text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Albie Bright - Ein Universum ist nicht genug von Edge, Christopher (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2018
  • Verlag: Thienemann Verlag GmbH
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Albie Bright - Ein Universum ist nicht genug

Außergewöhnlich und abenteuerlich: Ein Kinderbuch, das man nicht vergisst. Für Kinder ab 10 Jahren. Ob seine Mutter in einem Paralleluniversum noch am Leben ist? Die Idee klingt für Albie so verrückt, dass sie stimmen könnte. Mit einem Karton, einer vergammelten Banane und der Nachbarskatze macht er sich auf die Reise durch Zeit und Raum, um seine Mutter zu finden. Tatsächlich landet er in neuen Welten, die sich oft nur durch ein Detail von seiner Welt unterscheiden und dadurch für unvergessliche Erlebnisse sorgen. Nie hätte Albie gedacht, dass er sein eigenes Universum zunächst verlassen muss, um voller Trost und Hoffnung in seine Welt zurückkehren zu können. Christopher Edge wuchs in Manchester auf. Bevor er sich ganz dem Schreiben von Büchern widmete, arbeitete er als Lehrer, Lektor und Verleger. Wenn er gerade nicht schreibt, engagiert er sich dafür, Kinder zum Lesen zu animieren. "Albie Bright - Ein Universum ist nicht genug" ist sein erstes Buch bei Thienemann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 13.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522610810
    Verlag: Thienemann Verlag GmbH
    Größe: 3838 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Albie Bright - Ein Universum ist nicht genug

Es war Dad, der mich auf die Idee brachte, meine Mum mithilfe von Quantenphysik zu suchen.

Sie ist vor z wei Wochen gestorben. Am Dienstag war ihre Beerdigung. Stattgefunden hat sie in der Kirche des Heiligen Thomas im Dorf. Erst hatte Dad etwas namens "humanistische Trauerfeier" gewollt, ohne irgendwelchen "religiösen Hokuspokus", aber das wollte Grandad Joe nicht zulassen. "Sie ist keine Humanistin", sagte er und hätte beinahe seinen Tee ausgespuckt, als Dad zu einer Erklärung ansetzte. "Sie ist meine Tochter." Mum, sagte er, sei als Baby in der Kirche des Heiligen Thomas getauft worden, und er wolle, dass auch ihre Asche dort beigesetzt werde, gleich neben Grandma Joyce, mit Blick auf die Windräder und die Mine am Rand des Moors.

Da hat Mum gearbeitet - unten in der Grube. Sie war keine Bergarbeiterin, sie war Wissenschaftlerin . Clackthorpe Pit, müsst ihr wissen, ist eine der tiefsten Gruben in Großbritannien, und als die Kohle alle war, sind Wissenschaftler da unten eingezogen, auf der Suche nach den Geheimnissen des Universums. Tief am Grund der Mine konnten sie ihren ganzen Hightech-Kram anwenden, ohne dass kosmische Strahlungen ihre Experimente störten.

Kosmische Strahlen sind Strahlungen aus dem Weltraum. Jede Sekunde des Tages schwirren Dutzende von diesen kosmischen Strahlen durch deinen Körper und du kriegst es nicht mal mit. Keine Angst, sie verwandeln dich nicht in einen glupschäugigen Mutanten, aber sie können die Art von Experiment, die Mum und Dad machen, ordentlich durcheinanderbringen. Deshalb müssen Wissenschaftler wie sie sich unter die Erde verkriechen.

Mum und Dad haben immer gewitzelt, ihr erstes Date habe tausend Meter unter dem Moor stattgefunden. Sie sind runter in den Schacht gefahren, um nach dunkler Materie zu suchen - den unsichtbaren Klebstoff, der das Universum zusammenhält. Gefunden haben sie stattdessen einander.Sie haben geheiratet und, lassen wir den peinlichen biologischen Teil aus, acht Monate später bin ich aufgetaucht. Albert Stephen Bright. Ich wurde nach Mums und Dads Lieblingswissenschaftlern benannt: Albert Einstein und Stephen Hawking, aber alle nennen mich einfach bloß Albie.

Meiner Mum zufolge war meine Ankunft ein bisschen wie der Urknall - eine totale Überraschung und auch ziemlich beängstigend. Am Ende musste ich im Krankenhaus bleiben, bis ich schon fast vier Monate alt war. Dann, als es mir endlich besser ging, haben Mum und Dad mich mit in die Schweiz genommen, wo sie am CERN gearbeitet haben.

Das CERN ist eine Art Disneyland für Wissenschaftler. Dort haben sie das World Wide Web erfunden, und jetzt ist es das Zuhause des Großen Hadronen-Speicherrings. Falls ihr es nicht im Fernsehen gesehen habt: Der Große Hadronen-Speicherring ist die größte Maschine der Welt. Er ist fast siebenundzwanzig Kilometer lang und wiegt satte 38.000 Tonnen. Deshalb nennt man ihn den GROSSEN Hadronen-Speicherring. Wissenschaftler haben ihn gebaut, um in die kleinsten Dinge des Universums zu schauen. Atome.

Alles im Universum besteht aus Atomen - ihr, ich, dieses Blatt Papier, sogar die Sonne. Nur sind Atome eben klein - sehr klein. Um eine Vorstellung davon zu kriegen, wie unglaublich winzig sie sind, werft einen Blick auf den Punkt am Ende dieses Satzes. Genau hingeschaut? Okay, in diesem Punkt befinden sich acht Billionen Atome. Das sind 8.000.000.000.000 Atome. Zählt die Nullen. In diesem Punkt stecken mehr Atome, als es gerade Menschen auf der Welt gibt. Das ist ganz schön erstaunlich, findet ihr nicht auch? Und jedes Atom besteht aus sogar noch kleineren Teilchen, die man Protonen, Neutronen und Elektronen nennt.

Als ich Mum gefragt habe, warum man eine so große Maschine braucht, um in etwas so Kleines zu sehen, hat sie gesagt, der Große Hadronen-Speicherring sei wie eine Untergrund-Rennbahn für Atome, nur dass der, der den schwersten Unfall baut, gewinnt. In dem Teilchenbeschleuniger rasen winzige Teilchen im

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen