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(Un)Endlich verliebt! von Vogel, Maja von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.04.2016
  • Verlag: Planet Girl
eBook (ePUB)
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(Un)Endlich verliebt!

Sommer, Sonne, Strand und der Traumurlaub an der Côte d'Azur: Eigentlich könnte alles so schön sein für Julia. Sie sieht ihren Freund und Herzensbrecher René wieder, den sie beim Frankreichaustausch kennen- und lieben gelernt hat. Doch Julias Mutter hat Neuigkeiten, die bei ihr so gar nicht auf Gegenliebe stoßen, ihre verflixte Eifersucht kommt ihr mal wieder in die Quere und auch sonst läuft einiges schief ...

Maja von Vogel wurde 1973 geboren und wuchs im Emsland auf. Sie studierte Deutsch und Französisch in Münster und Göttingen, lebte ein Jahr in Paris und arbeitete als Lektorin in einem Kinderbuchverlag, bevor sie sich 2002 als Autorin und Übersetzerin selbstständig machte. Heute lebt Maja von Vogel mit ihrer Familie in Nordwestdeutschland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 18.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522653268
    Verlag: Planet Girl
    Größe: 3354kBytes
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(Un)Endlich verliebt!

Das fängt ja gut an ...

Die anderen Passagiere drängeln sich alle auf dem engen Gang zwischen den beiden Sitzreihen und suchen ihr Handgepäck zusammen.

"Mann, Julia, steh doch endlich auf", quengelt Nina. "Mama und Jacques warten bestimmt schon auf uns."

"Immer mit der Ruhe", sage ich. "Ich hab keine Lust, mich in dieses Gewühl zu stürzen." Nina hüpft ungeduldig auf ihrem Sitz auf und ab, bis es etwas leerer geworden ist und ich aufstehe. Ich schnappe mir meine Jeansjacke und den Rucksack und folge Nina, die es ziemlich eilig hat und in einem Affenzahn aus dem Flugzeug flitzt.

"Schnell, jetzt müssen wir noch unser Gepäck holen", ruft sie mir über die Schulter zu, während wir durch eine ans Flugzeug angedockte Röhre ins Flughafengebäude gelangen. Ich versuche, durch ruckartige Kopfbewegungen auch mein linkes Ohr wieder freizubekommen, aber es klappt nicht. Wir latschen eine halbe Ewigkeit durch irgendwelche Gänge und ich werde mit jedem Schritt nervöser. In diesem Moment befindet sich irgendwo hier im Gebäude meine Mutter und wartet auf mich. Gleich werden wir uns gegenüberstehen. Ein komisches Gefühl. Es ist toll, aber auch irgendwie beängstigend. Auf jeden Fall ziemlich aufregend.

Ob Barbara genauso aufgeregt ist wie ich? Und ob sie sich genauso sehr auf unser Wiedersehen freut?

Eigentlich könnte ich jetzt endlich mit diesem Barbara-Quatsch aufhören. Schließlich habe ich damit nur angefangen, um Mama zu ärgern. Sie mag es nämlich nicht, wenn ich sie Barbara nenne. Ich werde jetzt einfach wieder Mama zu ihr sagen, so wie früher. Als wir noch eine richtige Familie waren.

"Da drüben ist unsere Gepäckausgabe", ruft Nina.

Wir stellen uns neben das Laufband, auf dem schon die ersten Koffer an uns vorüberziehen. Ich bin viel zu aufgeregt, um auf meinen Koffer zu achten. Wer interessiert sich schon für Gepäck, wenn gleich ein dramatisches Wiedersehen mit der eigenen Mutter ansteht, die man seit Jahren nicht gesehen hat? "Da hinten ist meine Tasche!", schreit Nina, rast zum anderen Ende des Laufbands und zerrt ihre - sicherlich von Ninas unzähligen Flügen - ziemlich ramponierte Reisetasche herunter.

Ich warte und warte, aber mein Koffer kommt nicht in Sicht. Habe ich ihn vielleicht übersehen? Wäre ja kein Wunder bei meiner momentanen geistigen Verfassung. Ich stehe in der Tat ein bisschen neben mir. Ich versuche, mich auf das an mir vorbeiziehende Gepäck zu konzentrieren. Da sind Rucksäcke in allen Farben, Formen und Größen, Reisetaschen, große Koffer, kleine Koffer - bloß meinen Koffer kann ich nicht entdecken. Langsam werde ich nervös.

"Mann, wo ist denn dein blöder Koffer?", nörgelt Nina. "Mama wundert sich bestimmt schon, wo wir bleiben."

Inzwischen sind wir die Letzten. Alle anderen Passagiere sind glücklich mit ihrem Gepäck abgezogen. Vor uns auf dem Laufband dreht nur noch eine einsame Reisetasche ihre Runden - vielleicht sollte ich die einfach statt meines Koffers mitnehmen.

"Das war's, da kommt nichts mehr", stellt Nina schließlich fest.

"Was soll das heißen, da kommt nichts mehr? Und was ist mit meinem Koffer?", frage ich panisch. "Vielleicht ist er ja ganz hinten im Flugzeug gelandet und deswegen dauert es etwas länger, bis sie ihn herausgeholt haben."

"Quatsch", sagt Nina. "Ich glaube, die haben deinen Koffer vergessen."

"Wie - vergessen?", rufe ich. "Das gibt's doch gar nicht!"

"Doch", sagt Nina. "So was kommt vor. Entweder steht dein Koffer noch in Deutschland am Flughafen oder er ist in einer anderen Maschine gelandet. Wer weiß, vielleicht ist er gerade auf dem Weg nach New York oder Hongkong ..."

Na toll! Ich will aber nicht, dass mein Koffer mutterseelenallein auf Weltreise geht. Ich will, dass er jetzt sofort auf diesem blöden Laufband auftaucht. Tut er aber nicht.

"Mist!", schimpfe ich. "Im Koffer sind doch all meine Klamotten! Was soll ich denn jetzt machen?"

Nina zuckt

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