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Im Reich des Herrn Dot von Pehrs-Schmidt, Karin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.01.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Im Reich des Herrn Dot

Zwei Jungen aus dem Internat, Pelle und Harald, und drei Geschwister, Lena, Ben und Kris, suchen zur selben Zeit in einer abgelegenen Hütte im Wald Schutz vor einem drohenden Unwetter. Unfreiwillig geraten sie in das Reich des Herrn Dot, der hinter einem Spiegel auftaucht. Die Kinder müssen viele Hindernisse bewältigen, sie lernen einige gute und schlechte Bewohner des Landes kennen und bestehen gefährliche Abenteuer. Am 17.04.1948 wurde sie in Wedel (Schleswig Holstein) geboren. Nach dem Schulabschluss ist sie anschließend aufgrund einer künstlerischen Begabung in der Kunstschule Armgartstraße aufgenommen worden. Später hat sie an der HFBK Lerchenfeld bei Prof. Rudolf Hausner Freie Kunst studiert. Es folgten einige Teilnahmen an Gemeinschaftsausstellungen und ein Förderpreis. Seitdem lebt sie als freischaffende Künstlerin in Hamburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 29.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743123113
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 7662kBytes
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Im Reich des Herrn Dot

1. KAPITEL
IM INTERNAT

Die Gebäude bestanden aus drei komplexen roten Backsteinhäusern und lagen in der Holsteinischen Schweiz in einem idyllischen Mischwald. Im Haupthaus gab es einen kleinen Laden, also eher ein Gelass, wo man Getränke und Süßwaren kaufen konnte. Ansonsten war da noch ein Aufenthaltsraum mit einer Tischtennisplatte und einem verstaubten, löcherigen alten Sofa.

Die Gebäude waren von langen endlosen Fluren durchzogen, in denen die Schritte einem hinterher hallten. Die Häuser gehörten zu einem Internat, in das nur Jungen geschickt wurden. Die sollten einmal etwas Besseres werden, doch die Bewohner waren zum Leidwesen ihrer Eltern ganz normale Jungen. Einige hatten nur Flausen im Kopf, die sie in dummen Streichen auslebten. Aber das war auch ganz normal und wirklich nicht böse gemeint.

Einer der Jungen, der hier lebte, hieß Pelle. Er wurde so genannt, weil er für sein Leben gerne Pellkartoffeln mit Butter und Salz und manchmal auch mit Zucker aß. Seine Eltern hatten sich scheiden lassen und plötzlich hatte niemand mehr Zeit für ihn. Deshalb hatte ihn sein Vater in dem Internat angemeldet und sich mit den Worten verabschiedet: "Junge, das kostet mich ein Vermögen. Also mach was daraus und dass du auch immer fleißig lernst." Pelle hatte heftig mit dem Kopf genickt und versprochen: "Klar mach ich das!" Danach hatte sich der Vater umgedreht und war etwas später mit seiner neuen Familie nach Kanada gezogen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich bei Pelle eine Schulallergie. Er wurde ein schlechter Schüler.

Aber solange seine Mutter, die jetzt einen reichen Mann geheiratet hatte, das Schulgeld bezahlte, wurde er wohl oder übel geduldet. Nur im Werkunterricht bekam er gute Noten. Wenn er etwas zusammenschrauben konnte, war er in seinem Element, dann vergaß er sogar das Essen. Leider zählte in diesem Internat eine handwerkliche Begabung aber überhaupt nicht.

Pelle saß gerade im Speisesaal, da setzte sich Harald ihm gegenüber hin, starrte ihn an und meinte spöttisch: "Na, hat der Kleine schon sein Bäuerchen gemacht?" Und dann fing er an zu lachen.

Pelle tat so, als hätte er nichts verstanden und lachte mit, während er dachte: "Na warte, mach dich ruhig über mich lustig. Eines Tages werde ich es dir heimzahlen und dann lachst du nie wieder über mich ..."

Aber Harald ließ ihn nicht in Ruhe, trat nach und rief: "Hey Leute, seht mal alle her, der Dicke sabbert wie ein Baby alles voll."

Es stimmte schon, dass Pelle leicht dicklich war, aber Harald übertrieb maßlos: Er kleckerte nicht. Harald glaubte sowieso, er sei was Besseres. Seine Eltern kamen aus einer althergebrachten Adelsfamilie, dem Stammbaum der von und zu Hoheneichen, und er war dementsprechend schlank und gut gewachsen. Ihm fiel das Lernen leicht. Er war Klassenbester und sah auf alle herab, die schlechtere Schüler waren.

Eigentlich wollte Pelle noch die Nachspeise essen, aber nun war ihm der Appetit verdorben. Er hatte das unangenehme Gefühl, dass alle ihn anstarrten. Mit hochrotem Kopf erhob er sich, griff mit einer Hand in den giftgrünen Wackelpeter und schmiss ihn Harald mitten ins Gesicht, wobei er sagte: "Hier, kannst du alles haben!"

Harald wischte sich die klebrige Masse von der Nase und drohte: "Das wirst du noch bitter bereuen!"

Plötzlich erschien die aufsichtführende Lehrerin, Frau Dr. Schrott, und wollte wissen: "Was ist denn hier passiert? Warum bist du so grün im Gesicht, Harald? Hast du im Pudding gebadet?"

Erbost wischte sich Harald mit dem Handrücken die klebrige Masse aus dem Gesicht und antwortete: "Dieser Pelle hat einfach ohne Vorwarnung damit geschmissen."

"Stimmt das?" Frau Dr. Schrott sah Pelle mit einem strengen Blick an. Verlegen suchte Pelle nach Worten. Doch bevor er antworten konnte, ergriff die Lehrerin wieder das Wort und verlangte: "Du schreibst mir bis morgen fünfhundert Mal den Satz: Ich darf meinen Mitschüler nicht mit Wacke

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