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Alea Aquarius 6 Der Fluss des Vergessens von Stewner, Tanya (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2020
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
eBook
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Alea Aquarius 6

Sehnsüchtig erwartet: Mit Band 6 der Bestseller-Reihe von Tanya Stewner gehen die Abenteuer mit Alea Aquarius in eine neue Runde. Sämtlicher Erinnerungen beraubt, muss sich die Alpha Cru erst wieder neu orientieren. Wer hat es auf sie abgesehen? Wer ist dieser Mann mit dem schwarzen Mantel und dem Leierkasten, der sie vom Ufer aus beobachtet? Und gab es ursprünglich noch mehr Bandenmitglieder? Alea wäre nicht Alea, wenn sie nicht trotz aller Widrigkeiten den Kampf mit ihren Gegenspielern aufnehmen würde, um ihre Freunde zu retten.

Tanya Stewner, geboren 1974 in Wuppertal, träumte bereits mit zehn Jahren davon, Schriftstellerin zu werden. Der Traum wurde wahr: Die Autorin der Bestseller über 'Liliane Susewind' hat eine riesige Fangemeinde, und ihre Leser warten sehnsüchtig auf jedes neue Buch von ihr.
Claudia Carls wurde 1978 geboren und studierte in Hamburg Kinder- und Jugendbuchillustration. Sie arbeitet als freiberufliche Illustratorin und gestaltet Bilderbücher, auch zu eigenen Texten, Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher und Plakate.

Produktinformationen

    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 08.10.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960521778
    Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
    Serie: Alea Aquarius 6
    Größe: 5938 kBytes
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Alea Aquarius 6

Alea erwachte mit einem seltsamen Gefühl, das sich in den wenigen Augenblicken zwischen Traum und Wirklichkeit in herzrasendes Erschrecken verwandelte. Kerzengerade fuhr sie in die Höhe. Ihr Herzschlag pochte laut und schnell in ihren Ohren, und mit weit aufgerissenen Augen versuchte sie, sich zu orientieren. Was war geschehen? Wo war sie?

Hektisch sah sie sich um. Sie befand sich in einer kleinen Kajüte in der unteren Koje eines Stockbettes. Alea griff sich an den Kopf. Es war schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Bilder, Wörter, Gesichter ... alles wirbelte durcheinander wie in einem tosenden Orkan. Angestrengt rieb sie sich die Schläfen. Eines der Wörter, die sich in ihrem Kopf drehten, war Crucis. Sie konzentrierte sich darauf. Natürlich!, dachte sie im nächsten Moment. Ich bin auf der Crucis!

Am Tag zuvor hatte Alea dieses alte Segelschiff zum ersten Mal betreten, nachdem sie stundenlang auf einer Bank am Hamburger Hafen gesessen und darauf gewartet hatte, dass Marianne anrief. Ihre Pflegemutter war gestern wegen eines Herzinfarktes mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert worden, und für Alea waren die Ereignisse ein absoluter Albtraum gewesen. Nicht nur, dass sie Marianne furchtbar lieb hatte und sich schreckliche Sorgen um sie machte. Alea befürchtete auch, zu einer neuen Pflegefamilie geschickt zu werden, und hatte sich zunächst nicht getraut, ins Krankenhaus zu fahren. Denn womöglich wartete dort jemand vom Jugendamt auf sie ...

Alea massierte sich die Stirn und versuchte, aus dem Durcheinander in ihrem Kopf die Puzzlestücke herauszufischen, die ihr am ehesten helfen würden, ein Gesamtbild zu erkennen. Ja, sie hatte voller Angst auf dieser Bank gesessen, und dann ... dann war die Crucis in den Hafen eingefahren. Zwei Jugendliche und ein etwa neunjähriger Junge waren von Bord geklettert und hatten vor einem nahe gelegenen Café Straßenmusik gemacht. Verdammt gute Musik. Alea erinnerte sich genau an den Song und an Tess' Stimme ...

Ja, Tess! Das Mädchen mit der Rockröhre hieß Tess, und die beiden Jungs waren Brüder. Ben und Sammy. Langsam klärten sich Aleas Gedanken, und die durcheinandertobenden Informationen kreisten nicht mehr ganz so wild umher.

Ben hatte Alea zum Abendessen auf das Schiff eingeladen, und obwohl sie normalerweise nicht so schnell neue Freundschaften schloss, war sie an Bord gegangen. Irgendetwas an diesem Schiff und dem ungewöhnlichen Trio gefiel ihr. Sie hatten sich unterhalten. Die drei waren eine Bande und nannten sich die Alpha Cru, wegen irgendeines Sternbildes. Sammy wollte, dass Alea ebenfalls Mitglied wurde, und so hatten sie das Aufnahmeritual gemacht - eine Sache, die allen überraschend ernst gewesen war. Und durch das alte lateinische Buch hatte Alea ihren Bandennamen Aquarius erhalten.

Alea Aquarius.

Der Name verursachte ein Kribbeln in ihrem Nacken. Er klang ... groß. Wichtig. Und dabei war er doch nur Teil eines Spiels. Oder etwa nicht?

Alea erinnerte sich, dass sie der Cru von ihrer Pflegemutter und dem Infarkt erzählt hatte, woraufhin sie zusammen ins Krankenhaus gefahren waren. Niemand vom Jugendamt war dort gewesen, niemand hatte etwas von einer neuen Familie gesagt. Alea hatte unbehelligt mit Marianne sprechen können, die sich während der kommenden Wochen schonen und wahrscheinlich eine Reha machen musste. Für die Dauer der Sommerferien durfte Alea bei der Alpha Cru bleiben. Wenn im August jedoch in Hamburg die Schule wieder begann, würde Alea in ihr normales Leben mit Marianne zurückkehren.

Alea zog die Augenbrauen zusammen. Hatte Marianne ihr wirklich erlaubt, mit der Alpha Cru zu segeln? Die Ereignisse des vergangenen Abends lagen halb verschüttet unter dem Geröllhaufen, den der Gedanken-Orkan in ihrem Kopf hinterlassen hatte, und alles wirkte eigenartig undeutlich. Was war nur mit ihr los?

Leise schlüpfte

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