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Wild Cards - Die Hexe von Jokertown Roman von Martin, George R. R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2019
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Wild Cards - Die Hexe von Jokertown

Brutal, skrupellos, pure Action - Urban Fantasy von George R.R. Martin ist einfach cool.
"Wild Cards" ist die spektakuläre Superhelden-Reihe des "Game of Thrones"-Erfinders, in der sich Asse und Joker bekriegen: Die kaltblütige Hexe Baba Yaga zwingt Joker an illegalen Käfigkämpfen in Kasachstan teilzunehmen. Doch ihr Plan ist noch teuflischer: Die Kämpfer müssen sterben, damit der Hexe ein Monster aus einer anderen Dimension gewogen bleibt. Aus New York wird ein Team an Assen zur Ermittlung ausgesandt. Einer nach den anderen fällt der Hexe zum Opfer - bis ein einziger bleibt, um die Welt zu retten.

George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie "Game of Thrones" verfilmt. George R.R. Martin wurde u.a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 816
    Erscheinungsdatum: 21.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641236380
    Verlag: Penhaligon
    Originaltitel: Wild Cards - High Stakes
    Größe: 3365 kBytes
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Wild Cards - Die Hexe von Jokertown

Barbara Baden - das Ass Babel - starrte durchs offene Fenster. Oben floss die Milchstraße als herrlicher vielfarbiger Strom im Bogen über den Nachthimmel - bestäubt mit einer Vielzahl von Sternen, die Barbara seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. In New York City konnte man von Glück sagen, wenn man am von Stadtlichtern und Smog verseuchten Himmel auch nur so prominente Konstellationen wie den Orion ausmachen konnte. Hier in Peru, auf dem Machu Picchu, mitten im Gebirge mit seiner dünnen Luft und fern jeglicher Stadtbeleuchtung, tobten sich die Sterne in all ihrer Pracht aus. Unten, an den steilen Hängen, lag eine neue Stadt, eine Zeltstadt. Viele Zelte leuchteten von innen, und alle glänzten im silbernen Licht des Halbmonds, der über die Hänge des Huayna Picchu kroch, des Gipfels, in dessen Schatten die Inkaruinen lagen.

In den Zelten hausten einige der Komitee-Asse: Earth Witch, Bugsy, Tinker, Llama, Brave Hawk und Toad Man. Und auch UNO-Soldaten. Klaus und Barbara jedoch hatten - wie auch UNO-Generalsekretär Jayewardene - richtige Zimmer in einem der wiederaufgebauten Häuser weit oben am Hang für sich requiriert. Das war einer der Vorteile, wenn man das Kommando hatte.

»Schön hier, nicht wahr?«, hörte sie Klaus - für beinahe alle anderen hier oben war er Lohengrin - hinter sich sagen, und seine Arme legten sich um sie. Sie ließ es zu und lehnte sich an ihn. Als er den Kopf neigte, spürte sie seine Augenklappe über ihren Schädel schaben, und sie betrachtete seine Arme. Seine Haut war trocken, und auf seinen Handrücken bildeten sich schon feine Fältchen. Sie waren nun beide schon weit über dreißig, und in der Ferne blitzte schon die gefürchtete Vierzig auf. Vor acht Jahren, als sie Klaus kennengelernt hatte, war ihr dieser Gedanke völlig unmöglich erschienen. Doch auch ihre Hände, die auf denen von Klaus lagen, sahen nicht mehr so jung aus wie früher, und sie hatte Mühe, ihr Gewicht zu halten. Gelegentlich zeigten sich unter ihren kurzen braunen Haaren auch ein paar graue Exemplare. Sie hatte den Kampf gegen die Falten um die Augen bereits aufgegeben. »Man kann verstehen, wieso die Inkas diesen Ort zu ihrer Hauptstadt machen wollten. Und war es nicht gut von mir, dass ich das organisiert habe?«

»Du meinst 'wir', oder?«, fragte sie und spürte sein Lachen mehr, als dass sie es hörte.

»Klar. Wir.«

Das Komitee war in Peru eingeschritten, als absehbar geworden war, dass hochkochende innere Streitereien zu Todesopfern führen würden. Gegenüber standen sich zum einen die Rebellen des Neuen Leuchtenden Pfads, die für die Rückkehr zu den Strukturen des Inkareichs und den Sturz der peruanischen Regierung und der sie am Leben haltenden militärischen Seilschaften eintraten. Angeführt wurden die Rebellen von Assen: Lorra (besser bekannt als Cocomama) und Curare, einem froschhaften Jokerass, dessen Haut und Zunge Gift absonderten.

An der Spitze der peruanischen Regierung saß Präsidentin Keiko Fujimori, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori. Als angeblich demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt erhielt sie Unterstützung der Staatschefs anderer südamerikanischer Staaten, vor allem von jenen Präsidenten, die selbst Aufstände und Putschversuche zu fürchten hatten. Hinter der peruanischen Regierung stand freilich der Militärapparat, eine gut ausgerüstete Armee mit Waffen, die vielleicht nicht ganz auf der Höhe der Zeit waren, aber dennoch Massenvernichtungen verursachen konnten. Präsidentin Fujimori hatte in ihren letzten Reden deutlich gemacht, dass sie entschlossen war, diese einzusetzen, sollte sie dazu gezwungen sein.

Die UNO-Truppen mit Jayewardene an der Spitze waren vor zwei Wochen eingetroffen, als in der Nähe des Machu Picchu gerade die ersten ernsthaften Zusammenstöße stattgefunden hatten. Die Rotorblätter der UNO-Hubschrauber hatten das Laub rings um die Lichtung aufgewirbelt und alles Grün zu einem

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