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Zwergenkinder #1 und 2: Doppelband Abenteuer aus dem Zwischenland der Elben von Bekker, Alfred (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Zwergenkinder #1 und 2: Doppelband

Fantasy von Alfred Bekker. Abenteuer aus dem Zwischenland der Elben. Der Umfang dieses Buchs entspricht 323 Taschenbuchseiten. Dieses Buch enthält die beiden Romane: Alfred Bekker: Die Magie der Zwerge Alfred Bekker: Die Zauberaxt der Zwerge Mit einem Titelbild von Steve Mayer. Das Zwischenland ist in großer Gefahr. Um sie abzuwenden, folgt der Elbenkrieger Lirandil einer alten Prophezeiung. Drei Zwergenkinder muss er finden: Eines ist ein Zauberlehrling, eines kennt die Zukunft und eines hat die Kraft und das Geschick eines Schmieds. Diese drei ahnen noch nicht, dass nur sie allein die Macht haben, ihre Welt vor dem Untergang zu bewahren. Wird ihnen das gelingen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 302
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739629476
    Verlag: BookRix
    Größe: 708 kBytes
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Zwergenkinder #1 und 2: Doppelband

Tomli, der Zauberlehrling

"Heya! Vorwärts!", rief Tomli. Der Zwergenjunge saß auf einem zweibeinigen Laufdrachen, dessen Vorderfüße tief in den Wüstensand einsanken.

Das Tier öffnete sein Maul und brüllte laut. Dabei zischte eine Stichflamme zwischen seinen mächtigen Zähnen hervor, und es ruderte mit den kleinen Stummelärmchen, die ihm unterhalb des Kopfes aus dem Körper wuchsen.

"Lass das!", rief der Zwergenjunge. "Die Luft flimmert hier ohnehin schon vor Hitze! Willst du etwa, dass sich mein Bart entzündet?"

Tomli war zwar noch ein Junge, aber auch junge Zwerge hatten schon Bärte. Alle Angehörigen des Zwergenvolkes trugen sie. Die Zwerge kamen schon damit auf die Welt, und auch wenn Tomlis Bart noch lange nicht so dicht und lang war wie der eines erwachsenen Zwergs, so bedeckte er doch den Großteil seines Kinns und der Wangen. Später einmal, wenn er alt genug war, würde er ihn sich vielleicht flechten, so wie sein Lehrmeister Saradul, dessen Bart vermutlich bis zum Boden reichen würde, hätte er ihn nicht zu sieben Zöpfen geflochten.

"Na, wirst du wohl, du faules Drachenvieh!", rief Tomli, als der Laufdrache nun endgültig stehen blieb und durch ein weiteres, noch empörteres Brüllen deutlich machte, dass er unter gar keinen Umständen mehr bereit war, auch nur einen seiner Krallenfüße vor den anderen zu setzen.

Heißer, übel riechender und schwefelhaltiger Qualm drang aus seinem Maul, dann machte der Drache einen Sprung und krümmte gleichzeitig den Rücken, sodass Tomli in hohem Bogen aus dem Sattel flog.

Der Zwergenjunge landete jedoch weich im Sand.

Während der Laufdrache schnaubte, rappelte sich Tomli auf. Er zog sich das Wams aus grober Zwergenwolle glatt und rückte das Kurzschwert zurecht, das er am Gürtel trug. Dann hob er den Helm auf, den er beim Sturz verloren hatte. Doch bevor er ihn sich wieder aufsetzte, schüttelte er zunächst den Sand heraus.

Der Laufdrache stand da und sah ihn mit seinen rötlich schimmernden Augen an.

Tomli überlegte, ob er einen der Zaubersprüche anwenden sollte, die ihm sein Lehrmeister Saradul beigebracht hatte. Schließlich war Tomli ein Zauberlehrling, und ein Laufdrache war auch durch einfache Zwergenmagie zu beeinflussen.

"So warte doch auf mich!", vernahm er da einen Ruf, und im nächsten Moment kam ein weiterer Laufdrache über die Dünenkette gelaufen, die Tomli eben hinter sich gebracht hatte. Im Sattel saß niemand anders als sein Meister - Saradul, einer der wenigen Zauberer unter den Zwergen.

Sein Haar war schon ganz weiß, doch das hatte nichts mit seinem Alter zu tun. Meister Saradul war gerade mal etwas über zweihundert Jahre alt, und auch wenn Zwerge lange nicht so alt wie die fast unsterblichen Elben wurden, so bekam niemand von ihnen weiße Haare, nur weil er bereits seinen zweihundertsten Geburtstag gefeiert hatte.

Tomli hatte Gerüchte darüber gehört, dass Meister Saraduls weiße Haare von einem magischen Experiment herrührten, das ihn zu viel Kraft gekostet hatte. Aber Meister Saradul weigerte sich, mit seinem jungen Schüler darüber zu sprechen.

Auch Saraduls Laufdrache schien keine Lust mehr zu haben, den Weg fortzusetzen. Aber der Zaubermeister kannte ein paar Formeln aus der Zwergenmagie, die den freien Willen des Laufdrachen außer Kraft setzten.

Saradul atmete tief durch. "Hier ist ein guter Ort für die heutige Lehrstunde", sagte er und glitt aus dem Sattel. Dabei hielt er seinen Helm fest.

Wie alle Zwerge war er breitschultrig und kräftig. Seine Beine waren allerdings verhältnismäßig kurz - kürzer als die von Menschen, die im Land der Zwerge "Rhagar" genannt wurden.

"Laufdrachen sind nichts für lange Strecken", meinte Tomli. "Für eine Reise in die Wüste sollten wir nächstes Mal ein Schiff der Sandlinger nehmen. Für unsere Laufdrachen haben wir uns eigentlich schon zu weit von der Stadt entfernt."

"Ja, ich weiß", stimmte Saradul ihm zu.

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