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Talon - Drachenherz von Kagawa, Julie (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Talon - Drachenherz

Es gibt nichts Gefährlicheres, als dein Herz dem Falschen zu schenken
Seit sich das Drachenmädchen Ember und der St.-Georgs-Ritter Garret das erste Mal gesehen haben, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Sie sind dazu bestimmt, einander bis zum Tode zu bekämpfen, doch sie kommen nicht gegen die starken Gefühle füreinander an. Als Garret Ember in der Stunde der Entscheidung rettet, wird er als Verräter eingekerkert.
Ember fasst den halsbrecherischen Entschluss, ihn mitten aus dem Hauptquartier der Georgsritter zu befreien. Das kann ihr aber nur mithilfe des abtrünnigen Drachen Cobalt gelingen. Doch wird der sein Leben aufs Spiel setzen, um seinen Erzfeind - und Rivalen um Embers Herz! - zu retten? Und falls der Plan gelingt: Welche Chance hätten die drei ungleichen Gefährten, wenn der Talonorden und die Georgsritter sie jagen?

Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Mit ihren Fantasy-Serien Plötzlich Fee und Plötzlich Prinz wurde sie rasch zur internationalen Bestsellerautorin. In ihrer neuesten Erfolgsserie Talon erzählt sie von einer magischen Liebe, die nicht sein darf. Julie Kagawa lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.

Produktinformationen

    Größe: 2302kBytes
    Reihe (Teil): Talon Saga Bd.2
    Herausgeber: Heyne
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 544
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641171865
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Talon - Drachenherz

Garret

Vor mir saßen sechs schweigende Männer. Sie musterten mich mit Blicken, die alles zwischen abschätzend und misstrauisch waren, während wir auf die Verlesung der Anklage warteten. Männer in schwarz-grauen Uniformen, die stolz das Zeichen des Ordens auf der Brust trugen, ein rotes Kreuz auf weißem Schild. Ihren rauen, von tiefen Falten durchzogenen Gesichtern sah man an, dass ihr Leben von Krieg und Kampf bestimmt wurde. Einige kannte ich nur dem Namen nach. Andere hatten mich ausgebildet, und ich hatte ohne zu zögern unter ihnen gekämpft und ihre Befehle befolgt. Am einen Ende des Tisches saß Lieutenant Gabriel Martin; seine dunklen Augen und seine Miene waren vollkommen undurchdringlich. Ich kannte ihn schon fast mein gesamtes Leben. Er hatte mich zu dem gemacht, was ich heute war - Soldat Tadellos, wie die Kameraden in der Einheit mich genannt hatten. Ein Spitzname, den sie mir während der vergleichsweise kurzen Zeit im aktiven Kampfeinsatz verpasst hatten. Im Laufe der Jahre hatte ich auch immer wieder Wunderkind gehört, oder verdammter Glückspilz , wenn sie weniger großmütig waren. Den Großteil meines Erfolgs verdankte ich Lieutenant Martin, denn er hatte in einem stillen, ernsten Waisenkind etwas Bestimmtes gesehen und es immer wieder angetrieben, damit es sich noch mehr anstrengte, noch härter arbeitete. Besser wurde als alle anderen. Also hatte ich das getan. Ich hatte mehr Feinde des Ordens getötet als irgendjemand sonst in meinem Alter, und ihre Zahl wäre wohl noch weiter angestiegen, wäre in diesem Sommer nicht etwas Unvorhergesehenes dazwischengekommen. Unabhängig von meiner jetzigen Situation: Ich war einer der Besten, und dafür musste ich Martin dankbar sein.

Aber der Mann, der mir nun gegenübersaß, war ein Fremder, ein teilnahmsloser Richter. Zusammen mit den anderen Männern hinter diesem Tisch würde er heute Abend über mein Schicksal entscheiden.

Ich stand in einem kleinen, spartanisch eingerichteten Raum ohne Fenster mit Fliesenboden, grellem Licht und niedriger Decke. Normalerweise wurde er für Einsatznachbesprechungen oder gelegentliche Meetings benutzt, dann stand der lange Tisch in der Mitte des Zimmers, und die Stühle waren um ihn herum angeordnet. Die Ordenshäuser verfügten - abgesehen vom Hauptquartier in London - nicht über spezielle Gerichtssäle. Natürlich war unter Soldaten immer wieder mit ungebührlichem Verhalten zu rechnen, und hin und wieder hob auch das Schreckgespenst Fahnenflucht sein hässliches Haupt, aber ausgewachsener Hochverrat galt als undenkbar. Absolute Loyalität der Sache gegenüber war für jeden Soldaten des Heiligen Georg eine Selbstverständlichkeit. Wer den Orden verriet, verriet einfach alles.

Der Mann in der Mitte richtete sich auf und musterte mich über den glänzenden Tisch hinweg. Sein Name war John Fischer, ein Captain, der höchsten Respekt genoss, und ein Held auf dem Schlachtfeld. Seine linke Wange bestand nur noch aus wulstigem Narbengewebe und verheilten Brandwunden, die er so stolz trug wie eine Ehrenmedaille. Mit ausdrucksloser Miene verschränkte er die ebenfalls narbigen Finger und hob die Stimme.

"Garret Xavier Sebastian." Bei der Nennung meines vollständigen Namens breitete sich sofort Stille aus. Das Verfahren war damit offiziell eröffnet. "Sie haben sich der Befehlsverweigerung schuldig gemacht", fuhr Fischer fort, "haben ein Mitglied Ihrer Einheit angegriffen, mit dem Feind sympathisiert und drei eindeutig erfassten Zielobjekten die Flucht ermöglicht. Die Anklage lautet Hochverrat gegen den Orden des Heiligen Georg." Er musterte mich scharf und fügte mit harter Stimme hinzu: "Haben Sie die Anklagepunkte verstanden, die gegen Sie vorgebracht werden?"

"Das habe ich."

"Nun gut." Mit einem Blick zu den Männern, die hinter mir an der Wand aufgereiht saßen, nickte er. "Dann fahren wir fort. Tristan St. Anthony, vortreten."

Ein Stuhl quietschte, dann hörte ich

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