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Wolfsjagd Die dunklen Fälle des Harry Dresden 2 von Butcher, Jim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.04.2012
  • Verlag: Feder & Schwert
eBook (ePUB)
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Wolfsjagd

Chicago wird von einer Mordserie in Angst und Schrecken versetzt - alle vier Wochen, wenn der Vollmond fahl am Himmel steht, sterben in der Stadt unzählige Menschen. Fallen sie einem Psychopathen zum Opfer? Einer Gang? Oder etwas ganz anderem? Harry Dresden, Privatermittler mit besonderen Fähigkeiten und Polizeiinformant wider Willen, wird schneller, als ihm lieb ist, in diesen Fall verwickelt. Immer wieder kreuzen dabei Menschen seinen Weg, die ein dunkles Geheimnis haben: Im Schutz der Dunkelheit verwandeln sie sich - und jagen.

Jim Butcher, geboren 26. Oktober 1971 in Independence, arbeitet hauptberuflich als Computertechniker, nachdem er bereits im Management eines Fast-Food-Restaurants tätig war und eine Zeit lang von Haustür zu Haustür zog, um Staubsauger zu verkaufen. Jim Butcher lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Missouri.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 03.04.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867621229
    Verlag: Feder & Schwert
    Serie: Dresden Files Bd.2
    Originaltitel: Fool Moon
    Größe: 3266 kBytes
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Wolfsjagd

1. Kapitel

N ormalerweise achte ich nicht weiter auf den Wechsel der Mondphasen. Daher wusste ich auch nicht, dass es eine Nacht vor Vollmond war, als sich im McAnally's eine junge Frau zu mir setzte und mich bat, ihr alles über eine Sache zu erzählen, die sie angeblich umbringen konnte.

"Nein", erwiderte ich. "Kommt überhaupt nicht in Frage." Ich faltete den Zettel mit den drei konzentrischen Kreisen filigraner Symbole zusammen und schob ihn über die Tischpatte aus poliertem Eichenholz zurück.

Kim Delaney runzelte erbost die Stirn und strich sich eine glänzende dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht. Die junge Frau war groß, wohlproportioniert und auf eine altmodische Art hübsch mit ihrer hellen, schönen Haut und den runden Wangen, die sich oft zu einem Lächeln verzogen. Im Augenblick allerdings lächelte sie nicht.

"Ach, nun kommen Sie schon, Harry", sagte sie. "Es gibt außer Ihnen keinen anderen praktizierenden Berufsmagier in Chicago, niemand sonst kann mir helfen." Sie beugte sich vor und sah mich eindringlich an. "Ich finde nirgends Hinweise auf diese Symbole. Niemand in den Zirkeln in der Umgebung scheint sie zu kennen. Sie sind der einzige echte Magier, von dem ich je gehört habe. Ich will doch nur wissen, was das hier zu bedeuten hat."

"Nein", erklärte ich ihr. "Das wollen Sie nicht wissen. Es ist besser, wenn Sie diese Kreise vergessen und sich mit etwas anderem beschäftigen."

"Aber ..."

Mac winkte mir und schob zwei dampfende Teller auf die polierte, unebene Eichentheke. Als er zwei Flaschen seines selbstgebrauten Brown Ale daneben stellte, lief mir das Wasser im Mund zusammen.

Ein eher unbehagliches Geräusch war dagegen aus Richtung meines Magens zu vernehmen, der fast so leer war wie meine Brieftasche. Ich hätte es mir keinesfalls leisten können, an diesem Abend auszugehen, doch Kim hatte mich eingeladen, weil sie beim Essen mit mir reden wollte. Ein Steak entsprach zwar nicht ganz meinen gewohnten üppigen Portionen, aber ich genoss ihre Gesellschaft, und sie war eine ehemalige Schülerin von mir. Viel Geld hatte sie nicht, doch ich besaß sogar noch weniger als sie.

Trotz meines knurrenden Magens stand ich nicht sofort auf, um die Teller zu holen. (In McAnally's Pub gibt es keine Bedienung. Mac vertritt die Ansicht, wer nicht in der Lage sei, sich das Essen selbst zu holen, habe auch nichts bei ihm zu suchen.) Ich sah mich kurz um und betrachtete die ungemütliche Kombination von niedrigen Decken und träge rotierenden Ventilatoren, die dreizehn geschnitzten Holzsäulen, die dreizehn Fenster und die dreizehn Tische, die bewusst asymmetrisch aufgestellt waren, um die magischen Rückstände aufzulösen und zu verstreuen, die sich manchmal in der Nähe hungriger (sprich: wütender) Magier sammelten. Das McAnally's war ein sicherer Zufluchtsort in einer Stadt, in der niemand an die Magie glaubte. Viele Berufskollegen kehrten hier ein, um etwas zu essen.

"Hören Sie, Harry", sagte Kim, "ich will doch nichts Schlimmes damit anstellen. Ich verspreche es Ihnen. Es geht mir nicht um eine Beschwörung oder einen Bann. Mein Interesse ist rein akademisch. Eine Sache, über die ich mir schon länger Gedanken mache." Sie beugte sich vor, legte ihre Hand auf meine und blickte mir ins Gesicht, ohne mir in die Augen zu sehen. Diesen Trick beherrschen nur wenige derjenigen, die unsere Kunst nicht ausüben. Sie grinste und offenbarte dabei ihre tiefen Grübchen.

Unterdessen knurrte schon wieder mein Magen, und ich blickte sehnsüchtig zum Essen auf der Theke. "Ganz sicher?", fragte ich sie. "Sie wollen es nur wissen, weil Sie neugierig sind? Sie wollen es nicht für irgendwas benutzen?"

"Großes Ehrenwort", bekräftigte sie.

Ich runzelte die Stirn. "Also, ich weiß nicht ..."

"Nun hören Sie schon auf, Harry." Sie lachte mich aus. "Es ist doch wirklich keine große Sache. Wenn Si

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