer Darth Winkel und der strengen Internatsleiterin, der Imperatorin, hat er stets gelitten. Auch die Klassenschönste, Prinzessin Leider, war schon vergeben, leider. Erst bei einem überraschenden Rebellenangriff gelang Paul Erickson die Flucht durch den Hyperraum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 05.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492971126
    Verlag: Piper
    Größe: 1289 kBytes
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War was?

Es war Abend, und Rechtszwo-Linkszwo rollte noch immer, vor sich hin pfeifend und Selbstgespräche führend. Ganz allein. Er vermisste seinen Kumpel inzwischen, vermisste es, Teil eines Duos zu sein. Doch die überzeugendsten Argumente halfen nichts, er konnte sein Team nicht zusammenhalten. Er fühlte sich noch kleiner als sonst und sah auch so aus, da zu beiden Seiten von ihm hohe Talwände aufragten. Jenseits des Tals war das Gelände uneben und felsig, unpassierbar für etwas auf Rädern, doch Rechtszwo-Linkszwo hatte sich zu einem ausgetrockneten Flussbett durchgeschlagen, das glatt war wie Linoleum. Auf der Suche nach diesem perfekten Pfad zur nächsten Siedlung hatte er viele Rückschläge erleiden müssen. Mehr als einmal hatte Rechtszwo-Linkszwo gedacht: "Könnte ich doch nur fliegen wie ein Dalek. Diese Typen sind auch nicht größer als ich, und trotzdem sind sie viel geiler!" Doch er zeigte bewundernswerten Schneid, überließ sich nicht der Hoffnungslosigkeit, und seine positive Einstellung zahlte sich einmal mehr aus. Er düste fast so schnell wie ein Golfwagen dahin. In Nullkommanichts würde er die Siedlung erreichen. Das glaubte er jedenfalls.

Sah er da etwa Augen, die ihn von hinter den Felsbrocken gierig anglotzten? Gelbe Augen unter dreckigen Kapuzen, die wie billige, aber bedrohliche Energiesparbirnen glühten? Lieber rasch weitergerollt! Wahrscheinlich war es nur seine Robotereinbildung.

Ein paar Steine kullerten über den Weg. Manche von ihnen waren faustgroß, zu groß, um darüber hinwegzurollen. Und so änderte er den Kurs, um dem Geröll auszuweichen, denn er wollte lieber weiterfahren, als "Wer ist da?" zu rufen. Ihm entfuhr ein ängstliches Stöhnen, doch er meisterte seine Ängste, baute sich mit Selbstgesprächen auf und rollte weiter seines Weges.

So gelangte er an eine Stelle, wo der Pfad steil abfiel, fast fünf Prozent. Er machte sich an den Abstieg. Für eine Rechtszwo-Einheit war ein solches Gefälle äußerst gefährlich, aber sein Geheimauftrag und womöglich auch seine Existenz hingen davon ab, dass er den gelbäugigen Teufeln entkam. Er hoffte, dass sie ihn nicht mit Golfwagen verfolgen würden.

Es machte schon fast den Eindruck, als würde er es an einem Stück schaffen, als eine der Kreaturen hinter einem kleinen Felsen hervorsprang. Die Kreatur war ebenfalls ziemlich klein, aber größer als Rechtszwo. Sie war bewaffnet und stieß einen unnötigen Schlachtruf aus, wie man ihn manchmal aus der Küche eines zweifelhaften Imbissrestaurants hören konnte. Aus der karabinerartigen Waffe schoss eine gewaltige Wolke aus Rauch hervor und ein elektrischer Blitz, der Roboter lahmlegte.

Diese Geschöpfe namens Wawas lungerten in der Wüste an ebenen Pfaden herum, die von verirrten Robotern frequentiert wurden, um diese zu fangen und zu versklaven. Zwar gab es nicht viele verirrte Roboter zu fangen, aber immerhin mehr, als man meinen sollte, und auf jeden Fall genug für die bescheidenen Wawas. Davon lebten sie schon seit Jahrtausenden. Vor der Erfindung ihrer elektrischen Statikgewehre hatten ihre Vorfahren die Roboter gelähmt, indem sie erst die Füße am Teppich gerieben und ihre Opfer dann mit bloßen Händen berührt hatten.

Ein kleinerer Wawa tauchte neben dem Schützen auf und ergötzte sich an der Statik, die rund um Rechtszwo knisterte. Nach einigen Augenblicken gab der Roboter ein klägliches Ächzen von sich, fuhr sein vorderes Stützrad ein, verharrte kurz in Habachtstellung, bekam auf dem abschüssigen Pfad Übergewicht nach vorn und fiel auf die Nase. Streng genommen hatte er keine Nase, was gut war, denn der Sturz hätte der gewiss nicht gutgetan. Beim Aufprall war ein seltsames Klappern zu hören, als wäre eine leere Blechmülltonne umgefallen.

Großspurig gestikulierte der Schütze zu den Kollegen zu seiner Rechten. Quasselnd flitzten weitere Wawas herbei und drängten sich um den Gefallenen. Sie rannten wild fuchtelnd hin und her. Ihr Quasseln war sogar

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