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Wild Cards - Der höchste Einsatz Roman von Martin, George R. R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2016
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Wild Cards - Der höchste Einsatz

Wahre Superhelden kennen keine Skrupel
Immer mehr Kinder werden in Afrika in ein geheimes Labor verschleppt, wo sie absichtlich mit dem Wild-Cards-Virus infiziert werden. Die meisten sterben oder mutieren auf schreckliche Weise. Doch einige wenige werden zu Assen mit superheldengleichen Kräften und anschließend gezwungen, für das People's Paradise of Africa zu kämpfen. Dahinter steckt Radical, das wahrscheinlich mächtigste Ass der Welt, der endgültig dem Wahnsinn verfallen ist. Das Kommitee - die Ass-Eingreiftruppe der UNO - muss ihn aufhalten. Doch der Radical ist der tödlichste Gegner, dem sie sich je gegenübergesehen haben.

George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos Das Lied von Eis und Feuer wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie Game of Thrones verfilmt. George R.R. Martin wurde u. a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 24.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641159313
    Verlag: Penhaligon
    Originaltitel: Wild Cards - Suicide Kings
    Größe: 1400kBytes
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Wild Cards - Der höchste Einsatz

Donnerstag, 26. November

Thanksgiving

Guit Distrikt

Der Sudd, Sudan

Arabisches Kalifat

Von hier oben war alles so eindeutig.

Links waren die Simba-Brigaden, die Streitkräfte des People's Paradise of Africa. Sie waren dummerweise in ein Gebiet vorgedrungen, das gerade mal ein paar Quadratmeilen maß und in den Papyrussümpfen im südlichen Sudan lag, im sogenannten Sudd. In der bleichen sudanesischen Morgensonne glitzerten die Gefechtsstellungen, die sie mit Bulldozern eingegraben und hinter Gebüsch und kleinen Baumgruppen versteckt hatten. Es waren vor allem indische Vijayanta-Panzer und britische Mark III aus Nigeria, die im Grunde denselben Panzertyp darstellten. Sporadisch waren sie von den Schutzpatronen des PPA , den Chinesen, aufgerüstet worden.

Neben den Kampfpanzern lagen Panzerwagen, Spähpanzer und mechanisierte Infanterietruppen von einigen tausend Mann Stärke in Stellung. Sie bestanden aus altgedienten Veteranen des Kriegs, der zur Befreiung und Vereinigung Zentralafrikas geführt hatte. Die Truppen waren von gnadenlos ausgebildeten Nigerianern durchsetzt. Unter der Anleitung indischer Offiziere hatten sie versucht, den Feind, der an diesem namenlosen oder zumindest nicht dauerhaften Zufluss oder Seitenarm des Nils an Land ging, abzufangen, bevor er auf manövrierbares Gelände gelangte. Jetzt lieferten sie sich eine verzweifelte Schlacht gegen die zahlenmäßige Übermacht der Panzer und Truppen des Kalifats, ausgerüstet mit leichten Geschützen und Raketen.

Die Panzergeschütze hallten wie Donner. Raketen schossen hervor und zogen Striche aus flauschigem weißem Rauch hinter sich her. In der feuchten Luft, die so schwer war, dass der am Himmel kreisende Mann beinahe meinte, darauf laufen zu können, verflüchtigte sich der Rauch langsam. Fahrzeuge verwandelten sich plötzlich in Feuerbälle, und die tödlichen Explosionen lösten Schockwellen aus, die sich ringförmig ausbreiteten und auf die nackte, blasse Gesichtshaut des Mannes einprügelten. Säulen aus schwarzem Rauch und roten Flammen trugen den Geruch verbrannten Benzins in den Himmel. Für Augenblicke wurde der Gestank der faulenden Sumpfvegetation vom säuerlichen Treibstoffqualm überdeckt, danach roch man das trügerische Grillaroma verbrannten Menschenfleischs.

Er war zu weit oben, um die Schreie zu hören. Nicht dass man sie aus dem kolossalen, erdrückenden Lärm der modernen Kriegsführung herausgehört hätte.

Unter dem Schutz russischer Panzerflussschiffe rollten die Streitkräfte des Kalifats von den Barken an Land. Die grünen Flaggen, die sie gehisst hatten, wurden vom selben Wind gekräuselt, der auch die kackbraune Oberfläche des Flusses in träge Bewegung versetzte. Auch die Kampffahrzeuge stammten größtenteils aus Russland. Flache T-75 und ein paar moderne T-90 führten den Vorstoß an, gefolgt von Staffeln aus BMP -1 und -3 mit schnarrenden 30-Millimeter-Maschinengeschützen und lasergeführten Panzerabwehrgeschossen, die aus niederen Geschütztürmen hervorschossen.

Nachdem das PPA anfangs Erfolge verzeichnet hatte, zahlte sich die zahlenmäßige Überlegenheit der Kalifatstruppen nun doch aus. Da sie ihre Position durch eigenes Feuer verrieten, wurden ihre Jagdpanzer und Artilleriestellungen schnell zerstört. Die Armee der Angreifer nahm die klassische Halbmondformation des Islam ein, indem sie zwei lange Seitenflügel bildete, die ihre Feinde halbkreisförmig umschlossen. Jetzt konnten die Infanteristen aus den gepanzerten Truppentransportern springen, die Feinde aufspüren und töten. Doch trotz hoher Verluste hielten die in Tarnfarben gekleideten Veteranen des PPA hartnäckig stand und kämpften weiter.

So hoch über der Erde, die Wolken am Himmel durchschneidend, kümmerte es den Mann nicht, ob er gesehen wurde. Natürlich war es besser, wenn man ihn nicht sah, denn so war der Überraschungseffekt größer. Nicht dass es auf den

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