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Der Hund mit dem Zeugnis und andere Trompeterbücher Der Hund mit dem Zeugnis - Fragen Sie doch Melanie! - Von einem, der auszog, neue Eltern zu suchen von Birnbaum, Brigitte (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.12.2011
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
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Der Hund mit dem Zeugnis und andere Trompeterbücher

Das E-Book enthält drei verschiedene Bücher aus der beliebten Reihe 'Kleine Trompeterbücher' vom Kinderbuchverlag Berlin. DER HUND MIT DEM ZEUGNIS Anfangs hatte Jörg diesen Hund überhaupt nicht gewollt. Er wünschte sich ein Fahrrad und sah nur zögernd ein, dass das viele Geld für den Hund ausgegeben werden musste. Und kaum war der Hund da, war er weg. Wer weiß, wie die Geschichte ausgegangen wäre, hätte Jörg nicht mutig und schnell gehandelt und das, ohne dass es die Eltern erfuhren. FRAGEN SIE DOCH MELANIE! Das empfehlen die Schüler der 1 a ihrer Klassenlehrerin, als sie nach einem Ziel für den Wandertag suchen. 'Die kann uns ja ihr Einhorn zeigen!' Das Mädchen, sonst gar nicht bei allen beliebt, behauptet allen Ernstes, bei sich in der Wiese lebt ein Einhorn. Und plötzlich wollen alle unbedingt zu den Elfern wandern. Was werden sie dort erleben? VON EINEM DER AUSZOG, NEUE ELTERN ZU SUCHEN Das ist Kai, der sich nach wiederholtem Streit mit seinem Vater neue Eltern suchen geht. Doch schon bald merkt er, das ist so einfach nicht. Auch in den anderen fünf Geschichten des Buches gibt's Probleme über Probleme. Brigitte Birnbaum Geboren 1938 in Elbing/Westpr., 1945 Flucht über Berlin nach Mecklenburg, Abitur, Ausbildung als Apothekenhelferin, Studium am Institut für Literatur in Leipzig (Diplom), Antiquarbuchhändlerin. Seit 1968 freischaffende Schriftstellerin in Schwerin. Seit 1969 Mitglied im Schriftstellerverband der DDR, seit 1974 Mitglied im Bezirksvorstand, seit 1978 Mitglied im Vorstand des DSV. Nach seiner Auflösung Mitglied des VS/IG Medien, 2001 ausgetreten. Sie lebte von 1960 bis 2003 in Schwerin, seit 2003 in Hamburg, seit 2013 wieder in Hamburg.. Auszeichnungen: 1977: Fritz-Reuter-Preis des Bezirkes Schwerin 1985: Kunstpreis der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft Bibliographie: Bert, der Einzelgänger, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1962 Reise in den August, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1967 Leute von Karvenbruch (Mitautorin am Szenarium), DFF 1968 Tigertod, Fernsehfilm für Kinder, DFF 1969 Pawlucha, Fernsehfilm für Kinder, DFF 1970 Nur ein Spaß, Fernsehfilm für Kinder, DFF 1971 Der Hund mit dem Zeugnis, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1971 Wer ist Fräulein Papendiek?, Fernsehfilm für Kinder, DFF 1972 Tintarolo. Ein Buch für Kinder über Käthe Kollwitz, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1975, Tallinn 1980, Berlin-West 1981 Winter ohne Vater, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1977 Ab morgen werd ich Künstler, Kinderbuch über Heinrich Zille, Berlin 1978, Tallinn 1987, Berlin-West 1986 Alexander in Zarskoje, Kinderbuch über Alexander Puschkin, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1980 Löwen an der Ufertreppe, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1981 Das Siebentagebuch, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1985 Kathusch, Jugendbuch über Käthe Kollwitz, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1986 Fragen Sie doch Melanie!, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1987 Von einem, der auszog, neue Eltern zu suchen, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1989 Der Maler aus der Ostbahnstraße, Jugendbuch über Hans und Lea Grundig, Der Kinderbuchverlag, Berlin 1990 Das Schloss an der Nebel, Erzählung, Landesverlags- und Druckgesellschaft mbH Mecklenburg & Co. KG, Schwerin 1991 Spaziergänge durch Güstrow, Ein Stadtführer, Verlag Reinhard Thon, Schwerin 1992 Welche Stadt hat schon 7 Seen? in: Kleine Bettlektüre für liebenswürdige Schweriner, Scherz Verlag, Berlin/München/Wien 1993 Wider die kleinen Mörder, Kiro-Verlag, Schwedt 1994 Fontane in Mecklenburg, Demmler Verlag, Schwerin 1994 Ernst Barlach. Annäherungen, Demmler Verlag, Schwerin 1996 Noch lange kein Sommer, Verlag Reinhard Thon, Schwerin 1998

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 05.12.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863942663
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 635kBytes
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Der Hund mit dem Zeugnis und andere Trompeterbücher

"Und das gerade wieder heute!", murmelte Jörg ärgerlich, als er die Küchentür öffnete und sah, was auf ihn wartete. Er war eben aus dem Schulhort gekommen und hatte sich unterwegs mit ein paar Freunden zum Fußballspiel verabredet. Hinter dem Dorfteich, dort, wo die beiden krummen Weiden dicht nebeneinander wuchsen, wollten die Jungen Tore schießen üben. Böse blickte Jörg die große, runde Emailleschüssel an, die auf dem Tisch thronte. In ihr lehnten Teller, Tassen und Töpfe aneinander, gestützt von Messern, Gabeln und Löffeln. Neben der Schüssel lag ein Zettel. Jörg brauchte ihn gar nicht zu lesen. Er kannte Muttis Wünsche: Trockne bitte ab. Räume das Geschirr in den Schrank. Riegle den Hühnerstall zu. Dein Abendbrot findest Du in der Speisekammer. Bei mir kann es heute spät werden, wir sind... Jörg zerknüllte den Zettel, den er nun doch gelesen hatte. "Dauernd muss ich mich mit der Wirtschaft abquälen", schimpfte er vor sich hin. Niemand antwortete, er war allein im Haus. Um vielleicht doch noch die anderen auf der Wiese hinter dem Teich rechtzeitig zu treffen, riss Jörg das blaukarierte Geschirrtuch vom Haken und wedelte damit über die Teller. Plötzlich klopfte es. Jörg erschrak. Dann erinnerte er sich, dass der Hund, der sonst jeden Besucher anmeldete, heute nicht im Zwinger lag. Daher hatte sich jener draußen ungehört durch den Vorgarten nähern können. Es klopfte ein zweites Mal, ein wenig lauter. Unsere Nachbarn klopfen entweder gar nicht an oder so energisch, dass das Häuschen wackelt, überlegte Jörg weiter. Er rief: "Herein!" Wenigstens glaubte er, es zu rufen, aber es klang ziemlich zaghaft. Herein trat sein neuer Klassenlehrer, Herr Kieswetter. "Guten Abend!", sagte Herr Kieswetter freundlich. "Meine Eltern sind nicht zu Hause", erklärte Jörg eilig, ohne den Gruß zu erwidern. Jörg drehte die Tasse zwischen den Händen, musterte überrascht den jungen Mann und dachte beklommen: Er hat mich also beobachtet, hat gesehen, dass ich es war, und kommt nun angerannt, um sich zu beschweren. "Ach...!", meinte Herr Kieswetter gedehnt, "und ich wollte mich gern einmal mit deinen Eltern unterhalten." Er zog sich einen Küchenstuhl heran und setzte sich. "Du bist ganz allein hier? Um diese Zeit?" "Na, wenn Ihre Frau in diesem Augenblick zum Beispiel Milch holen gegangen ist, sind Ihre Kinder doch auch allein", versetzte Jörg angriffslustig. Er glaubte, in der Frage seines Lehrers einen Vorwurf den Eltern gegenüber gehört zu haben. Herr Kieswetter lächelte. "Wir haben keine Kinder." "Nein?", sagte Jörg enttäuscht, dann nahm er die nächste Tasse aus der großen Schüssel und begann, sie mit dem Tuch zu bearbeiten, als gelte es, die aufgemalten Rosen vom Porzellan zu reiben. "Sie brauchen gar nicht zu warten, Herr Kieswetter." Wie konnte er den Besucher nur loswerden? "Mein Vater ist zu einer Tagung gefahren und kommt erst Sonnabend zurück, und meine Mutter macht eine Nachsuche. Das kann spät werden." "Warum beschwindelst du mich, Jörg?", fragte Herr Kieswetter stirnrunzelnd. "Im LPG-Büro war ich schon. Deine Mutti ist nicht mehr dort." "Das habe ich doch auch nicht gesagt." Ein wenig lauernd sah Jörg seinen Lehrer an. Sie kannten einander erst vierzehn Tage, genau seit dem ersten September, als Herr Kieswetter von einem Institut aus der Stadt gekommen war und der Direktor ihm die Drei a zugeteilt hatte. "Ich habe doch gesagt, Mutti macht eine Nachsuche. Ihr Kumpel hat einen Bock angebleit, krankgeschossen nennt man das auch. Da hat sie Haro mitgenommen und ist los; helfen, damit sie den Bock schnell finden. Es kann aber Stunden dauern", betonte Jörg und stellte die Tasse, die ihm endlich trocken schien, in den Schrank. Herr Kieswetter hatte schon von älteren Kollegen gehört, welch merkwürdige Ausreden sich Schüler manchmal ausdachten. Was der Jörg ihm da aber aufbinden wol

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