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Haben Tiere eine Seele? von Kette-Gabrovsek, Nina (eBook)

  • Erschienen: 21.03.2016
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Haben Tiere eine Seele?

'Haben Tiere eine Seele' ist die Sammlung der Tiergeschichten aus eigener Erfahrung. Es sind sieben Geschichten, die über das herkommende Wissen hinausgehen. Sie sind wahr, ungewöhnlich, interessant und schön. 'Beli, der Albino Orang-Utan' aber ist eine emotionale Fantasiegeschichte über einen Albino Orang-Utan, der anders ist und zuerst sehr darunter leidet. Aber das Schicksal öffnet ihm eine Tür zur Selbstfindung, gibt ihm eine Möglichkeit, über sich selbst zu wachsen, indem er als Mitglied seiner neuen, menschlichen Familie lebt und dadurch für einen Orang-Utan zu viel gelernt hat, um im Dschungel noch glücklich sein zu können. Er macht mit seinen Freunden Carlos und Zoran Ausflüge in den Dschungel, die das Leben im Wald schön veranschaulichen. Aber bald gibt es nicht genug Wald, in dem Orang-Utans überleben könnten. Er ist der letzte seiner Art dort und schreibt nun den Bericht seines Lebens.

Nina Kette-Gabrovsek wurde in Slowenien geboren, wo sie die Hotelfachschule besuchte und in den Siebzigern nach München kam. Dort arbeitete und bildete sie sich weiter, ging danach für zehn Jahre nach Asien, wo sie das Buch 'Beli, der Albino Orang-Utan' erst in English geschrieben hat und es jetzt überarbeitet und in deutscher Sprache herausbringt. Weitere Titel von ihr sind Tina, ISBN 9783740707392 und Das Schicksal in den Zahlen, ISBN 978-3-86937-334-8.

Produktinformationen

    Größe: 3234kBytes
    Herausgeber: TWENTYSIX
    Untertitel: Beli, der Albino Orang Utan.
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 176
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783740717612
    Ausgabe: 2. Aufl.
    Erschienen: 21.03.2016
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Haben Tiere eine Seele?

2

Meine persönliche Geschichte aber beginnt mit dem Bau eines besonderen Hauses. Es wurde an den Rand meines Waldes, ganz nah an meinen Lieblingsplatz gebaut. Ich liebte dieses Gebiet, denn dort gab es, und es immer noch gibt, zwei schöne, große, mächtige Durianbäume. Ihre köstlichen Früchte sind meine Lieblingsspeise. Ich liebe Durian, ich esse es von allen Früchten am liebsten. Durian wird selbst vom Menschen die "Königin der Früchte" genannt, und ich muss immer noch lachen, wenn ich mich erinnere, was passierte, als ich eine Durian für Zoran mitbrachte: aber ich greife vor.

An einem Tag also kamen die Menschen und fingen an, den großen Banyan-Baum zu schlagen. Ich war entsetzt zu sehen, wie der Baum, den ich so liebte und so lange kannte, leidet. Es hatte eine mächtige Krone und hat mir immer viel Schalten gespendet. Es blutete und schrie unter großen Schmerzen. Es war schrecklich, es zu beobachten und nicht in der Lage zu sein, etwas dagegen zu tun. Als die Menschen schließlich aufhörten zu sägen, liefen sie weg und der Baum fiel um. Danach zogen sie zu einem anderen Baum, und als alle Bäume in dieser Gegend tot waren, und flach auf dem Boden lagen, kamen einige Männer und schnitten den Bäumen ihre Arme weg. Danach sahen die Bäume aus wie nackte Körper, denen man ihre Arme und Beine amputiert hatte. Ein paar Tage später, wurden die Baumreste weggebracht und drei Maschinen wurden beigebracht. Die Maschinen schlugen auf den Boden ein und machten es eben. Später kamen anderen Männer und brachten seltsam aussehenden Steine mit. Ich weiß jetzt, dass es Ziegel waren. Sie fingen an, die Steine einzeln auf einander zu stapeln - genau dort in die Mitte dieser baumlosen Stelle am Rand meines Waldes. Sie stapelten die Ziegeln aufeinander so lange, bis eine seltsame Kiste fertig war, die mehrere große Augen hatte.

Dann, an einem schönen sonnigen Tag, waren alle lärmenden Maschinen verschwunden. Ich war nicht da, um sie abziehen sehen. Ich war tief im Wald und labte mich an dem köstlichen Fruchten eines Rambutan Baumes. Rambutan Früchte sind faustgroße, braune Bällchen, denen kleine Strähnchen weg stehen, die wie Haare aussehen. Rambut ist das Malaiische Wort für das Haar, und weil die Früchte daran erinnern, heißen sie so. Meine ganze Familie war auch da, aber wir redeten nicht. Meine Familie hatte sich meiner immer geschämt. Glücklicherweise hat mich meine Mutter gefüttert und mir alles, was ein Orang-Utan wissen muss, beigebracht. Aber als ich dann alt genug wurde um allein zu überleben, haben sie mich gemieden und weg gescheucht. Damals fühlte ich mich hilflos und verzweifelt. Manchmal habe ich meine weißen Haaren rausgezogen, nur um festzustellen, dass die Haut darunter auch weiß, rosig weiß war. Damit habe ich dann aber aufgehört, weil es mir wehtat. Ich fühlte mich hässlich und war unerwünscht. Ich bin weggegangen und war lieber ganz allein. Wenn man allein ist, kann einem keiner weh tun. Auch heute neige ich noch dazu, die Einsamkeit vorzuziehen, es sei denn Zoran, Carlos und ihre Eltern sind da, um mir Gesellschaft zu leisten.

Als ich dann zurück zum Waldrand kam, waren alle Maschinen weg, aber einige Menschen waren damit beschäftigt, kleine Löcher in den Boden zu graben. Als sie fertig waren, ließen sie ein paar kleine Bäume in die Löcher fallen. Ich konnte nicht verstehen, warum sie das tun. Wenn sie Bäume wollten, warum haben sie dann die großen Bäumen getötet?

Nachdem sie all die kleinen Bäume in den Boden gelegt hatten, begannen sie, eine seltsam aussehende Schlange um das Haus zu bauen. Die Schlange war aus Steinen gebaut, und schloss sich in einen Kreis. Viel später, nachdem ich Zoran traf, erfuhr ich, dass dieser Steinschlange eine Mauer genannt wird. Ich erinnere mich, total verwirrt, dass mir Zoran zu erklären versuchte, dass diese Mauer gebaut wurde, um seine Familie von anderen Menschen zu schützen. Zoran s

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