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Alles, was ich sage, ist wahr Roman. Aus dem Schwedischen von Maike Dörries von Bjärbo, Lisa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2014
  • Verlag: Beltz & Gelberg
eBook (ePUB)
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Alles, was ich sage, ist wahr

Alicia, 16 Jahre, Kohlensäure im Blut, will endlich leben und schmeißt die Schule. Verrückt? Vielleicht. Doch die Großtaten lassen auf sich warten und der Tod ihrer geliebten Oma bringt sie völlig aus der Bahn. Zum Glück entpuppt sich ihr Krisenkonzept als Ozean ungeahnter Möglichkeiten. Alicia hat die Nase voll, denn Schule, findet sie, ist sowieso die reinste Zeitverschwendung. Sie stellt ihre Eltern vor vollendete Tatsachen, zieht zu ihrer Oma, der coolsten Oma der Welt, und jobbt fortan in dem angesagten Kaffee & Träume, wo sie eines Tages einem griechischen Gott, Isak, begegnet, den sie unbedingt haben will. Doch alles ist ungewiss, und als ihre Oma plötzlich stirbt, bleibt für Alicia die Welt stehen. Jetzt muss sie endlich rauskriegen, was sie wirklich will. Mit Hilfe von Fanny entwickelt sie einen genialen Aktionsplan für die Zukunft, zu dem vielleicht auch Isak gehört... Lisa Bjärbo, geboren 1980, ist Journalistin, Bloggerin (www.onekligen.blogspot.de) und Buchautorin und lebt mit ihrer Familie in Stockholm. 'Alles, was ich sage, ist wahr' wurde in Schweden mit der Nils-Holgersson-Plakette ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 253
    Erscheinungsdatum: 04.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407744487
    Verlag: Beltz & Gelberg
    Originaltitel: Allt jag säger är sant
    Größe: 2829 kBytes
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Alles, was ich sage, ist wahr

Eins

Ich muss ganz fürchterlich dringend pinkeln. Echt. Ganz fürchterlich dringend. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mal muss, ihr wisst schon, wie kleine Kinder im Auto, wenn sie sich langweilen. "Maaaama, ich muss mal!" Nichts davon. Ich bin schon lange weit beyond "Ich muss mal". Ich muss so fürchterlich dringend pinkeln, dass mein unsägliches Bedürfnis, Wasser zu lassen, meinen Verstand zu übersteigen droht, und es gibt nicht viel, was meinen Verstand übersteigt, wirklich nicht. Gleich pinkel ich mir in die Hose. So was passiert, das ist nicht ungewöhnlich. Bestimmt pinkel ich mir in die Hose, um dann den Rest des Tages mit vollgepisster Jeans in der Schule rumzulaufen, wenn diese verfluchte Klotür nicht in den nächsten drei Sekunden aufgeht und ich meinen Hintern auf die kalte Klobrille setzen und dem Druck freien Lauf lassen kann, bis die Schüssel randvoll ist. "Stehst du an?" Ein Mädchen mit blonden Ponyfransen, die über die Augen hängen, sieht mich fragend von der Türöffnung an. Ich kenne sie, sie ist aus der Elften, glaube ich. Ich nicke verkniffen, traue mich nicht, den Mund aufzumachen. Bloß nichts unnötig öffnen. Schön zusammenkneifen. Fein dicht und zu. Glaubt die vielleicht, ich stehe hier zu meinem Vergnügen, oder was? In der hintersten Ecke, weit weg von allem Weltgeschehen? Da muss man schon ziemlich bekloppt sein, um das zu glauben. Mein Gott, bin ich nur von bescheuerten Idioten umgeben? Ich nicke gequält in Richtung Toilettentür. "Besetzt", zische ich überdeutlich zwischen den Zähnen hervor. Damit sie auch wirklich versteht, nachdem sie offenbar in keinem ihrer Schulbücher je was über Schlangenbildung auf öffentlichen, insbesondere Damentoiletten gelesen hat. Sie zieht die Augenbrauen zusammen und sieht mich noch fragender an. "Warum nimmst du nicht die da?" Sie zeigt auf die Tür zur Besenkammer. "Soll ich in die Besenkammer pinkeln?", frage ich. Erstaunt. Das hätte ich nicht von ihr gedacht! Stille Wasser, sag ich nur. Sie seufzt. "Das ist keine Besenkammer", sagt sie und macht die Tür für mich auf. "Siehst du?" Und das tue ich. Ich sehe die hübscheste, weißglänzendste Kloschüssel, die es auf der Welt je gegeben hat, und ich sehe schon meinen Allerwertesten auf der Klobrille, wenn ich nur die Hose schnell genug runterkriege und die Trulla endlich die Türklinke loslassen würde, damit ich abschließen kann, danke für den Tipp und tschüs, klick, so, jetzt, da, endlich! Plätscher. Das Gefühl, wieder atmen zu können. Diese Erleichterung! Ich pinkele und pinkele und höre die andere in die Toilette neben mir kommen und gehen, sich die Hände waschen und verschwinden, während ich pinkele und pinkele. Ich pinkele bestimmt eine Viertelstunde. Dann erhebe ich mich, ziehe die Hose hoch, drehe das Schloss um und drücke die Türklinke nach unten, um aus der Toilette zu gehen. Aber die Tür geht nicht auf. Ich drehe noch einmal das Schloss hin und her, drücke wieder die Klinke nach unten und denke: Aber jetzt! Jetzt wird's ja wohl klappen. Aber die Tür lässt sich nicht öffnen. Ich drücke die Klinke tausendmal runter, drücke mit der Schulter gegen die Tür, rüttele a

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