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Sämtliche Werke: Bilderbücher + Gedichte + Erzählungen + Märchen + Sagen + Autobiografie Über 1000 Titel mit 1500 Abbildungen in Einem Buch: Max und Moritz, Die fromme Helene, Hans Huckebein der Unglücksrabe, Fipps der Affe, Tobias Knopp, Kritik des Herzens, Schnurrdiburr und viel mehr von Busch, Wilhelm (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.08.2016
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
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Sämtliche Werke: Bilderbücher + Gedichte + Erzählungen + Märchen + Sagen + Autobiografie

Dieses eBook: 'Sämtliche Werke: Bilderbücher + Gedichte + Erzählungen + Märchen + Sagen + Autobiografie' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Wilhelm Busch (1832-1908) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Er galt als ein 'Klassiker des deutschen Humors', der mit seinen satirischen Bildergeschichten eine große Volkstümlichkeit erreichte. Heute gilt er als einer der Pioniere des Comics. Inhalt: Bilderbücher Hans Huckebein der Unglücksrabe Max und Moritz Der unfreiwillige Spazierritt Der gewandte, kunstreiche Barbier und sein kluger Hund Ein Neujahrskonzert Ein galantes Abenteuer Das warme Bad Zwei Diebe Die Strafe der Faulheit Der Lohn des Fleißes Der vergebliche Versuch Das gestörte Rendezvous Der neidische Handwerksbursch Die Entführung aus dem Serail Die feindlichen Nachbarn Das Pusterohr Der Katzenjammer am Neujahrsmorgen Der schöne Ritter Vetter Franz auf dem Esel Die Verwandlung Die kühne Müllerstochter Das Bad am Samstagabend Der Wurstdieb Die Prise Der Schreihals Schmied und Teufel Der heilige Antonius von Padua Der Partikularist Wie man Napoliums macht Auch der erledigt italienische Frage Der alte gute Leibzüchter Die Brille Das Napoleonspiel Ehre dem Photographen! Denn er kann nichts dafür! Die Folgen der Kraft Der hastige Rausch Die Fromme Helene Bilder zur Jobsiade Pater Filucius Der Geburtstag oder Die Partikularisten Dideldum! Katze und Maus Krischan mit der Piepe Hänsel und Gretel Abenteuer eines Junggesellen Herr und Frau Knopp Julchen Die Haarbeutel Fipps, der Affe Stippstörchen für Aeuglein und Oerchen Der Fuchs. Die Drachen Plisch und Plum Balduin Bählamm der verhinderte Dichter Maler Klecksel Hernach Die Hungerpille Eine unangenehme Überraschung Eugen, der Honigschlecker Ehre dem Fotografen... Gedichte Erzählungen Meiers Hinnerk Eduards Traum Der Schmetterling ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1359
    Erscheinungsdatum: 31.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026867555
    Verlag: e-artnow
    Größe: 186086 kBytes
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Sämtliche Werke: Bilderbücher + Gedichte + Erzählungen + Märchen + Sagen + Autobiografie

Meiers Hinnerk

Inhaltsverzeichnis
Grad ausgestreckt in der Ebene und Hof an Hof lag das alte friedliche Dorf, die Häuser mit Stroh gedeckt. Und jedes Haus hatte rückwärts sein Gärtchen und hinter jedem Gärtchen sein Ackerfeld, und durch jedes Feld ging ein Grasweg, ein breiter, nach der heckenumgrenzten Wiese, und hinter sämtlichen Wiesen stand der hohe schattige Wald.

Es war ein heiterer Tag zu Anfang des Herbstes, wenn durch die Luft schon die silbernen Mettken schweben. Aus allen Gehöften, wie nachmittags gewöhnlich, kamen die kleinen Hirten und Hirtinnen mit ihren Kühen.

Auch Meiers Hinnerk hatte zwei, eine schwarze und eine braune, am Strick, um sie, zunächst den Grasweg beweidend, allmählich der Wiese entgegenzuführen. Zwölf Jahre war er alt, flachshaarig und wohlgenährt. Längst war ihm die verblaßte leinene Hose zu eng und zu kurz geworden. Hinten drauf, einander gegenüber, gleich einer blauen Brille, saßen sogar schon, zu seinem Verdruß, zwei zirkelrunde dunklere Flicken; ein Werk der nehrigen Mutter, die immer behaupten wollte, in alten Hosen sähen Jungens am strammsten und gesundesten aus.

Gelehrsamkeit war Hinnerk sein Fall nicht. Dennoch, während die beschränkten Tiere am Boden ihr Futter suchten, zog er sofort seinen Katechismus aus der zugeknöpften Jacke hervor. Mit helltönender Stimme, in steter Wiederholung, prägte er die Aufgabe für den folgenden Schultag in den widerspenstigen Schädel. Seine Kollegen im Felde, weithin vernehmlich, übten dieselbe Lektion. Sie wußten warum. Küster Bokelmann, der Meister der Schule, besaß einen kniffigen Rohrstock, der die schlummernden Seelenkräfte, selbst im voraus, vorzüglich zu ermuntern verstand.

Nachdem das dringende Geschäft der Bildung des Geistes somit glücklich erledigt war, widmete sich unser Hinnerk einer mehr freien gemütvollen Tätigkeit.

Auf dem Rücken der schwarzen Muhkuh, an geeigneter Stelle, begann er Haare zu zupfen und bildete so auf der entblößten Haut ein großes lateinisches L. Hierbei, sinnig vertieft, sang er leise den Namen Lina vor sich hin, indem er auf dem i besonders lange quinquillierend verweilte.

Mittlerweile hatte er die Wiese erreicht, schloß das Tor, nahm den Kühen den Strick ab und ließ sie grasen nach Belieben.

Wo ein Kuhjunge hütet, muß natürlich ein Feuer sein. An sich schon dem Auge ergötzlich, bei kühlem Wetter auch willkommen der Wärme wegen, ist es geradezu unentbehrlich für das Braten der Kartoffeln.

Demnach vor allen Dingen sammelte Hinnerk feine Spricker und brach dünne Knüppel aus der Hecke. Da es zur Zeit noch keine Reibhölzchen gab, mußte er erst emsig pinken, bis an den Zunder der richtige Funken sprang. Einen Topp Hede hatte er mitgebracht. In ihn ward der glimmende Schwamm gehüllt, durch Weifen und Pusten die Flamme entfacht, zunächst dünnes, dann dickes Holz regelrecht drüber geschichtet, und hochauf loderte bald ein erfreulicher Scheiterhaufen.

Beiseit, schon früher aus Zweigen und Plaggen erbaut, stand Hinnerks zwar enge, doch trauliche Hütte. Aus dieser entnahm er das von ihm selber geflochtene Weidenkörbchen, begab sich ins Feld hinaus und kehrte zurück mit zwei Dutzend der dicksten Kartoffeln und fünf jungen Mäusen, die er beizu im Neste erwischt und getötet hatte. "Dat sind fief fette Happen vär use Kättkens terhus", dachte er schmunzelnd.

Noch waren zum Einlegen der rötlichen Knollen nicht Kohlen genug reif. Infolgedessen kriegte Hinnerk sein Messer heraus, ein wertvolles Werkzeug, für drei Mariengroschen hat's ihm der gute Vater gekauft auf dem Markt in der Stadt. Das kleine Öhr am Heft, um's mit einer Schnur an der Hosentasche zu befestigen, war übrigens eine Sicherheitsvorrichtung, die Hinnerk verschmähte. Er flötete, prüfte am Daumen die Schneide, fällte eine stattliche Doldenpflanze und verfertigte aus ihren hohlen Stengeln ein niedliches Schmökepfeifchen; denn sich täglich ein wenig im Rauchen zu üben

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