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Das Buch der Blumen von Rygiert, Beate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2020
  • Verlag: Arche Literatur Verlag AG
eBook (ePUB)
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Das Buch der Blumen

In zwölf Kapiteln stellt dieses Buch zwölf Blumen vor. Eine schöner als die andere, eine bunter als die andere und eine überraschender als die andere. Die Bestsellerautorin Beate Rygiert ist von Blumen begeistert, seit sie mit fünf Jahren ein eigenes Beet bekam. Sie erzählt von ihrem ersten Sommer als Gärtnerin und den großen Schönheiten der Blumenwelt, aber auch von den oft übersehenen Blüten am Wegesrand. So bindet sie einen leuchtenden und duftenden Strauß - das perfekte Geschenk! Am besten erholt sich die Bestsellerautorin Beate Rygiert in ihrem Blumengarten. Nach dem Studium der Theater- und Musikwissenschaften sowie der italienischen Literatur in München und Florenz war Rygiert mehrere Jahre Musikdramaturgin an verschiedenen deutschen Bühnen. Heute lebt sie mit ihrem Mann im Schwarzwald und widmet sich ausschließlich dem Schreiben - und den Blüten in ihrem Garten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 13.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783037901236
    Verlag: Arche Literatur Verlag AG
    Größe: 1147 kBytes
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Das Buch der Blumen

Die Rose

Königin mit Dornenkrone

Ein heißes Bad mit Rosenduft - gibt es etwas Wohltuenderes? Die Anspannung nach einem ausgefüllten Arbeitstag, nach heftigen Diskussionen und einer langen To-do-Liste lösen sich im Nu auf, wir schließen Frieden mit der Welt, und was noch wichtiger ist: mit uns selbst. Nach neuen Forschungen soll uns der Duft von Rosen angenehme Träume schenken, vielleicht ist dies der Grund, warum Dornröschen ausgerechnet von einer Rosenhecke umrankt so lange schlief. Die Blüte ist zart, doch der Stock trägt Dornen - die botanisch korrekt eigentlich Stacheln sind -, so als müsste sie sich angesichts ihrer Attraktivität schützen. Den Schutzwall durchdringt nicht jeder, und das ist gut so. Die Zeit steht still, wenn der Zauber der Rose über ein Menschenleben fällt, bis sich das Schicksal - oder anders gesagt: die Liebe - erfüllt.

Dass die Rose als das Symbol für Liebe schlechthin gilt, ist allgemein bekannt. Sie ist die Blüte der Wahl, will man zärtliche Gefühle zum Ausdruck bringen. Dabei spielt die Farbe eine semantische Rolle, auch wenn diese "Sprache" heute nur noch wenigen bekannt ist. Die rote Rose erklärt eine leidenschaftliche Liebe, die weiße steht für Unschuld und Treue, die rosafarbene signalisiert Bewunderung, während die gelbe Rose traditionell als Symbol der Eifersucht angesehen wird, aber auch als Angebot der Versöhnung und des Zusammenhalts.

Die Geschichtenerzähler des griechischen Altertums berichten, dass Aphrodite, die Göttin der Liebe, aus dem Schaum des Meeres geboren wurde, zusammen mit einem weißen Rosenstrauch. Ihre Unschuld verliert die Rose erst, als Aphrodite ihren Gefährten Ares mit Adonis betrügt. Eifersüchtig erschlägt Ares seinen Nebenbuhler, und als Aphrodite zu ihrem sterbenden Geliebten eilt, tritt sie in einen Rosendorn. So färben sich die ursprünglich weißen Rosenblüten rot und werden zum Sinnbild für die leidenschaftliche Seite der Liebe.

Eine jahrhundertelange Züchtungsgeschichte sorgte dafür, dass uns die Rose heute in vielerlei Gestalt begegnet: von der einfachen Heckenrose, der stark duftenden Hundsrose, bis hin zu den veredelten Sorten, ob englisch oder französisch, historisch oder hybrid, in allen Farbspielen von Weiß über Gelb und Orange zu Rot und Violett. Und doch ist sie sich in jeder noch so exquisiten Gestalt treu geblieben und wiedererkennbar, ob gefüllt oder fünfblättrig, duftend, rankend, strauchig, klein- oder großblütig - eine Rose ist eine Rose ist eine Rose, das wusste schon Gertrude Stein.

Betrachten wir ein paar Fakten: Im Jahr 2018 wurden rund 1 , 4 Milliarden Rosen als Schnittblumen in Deutschland verkauft. Zwei Drittel von ihnen stammten von den Umschlagplätzen in den Niederlanden, der Rest hauptsächlich aus Kenia und Sambia, aus Ecuador und Äthiopien. Die Rose gehört, zumindest in der westlichen Welt, statistisch zu den beliebtesten Schnittblumen, was nicht verwundert, betrachtet man das Angebot in den Floristikgeschäften landauf, landab. Auch wenn das Angebot nur gering ist, eine Rose ist so gut wie immer vorhanden. Denn kulturübergreifend wird sie geliebt und verehrt, und das offenbar schon viele Tausend Jahre lang.

Ihre Beliebtheit verdankt die Rose ganz unterschiedlichen Eigenschaften. Ihr Erscheinungsbild entspricht unserem Gefühl für Schönheit und Harmonie, sie findet sich in vielen Wappen als Zeichen der Vollkommenheit, und wer selbst einen Rosenstrauch besitzt, erlebt immer wieder das Staunen vor jeder neuen Blüte. Keine scheint der anderen zu gleichen, auch wenn Farbe, Anzahl der Blütenblätter und Staubgefäße jedes Mal derselben Ordnung gehorchen. Verblüffend wirkt die unfassbar hohe Zahl an Variationen, in der diese Blume auftritt und doch immer sie selbst bleibt.

Geliebt wird sie außerdem ihres Duftes wegen, auch wenn dieser nicht bei allen Rosen gleich stark ausgeprägt ist.

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