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Der kleine Lord Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur von Burnett, Frances Hodgson (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.09.2015
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
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Der kleine Lord

Dieses eBook: 'Der kleine Lord' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Der kleine Lord ist ein Roman von Frances Hodgson Burnett. Er wurde nach seinem Ersterscheinen 1886 als Kinderbuch in vielen Sprachen sehr erfolgreich und ist mehrfach verfilmt worden. Cedric Errol, ein kleiner Junge aus New York in den USA, dessen Umfeld die Monarchie strikt ablehnt, wird von seinem kaltherzigen englischen Großvater, dem Earl of Dorincourt, trotz der standeswidrigen Ehe seines verstorbenen Vaters, des jüngsten Sohnes des Earls, als letzter verbliebener Nachfolger für den Grafentitel bei sich aufgenommen und aufgezogen. Seine Mutter, eine Amerikanerin, darf das Anwesen des Earls aufgrund von Voreingenommenheit gegen Amerika und Standesdünkel nicht betreten. Der kleine Lord veranlasst seinen Großvater, der durch den offenherzigen und liebenswerten Jungen nach und nach zugänglicher wird, das Armenviertel des Dorfes (in dem seine Pächter wohnen) instand zu setzen. Cedric kümmert sich um die Vernachlässigten, ebenso wie seine Mutter, welche im Ort unweit des Schlosses lebt, die er aber nach Belieben besuchen darf. Sie nimmt den Unterhalt vom Earl aus Gewissensgründen nicht an und gibt ihn an die Armen weiter. Frances Hodgson Burnett (1849-1924) war eine britische Schriftstellerin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 225
    Erscheinungsdatum: 21.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026844730
    Verlag: e-artnow
    Größe: 470 kBytes
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Der kleine Lord

Zweites Kapitel
Cedriks Freunde

Inhaltsverzeichnis

In der Woche, die nun folgte, gab es wohl keinen erstaunteren und verblüffteren kleinen Jungen als Cedrik; die ganze Woche war aber auch höchst seltsam und unwahrscheinlich. Erstens einmal war die Geschichte, die seine Mama ihm erzählte, eine ganz wunderliche, und er mußte sie zwei- oder dreimal hören, bis er sie verstand, was aber Mr. Hobbs davon halten würde, darüber war er sich auch dann noch nicht klar. Die Geschichte fing mit Grafen an, sein Großvater, den er nie gesehen hatte, war ein solcher, und sein ältester Onkel wäre dann später ein Graf geworden, wenn er nicht durch einen Sturz vom Pferde getötet worden wäre, nach einem Tode hätte dann sein zweiter Onkel Graf werden sollen, der war aber in Rom ganz plötzlich am Fieber gestorben. Nun wäre es schließlich an seinem eignen Papa gewesen, den Titel zu bekommen, da aber alle tot waren und niemand übrig, kam es zu guter Letzt darauf hinaus, daß er nach seines Großvaters Tode der Graf und Erbe werden würde - und jetzt für den Augenblick war er Lord Fauntleroy.

Als er dies zuerst erfuhr, ward er ganz bleich.

"O Herzlieb!" sagte er, "ich möchte lieber kein Graf sein. Keiner von den andern Jungen ist ein Graf. Kann ich nicht keiner sein?"

Die Sache schien sich jedoch nicht umgehen zu lassen, und als er abends mit seinem Mütterchen am Fenster saß und in die armselige Straße hinausblickte, sprachen sie lange und eingehend darüber. Cedrik saß auf seiner Fußbank, das eine Bein übergeschlagen, wie es seine Lieblingsstellung war, und sein kleines Gesicht war ein wenig verstört und ganz rot vor lauter Nachdenken. Sein Großvater wollte, daß er nach England kommen solle, und hatte deshalb den alten Herrn geschickt.

"Ich weiß, daß dein Papa sich darüber freuen würde," sagte seine Mama, die traurigen Augen dem Fenster zugewendet. "Sein Herz hing sehr an seiner Heimat, und dann sind dabei auch noch viele Dinge zu bedenken, die du noch nicht verstehen kannst, mein Kind. Ich würde eine sehr selbstsüchtige Mama sein, wenn ich dich nicht reisen ließe - das wirst du alles begreifen, wenn du erst erwachsen bist."

Cedrik schüttelte wehmütig das Köpfchen. "Es thut mir so leid, wenn ich von Mr. Hobbs fort muß," sagte er. "Ich habe Angst, er wird mich vermissen und er wird mir sehr fehlen - er und all die andern."

Als Mr. Havisham, welcher der langjährige Sachwalter des Grafen Dorincourt war, und der die Mission hatte, Lord Fauntleroy nach England zu bringen, am nächsten Tage wiederkam, erfuhr Cedrik sehr viel Neues, allein es war ihm gar nicht sehr tröstlich, zu erfahren, daß er dereinst ein sehr reicher Mann sein und hier ein Schloß und dort ein Schloß, große Parks, Bergwerke und Ländereien und viele Dienerschaft besitzen werde. Er war sehr bekümmert im Gedanken an seinen Freund, Mr. Hobbs, und bald nach dem Frühstück suchte er ihn voll Herzensangst in seinem Laden auf.

Er fand ihn die Zeitung lesend und trat ihm mit ernster Miene gegenüber: er wußte ja, daß das, was ihm widerfahren, für Mr. Hobbs ein herber Schlag sein mußte, und er hatte sich's unterwegs genau überlegt, wie er ihm die Sache beibringen wollte.

"Hallo!" sagte Mr. Hobbs. "'Morgen!"

"Guten Morgen," sagte Cedrik. Er kletterte nicht wie sonst auf seinen hohen Stuhl, sondern setzte sich auf einen Biskuitkasten und schlug die Beine übereinander und schwieg so lange, bis Mr. Hobbs fragend über sein Zeitungsblatt hinüber nach ihm hinschielte.

"Hallo!" sagte er noch einmal.

Cedrik faßte sich ein Herz.

"Mr. Hobbs," begann er, "wissen Sie noch, von was wir gestern vormittag gesprochen haben?"

"Hm, ja, von England dächt' ich."

"Freilich, aber gerade als Mary hereinkam, wissen Sie das noch?"

Mr. Hobbs rieb sich den Hinterkopf.

"Wir diskurierten über die Königin und die ''Ristokraten'."

"Ja," sagte Cedrik zögernd,

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