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Sagen und Märchen Altindiens: Welt der Götter und Helden 31 Legenden aus Indien von Essigmann, Alois (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2014
  • Verlag: e-artnow
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Sagen und Märchen Altindiens: Welt der Götter und Helden

Dieses eBook: 'Sagen und Märchen Altindiens: Welt der Göttern und Helden' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Alois Essigmann (1878-1937) war ein österreichischer Schriftsteller. Er war als Offizier und zeitweise als Kanzleigehilfe tätig und Autor bei diversen Zeitungen und Zeitschriften. Aus dem Buch: 'Doch wehe: in dem dichten, giftigen Rauch des Harzes taumelten sie wie Trunkene, fanden sich nicht zurecht, fielen eines über das andere und wären sicher jämmerlich erstickt, wenn Bhima nicht alle fünf in seine starken Arme genommen und ins Freie getragen hätte. Auch hier mußte er noch gewaltig kämpfen, denn weit um das Haus hatte sich eine dichte Rauchhaube gelegt. Doch wie sein Vater, der Sturmgott, brach er mit seiner schweren Last durch das Unterholz, bis er endlich in frischer Luft anhielt. Im ersten Dämmern des Morgens sah er sich vor einem riesenhaften Banyanenbaum.' Inhalt: Schöpfung und Flut Die Götter und ihre Feinde Katscha und Dewajani Mada, der Riese Leidenschaft Nahuscha Der Fluch der Schlangenmutter Amrita, der Göttertrank Patala, die Unterwelt Ganga, die Dreipfadige Das Schlangenopfer Nala und Damayanti Bharatas Heldenstamm Bhischma Amba - Schikhandin Pandu und Dhrilarasehtra Jugend Feindschaft Bhimas Abenteuer Draupadi Ardschuna Großkönig Judhischthira Das Spiel Die zwölf Jahre Der Raub der Draupadi Die zwölf Monde Recht oder Macht? Bhischmas Ausgang Dronas Ende Karnas Tod Sieg, Rache und Klage Der Pandava Ausgang

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 265
    Erscheinungsdatum: 06.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026819103
    Verlag: e-artnow
    Größe: 734 kBytes
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Sagen und Märchen Altindiens: Welt der Götter und Helden

Nahuscha

Inhaltsverzeichnis

In Naumutschi, dem Daitiakönig, war den Dämonen ein neuer Writra erstanden. Als ein gewaltiger Kriegsheld führte er seine Scharen gegen die Götter und entriß der Herrschaft Indras weite Gebiete.

Wieder und wieder stellte der Donnerer seine Heere von Rudras, Marutas und Gandharvas diesen Schrecken der Welt entgegen, wieder und wieder maß er sich im Einzelkampf mit dem furchtbaren Dämonenherrscher: der Sieg blieb aus!

Naumutschi behauptete, was er erstritten hatte, und stürzte die Welt in Sorge, durch neue Raubzüge in glückliches Land.

Die Götter fragten die Rischi, die sieben heiligen Seher der Urzeit, um Rat, und die Heiligen rieten zu einem ehrlichen Frieden.

Da auch die Götter nicht bessere Hilfe wußten und Indra gestand, daß ihm der Daitiakönig an Kraft und Geschicklichkeit gewachsen sei, so gingen alle zur Grenze des Daitiareiches, und die sieben Rischi suchten Naumutschi auf.

Der Dämonenfürst empfing die Heiligen voll Ehrerbietung und hörte ihre Friedensvorschläge willigen Herzens.

"Ich bin bereit, einen ewigen Frieden zu schließen!" sprach er ernst, "doch trau' ich dem mächtigen Donnerer nicht. Er ist vernarrt in sein Spielzeug: die Menschen und Tiere, Felder und Wälder. Das Herz möchte ihm schier brechen, wenn ich mich in Frieden über die Erde lege und mit den Meinen Flüsse und Weiher austrinke, so daß die Geschöpfe ein wenig dürsten müssen. Ich traue dem Jähzornigen nicht! - Heilige Eide müßten ihn binden, senst schlägt er mich tot, sobald ich die Waffen abgelegt habe! - Er schwöre, mich nicht zu töten: bei Tage nicht und nicht bei Nacht, mit Wasser nicht und nicht mit Feuer, noch mit Waffen aus Stein, Erz, Holz oder allem, was fest ist!

Spricht er den Eid, so will ich Frieden halten und das Jahr mit ihm teilen!"

Und Indra sprach den Eid: "Bei Tage nicht und nicht bei Nacht, mit Wasser nicht und nicht mit Feuer, noch mit Waffen aus Stein, Erz, Holz oder allem, was fest ist, will ich den starken Naumutschi töten!"

So ward der Friede geschlossen, und im Sommer streckte sich der Dämonenfürst über die Erde, um sie ein halbes Jahr lang zu drücken.

Furchtbar litten alle Geschöpfe unter der verzehrenden Dürre. Weiher und Flüsse waren von den Dämonen ausgetrunken, versengt die einst blühenden Matten, die duftenden Wälder; und flehend stiegen die Gebete aus vertrockneten Kehlen zum Himmel empor. Nie noch hatte der Gabenspender Indra so lange gezögert. Das Ende aller Wesen schien nahe!

Traurig saß der Weltenherr auf seinem funkelnden Thron und sann, wie er die Erde von der Schreckensherrschaft Naumutschi befreie.

Oh, sein geliebter Donnerkeil! - doch der war eine Waffe - war aus Festem geschmiedet - das Feuer barg er in sich - oh! des schrecklichen Eides!

Zornig sprang Indra auf und eilte zu seiner gequälten Erde.

Da lag sein Feind im Dämmerlicht des Abends, lang hingestreckt, durch den Frieden geschützt, und schlief!

Sein Haupt reichte bis ans Ufer des Meeres, und dem schnarchenden Rachen entstieg eine verzehrende Glut, die das Wasser des Meeres kochen machte, daß seine Oberfläche eitel Schaum war.

Wie der Blitz fuhr's in Indras Gedanken:

Nicht Wasser ist der Schaum des Meeres und nicht Feuer! Waffe ist er nicht und nicht aus Stein, noch Erz, noch sonst aus Festem! und die Dämmerung ist nicht Tag noch Nacht!

Jauchzend schlug er den Donnerkeil in die kochende Meerflut, daß eine Schaumwoge hochauf zum Himmel stieg und im Niederfallen den neuen Writra erschlug.

Hei! wie jubel

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