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Cappuccino für die Seele Was Ihnen wohltut und neue Kräfte gibt von Vredevelt, Pam (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.02.2015
  • Verlag: SCM Collection im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
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Cappuccino für die Seele

Jede Frau braucht Zeiten, in denen Geist und Seele zur Ruhe kommen: kleine 'Cappuccino-Pausen', die ermutigen und Kraft tanken lassen. Denn wenn man Gott Raum im Leben gibt, kann es gelingen, den Alltag mit seinen oft zermürbenden Anforderungen zu bewältigen und gleichzeitig das Leben aus tiefstem Herzen zu lieben. Stand: 13. Auflage 2014

Pam Vredevel ist Seelsorgerin und ausgebildete Therapeutin. Sie hat bereits mehrere Bücher geschrieben und ist eine beliebte Referentin in den Vereinigten Staaten. Mit ihrem Mann und den drei Kindern lebt sie in Gresham, Oregon.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 10.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783789321078
    Verlag: SCM Collection im SCM-Verlag
    Originaltitel: Espresso for a Woman's Spirit
    Größe: 3572kBytes
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Cappuccino für die Seele

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
KAPITEL 2

Quellen in der Wüste

Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben.
Jesaja 55,3; Hfa

"Pam, da ist ein dringender Anruf für dich aus der Schule. Nathan ist verschwunden. Sie haben die ganze letzte halbe Stunde nach ihm gesucht und können ihn nicht finden. Deshalb wollen sie jetzt die Polizei rufen." Mit besorgtem Gesicht stand meine Sekretärin in der Bürotür.

Die Nachricht hätte wohl jeder Mutter eiskalte Schauer über den Rücken gejagt. Aber bei mir wurde die Angst noch dadurch verstärkt, dass Nathan das Down-Syndrom hat. Ihm fehlt bei seinen Ausflügen das Sicherheitsventil, das gesunder Menschenverstand und Reife sonst bieten. Wenn keine Erwachsenen da sind, um ihn zu beaufsichtigen, nimmt die Gefahr, dass Nathan etwas zustößt, überproportional zu.

Das Adrenalin jagte mir durch die Venen, als ich nach dem Telefonhörer griff, den meine Sekretärin mir entgegenstreckte. "Hallo, hier ist Vredevelt", meldete ich mich und versuchte, möglichst ruhig zu erscheinen.

"Frau Vredevelt", hörte ich Nathans Lehrerin. "Irgendwie ist Nathan während der Pause vom Schulhof verschwunden. Wir haben ihn überall gesucht. Der Rektor lässt auch die Nachbarschaft absuchen. Unsere Mitarbeiter durchkämmen das Schulgelände und die angrenzenden Grundstücke. Wir werden jetzt auch die Polizei um Hilfe rufen."

"Ich komme."

Bis ich am Auto war, krampfte sich mein ganzer Magen zusammen. Mir war, als hätte ich einen Klumpen groß wie ein Tischtennisball im Hals. Es ist erstaunlich, was Angst mit unserem Körper anstellt.

Ich redete mir selbst gut zu: "Ist ja gut, Pam. Beruhige dich. Gott weiß genau, wo Nathan ist. Jede Menge Leute suchen ihn. Ganz ruhig. Mach dir keine falschen Ängste. Du bist niemandem eine Hilfe, wenn du jetzt durchdrehst. Komm, entspann dich. In fünf Minuten bist du in der Schule."

So sah mein Plan aus.

Aber Sie wissen ja, wie das mit Plänen geht.

Als ich den Zündschlüssel drehte, wies mich ein Summton darauf hin, dass der Tank leer war. Ich hatte eigentlich am Morgen auf dem Weg zur Arbeit tanken wollen, aber da ich etwas spät dran war, hatte ich es gelassen. Bis zum Büro würde ich es gerade noch schaffen, hatte ich gedacht, und könnte dann auf dem Heimweg tanken.

Was meinen Sie, was eine ausgebildete Therapeutin in einer solchen Situation tut? Reagiert sie ganz rational und sagt sich: "Hmm. Sieht aus, als müsste ich tanken"? Bewahrt sie Haltung, zuckt gleichgültig mit den Achseln und sagt: "Na schön, was soll's"? Oder schlägt sie die Hände über dem Kopf zusammen, ruft der Benzinanzeige ein verzweifeltes "O nein!" zu und bricht dann in Tränen aus?

Nun, Sie haben sicher richtig geraten. Nicht nur die Tankanzeige war im Moment am Anschlag. Nach meinem kleinen Anfall schaffte ich es immerhin, mich etwas zusammenzureißen, damit ich beten konnte: "Bitte, Herr, hilf, dass ich es noch bis zur Tankstelle am Weg zur Schule schaffe."

Er half mir. Aber ich hätte wohl auch für die Leute an der Tankstelle beten sollen, denn sie waren langsamer als jede Schnecke. Ein paar l-a-n-g-e Minuten saß ich in meinem Auto und wartete – ich war die einzige Kundin – und niemand kam. Falls Gott meine Geduld auf die Probe stellen wollte, habe ich jämmerlich versagt. Nachdem ich eine Zeit lang gewartet hatte, ging ich in den Kiosk und sagte: "Könnte mir wohl jemand helfen? Ich hab's eilig. Mein kleiner Sohn ist verschwunden und ich muss

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