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Zwielicht Die dunklen Juwelen 4 von Bishop, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2009
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Zwielicht

Magisch, dunkel, erotisch Die atemberaubende Rückkehr in die Welt des Blutes: In Zwielicht wird Lucivar vor eine grausame Wahl gestellt, Saetan begeht seinen größten Fehler und der charismatische Daemon muss sich für seine Liebe noch einmal seiner dunklen Seite zuwenden. Die New Yorkerin Anne Bishop, seit ihrer Kindheit von Fantasy-Geschichten begeistert, veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Romane, bevor ihr mit dem preisgekrönten Bestseller 'Dunkelheit' der internationale Durchbruch gelang. Ihre ebenso ungewöhnliche wie faszinierende Saga 'Die schwarzen Juwelen' zählt zu den erfolgreichsten Werken moderner Fantasy.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 09.10.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641028558
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Dreams Made Flesh (Black Jewels 4)
    Größe: 610 kBytes
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Zwielicht

1 Lucivar Yaslana stand am äußeren Ende des mit Steinplatten gefliesten Hofes seines neuen Zuhauses und genoss die frühe Morgensonne, die begonnen hatte, die Fliesen unter seinen Füßen zu erwärmen. Die Bergluft war kalt auf der bloßen Haut, und der frische Kaffee, den er aus einer einfachen wei ßen Tasse schlürfte, schmeckte so bitter, dass sich alles in seinem Inneren zusammenzog. Der Kaffee mochte nicht die gleiche würzige Milde aufweisen wie der Kaffee, den Mrs. Beale für den Tisch seines Vaters kochte, aber er war nicht schlechter als der Kaffee, den Lucivar braute, wenn er auf die Jagd ging und eine Nacht im Freien verbrachte. Schlechter konnte das Gesöff auch nicht sein, denn er hatte es auf dieselbe Art und Weise zubereitet. Er warf einen Blick über die Schulter zu der offenen Tür, die in das Labyrinth aus Zimmern führte, aus denen sein Horst bestand. Manche der Räume waren in den lebenden Fels gehauen worden, andere hatte man aus den Steinbrocken errichtet, die man auf diese Weise erhalten hatte. Das Ergebnis wäre ein Alptraum für jegliches Volk gewesen, das bei einem Bau gerade Linien und Winkel zu schätzen wusste. Doch für einen Eyrier war es einfach ideal. Und dieser spezielle Horst gehörte nun ihm. Lächelnd schloss er die goldenen Augen und legte den Kopf in den Nacken, um die Sonne auf seinem Gesicht zu spüren. Nachdem er langsam die dunklen Flügel geöffnet hatte, genoss er das Gefühl der Sonnenstrahlen und der kühlen Luft auf seinen Schwingen und der hellbraunen Haut. In all den siebzehnhundert Jahren, die er auf der Welt war, hatte er niemals ein Zuhause besessen, bis es vor drei Jahren zu einem Wiedersehen mit seinem Vater gekommen war - dem Mann, dem man aufgrund der Intrigen von Dorothea, der Hohepriesterin von Hayll, seine beiden jüngsten Söhne entrissen hatte. Ein Mann, der niemals den Verrat vergessen oder vergeben hatte, der bei ihnen allen tiefe Narben hinterlassen hatte. Lucivar hatte gerne in seiner Zimmerflucht auf Burg SaDiablo gewohnt, aber die Burg war nun einmal das Haus seines Vaters. Dieser Ort hier gehörte ihm. Einzig und allein ihm. Yas? Nun ja, vielleicht nicht ganz. Lucivar schlürfte seinen Kaffee und beobachtete den jungen Wolf, der auf ihn zugetrottet kam. Das Jungtier war alt genug gewesen, um das Rudel zu verlassen, das in den nördlichen Wäldern des Anwesens von Lucivars Vaters lebte, doch er hatte nicht in das Territorium zurückgewollt, das die meisten verwandten Wölfe ihre Heimat nannten. Tassle war in der Nähe von Menschen aufgewachsen und wollte mehr über sie erfahren. Allerdings gab es immer noch nicht viele Orte, an denen die wild lebenden verwandten Wesen gefahrlos in den Territorien der Menschen existieren konnten - und es gab immer noch nicht viele Menschen außerhalb von Jaenelle Angellines Hof, denen es kein Unbehagen bereitete, mit einem Tier zu leben, das über dieselbe Macht wie ein menschlicher Angehöriger des Blutes verfügte. Da Lucivar mittlerweile über genügend Ländereien verfügte, in denen ein Wolf umherstreifen konnte, fiel es ihm nicht schwer, sein Zuhause mit dem Tier zu teilen. Tassle , dachte Lucivar und hob die Kaffeetasse an die Lippen, um sein Lächeln zu verbergen. Wie kam man darauf, einen Wolf und Krieger Tassle zu nennen? "Guten Morgen. Gibt es etwas Interessantes zu riechen?" Ja, Yas, du trägst deine Kuhhaut nicht. "Es heißt Leder." Natürlich wusste Tassle das ganz genau. Aber so wie die Menschen hatten auch verwandte Wesen Vorurteile. Wenn sich ein Gegenstand auf eine Art und Weise beschreiben ließ, die auf das Tier verwies, von dem er stammte, ignorierten sie das entsprechende Menschenwort. Sie betrachteten die Welt von ihrem eigenen, pelzigen Blickwinkel aus, was Lucivar nicht weiter störte, da es keine zwei Menschen gab, und schon gar nicht zwei Spezies, welche die Welt auf genau dieselbe Weise wah

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