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Drachenband Schicksalswege. von Birkel, Larissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.12.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Drachenband

Seit Sharas Heimatdorf zerstört wurde, lebt sie in der Soldatenstadt Brant, wo sie seit zwei Jahren auf eine Ausbildung zur Kämpferin hofft. Als ihr aber bewusst wird, dass sie dort niemand trainieren will, geht Shara aufgebracht fort und beschließt, sich einer neuen Aufgabe zu widmen: Sie will die Verantwortlichen ausfindig machen, die sie damals so gewaltsam aus ihrem friedlichen Leben gerissen hatten. Auf ihrer Reise durch den Wald stellt ihr das Schicksal Gefährten an die Seite. Aber kann Shara Ihnen wirklich trauen?

Larissa Birkel, 2000 in Bayreuth geboren, lebt zurzeit in Darmstadt und besucht die Oberstufe eines Gymnasiums. 'Drachendband - Schicksalswege' ist ihr erstes veröffentlichtes Buch. Weitere werden folgen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 364
    Erscheinungsdatum: 09.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739283418
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 886kBytes
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Drachenband

Kapitel 1 -Brant-

Es war dunkel. Kalter Wind pfiff durch die Ritzen der gewaltigen Steinmauer. Die Lichter der Wehrtürme waren nur entfernt zu erkennen. Shara saß auf einem der großen Steinblöcke, die gleichmäßig am Rand des Wehrgangs verteilt waren. Ihre Arme um die Knie geschlungen saß sie da, spürte kaum den Wind, der an ihrem schulterlangen, braunen Haar und ihrem leichten, hellblauen Kleid zerrte.

Immer, wenn Tan Dienst hatte, kam sie her. Er war als einer vieler Wächter für diese Seite der Befestigung verantwortlich und ließ sie im Schutze der Dunkelheit mitkommen, obwohl es eigentlich verboten war, Fremde auf den Wehrgang zu lassen. Aber auch wenn andere Wächter sie sahen, so ließen sie sie in Ruhe, wohlwissend, dass sie mit ihrer Anwesenheit wohl kaum jemandem schaden würde. Außerdem war eh kaum je etwas los, nur äußerst selten wollte ein Umherziehender in die Trainingsanlage für die Soldaten des Königreichs eingelassen werden. So verbrachte Shara viele Abende und Nächte hier und starrte in die Ferne. Dort leuchteten schwache Lichter eines kleinen Dorfes. Und noch weiter weg musste der Ort sein, von dem sie kam. Ein noch kleineres Dorf, das jetzt aber nicht mehr existierte.

Schauderhaft lebhaft flackerten die Bilder durch ihren Kopf. Dunkle Gestalten. Erst draußen, dann plötzlich drinnen. Schreie. Rauch. Der Geruch nach Feuer. Blut. Die Leichen ihrer Mutter, ihres Vaters, ihres großen Bruders und ihrer kleinen Schwester. Unheimliche Wesen mit lächelnden Gesichtern als sie Shara in der Ecke entdeckten. Tränen in ihren Augen trübten ihr die Sicht. Die schwarzen Wesen waren fort. Flammen rissen die Wände nieder. Beißender Gestank nach verbrennendem Fleisch brachte sie zur Flucht. Ihre Kleidung fing Feuer, als sie durch das brennende Dorf lief. Alles zerstört. Alle tot. Bald kamen Bäume in Sicht. Beim Fluss brach sie vor Erschöpfung zusammen. Ein Mann tauchte auf und nahm sie mit. In Sicherheit.

Bei Tan hatte sie es immer gut gehabt, war stets gut behandelt worden. Seit er sie vor knapp zwei Jahren aufgelesen und vom Fluss mit in diese Stadt genommen hatte, hatte sie kaum geredet. Dennoch wurde es Tan nie müde, bei ihr zu sitzen und wenigstens zu versuchen, eine Unterhaltung zu beginnen. Trotzdem wurde sie das Verlangen nach ihrem alten Leben nicht los und sehnte sich danach, wohlwissend, dass ein Rückgängigmachen unmöglich war.

Diese Stadt hier kam ihr noch immer fremd und unheimlich vor. Die dicken Mauern aus kaltem, grauen Stein, der dünne Häuserring an der Innenseite der Mauer, in denen manche der Soldaten lebten, und schließlich die Zelte und Trainingsplätze im Herzen von Brant. Tan besaß ein Haus nahe dem Stadttor, wie nur wenige andere, die es sich leisten konnten. Der Großteil dieser Häuser war verlassen und so erinnerte es sie manchmal an ruhigen Tagen an eine Geisterstadt.

Freunde hatte sie hier nicht, außer Tan, denn es gab hier keine Kinder in ihrem Alter. Nur junge Männer in der Ausbildung zu treuen Dienern des Reiches, als Soldaten, Wächter und auch Ritter. Wie das Dorf in der Ferne hieß, wusste Shara nicht, glaubte sich aber zu erinnern, dass Tan einmal etwas von F gesagt hatte.

Hoch über ihr thronte der fast volle Mond, umgeben von einem Meer aus Sternen. Es gab nur ein Sternbild, das sie sich merken konnte. Es war der Drache und wie in jeder Nacht vergewisserte sie sich seinen Standpunkt. Nahe beim Mond funkelte er heute und war die einzige Sternkonstellation, die ihre Form und ihren Standpunkt das gesamte Jahr über beibehielt. Anders verhielten sich all die anderen Sterne, die jeden Mondwechsel woanders strahlten. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich mir andere Sterne nicht merken kann, vermutete Shara.

Eine besonders heftige Windböe erfasste sie von hinten. Ihr Herz klopfte bedenklich, als sie sich der Distanz zum Boden entgegensah. Als sie sich wieder gefangen und etwas weiter zurückgelehnt hatte, ließ sie ihre Beine

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