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Monument 14: Die Rettung von Laybourne, Emmy (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Monument 14: Die Rettung

Wenn du denkst, du bist in Sicherheit, fängt der Kampf erst an

Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA verwüstet hat, finden sich Dean und sein kleiner Bruder Alex in einer Welt wieder, in der nichts mehr ist, wie es einmal war. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen gelingt es ihnen, sich in ein Flüchtlingslager in Kanada zu retten. Doch Zeit zum Atemholen bleibt ihnen nicht: Noch immer ist Josies Schicksal ungewiss, die sich mit ihnen aus dem Herzen des Sturms retten konnte und dann spurlos verschwand. Und auch Astrid, Deans Freundin, schwebt in Gefahr: Da sie während des Chemieunfalls, der sich kurz nach der Naturkatastrophe ereignete, schwanger war, zeigt die Regierung nun ein beunruhigendes Interesse an ihr. Astrid fürchtet um ihr Kind und flieht aus dem Flüchtlingslager, begleitet von Dean. Doch sie ahnen nicht, was sie draußen erwartet ...

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

Produktinformationen

    Größe: 1113kBytes
    Reihe (Teil): Heyne fliegt Bd.3
    Herausgeber: Heyne
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 384
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641141684
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Monument 14: Die Rettung

Erstes Kapitel - Dean

EINUNDDREISSIGSTER TAG

Nikos Augen zuckten von mir zu Alex, zu Jake und wieder zurück.

"Ich hol sie da raus. Wer kommt mit?"

Ich konnte es kaum glauben. Josie war noch am Leben? Sie wurde in einem Lager in Missouri festgehalten!?

Entgeistert starrten wir auf die Zeitung, die Niko hochhielt. Ja, das Mädchen auf dem Foto war Josie.

Niko hatte uns eine Frage gestellt. Aber ich stand nur mit offenem Mund da und glotzte ihn an wie ein Fisch auf dem Trockenen.

"Gib mal her. Bist du dir sicher?", sagte Jake auf seine typische feinfühlige Art und schnappte Niko die Zeitung weg.

"Ist das echt Josie? Ganz bestimmt?", fragte Caroline. Sie und die anderen Kinder wuselten um Jake herum.

"Ruhe! Ganz ruhig. Ich leg das Ding einfach auf den Boden, okay?" Jake drapierte die Zeitung auf dem Laken, das Mrs. McKinley als Picknickdecke ausgebreitet hatte. Wir waren draußen auf dem Rasen des Golfplatzes, um den sechsten Geburtstag der Zwillinge zu feiern.

"Ja, sie ist es! Sie ist es!", krähte Max. "Und ich war mir so sicher, dass sie weggebombt worden ist!"

"Vorsicht, sonst zerreißt ihr noch das Papier!", rief Niko. Die Kids schubsten einander zur Seite, um einen Blick auf die Zeitung zu erhaschen, während unser flauschig weißes Maskottchen Luna fröhlich kläffend in Chloes Armen saß und alle Gesichter in Reichweite abschleckte. Sie war fast noch aufgeregter als wir Menschen.

"Jetzt lies doch mal irgendwer vor!", motzte Chloe.

"Chloe!", ermahnte Mrs. McKinley sie. "Das geht auch höf licher!"

"Jetzt lies doch mal irgendwer vor, BITTE !", plärrte Chloe.

Viel Glück noch mit der Kleinen, Mrs. McKinley.

Mrs. McKinley las den Artikel vor: Er handelte von einem Internierungslager für Menschen mit Blutgruppe null, in dem katastrophale Zustände herrschten. Gefangene wurden misshandelt, und die medizinische Versorgung war miserabel, weil kaum Hilfe von außen bei den Insassen ankam. Der Autor war der Meinung, dass es nie so weit gekommen wäre, hätte Präsident Booker die Kontrolle über die Lager nicht den einzelnen Bundesstaaten überlassen.

Aber ich konzentrierte mich ganz auf Niko.

Niko wippte auf den Fußballen.

Endlich war wieder was los - und mir wurde klar, dass er genau darauf gewartet hatte.

Niko brauchte zwei Dinge im Leben: einen strukturierten Tagesablauf und eine sinnvolle Aufgabe. Hier im Quilchena Luxus-Golf-Resort, das man auf die Schnelle zum Flüchtlingslager umfunktioniert hatte, waren die Tage hervorragend strukturiert, aber es gab nichts zu tun, außer rund um die Uhr deprimierende Nachrichten aus allen Landesteilen zu schauen und ewig Schlange zu stehen.

Das machte Niko fertig. Trauer und Schuldgefühle fraßen ihn auf - denn auf dem Weg von Monument zum Denver International Airport, wo die Flüchtlinge evakuiert wurden, hatte er Josie verloren. Er sehnte sich danach, endlich wieder in Aktion treten zu können.

Und jetzt wollte er Josie retten.

Was natürlich eine vollkommen absurde Idee war.

Als Mrs. McKinley die letzten Zeilen vorlas, ging Niko schon rastlos auf und ab.

Die Kleinen hatten tausend Fragen: Wo ist Missouri? Warum schlägt der Mann auf dem Foto die arme Josie? Wann können wir Josie wiedersehen? Vielleicht heute noch?

Aber Nikos Stimme übertönte ihr Geplapper. Er wollte auch etwas wissen: "Denken Sie, Captain McKinley kann uns hinfliegen? Wenn er sich die Erlaubnis holt, müsste das doch kein Problem sein, oder?"

"Ich glaube, wir sollten es ganz offiziell versuchen", antwortete Mrs. McKinley. "Dann können wir Josie sicher hierher verlegen lassen. Ich meine, ihr Kinder könnt doch nicht einfach so da runterfliegen, um sie abzuholen!"

Alex und ich sahen uns an. Da kannte sie Niko aber schlecht.

Der hatte in Gedanken doch schon den Rucksack gepackt.

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