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Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen. von Reed, Ava (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.02.2019
  • Verlag: Ueberreuter
eBook (ePUB)

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Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.

Das persönlichste Buch von Ava Reed! Ein Buch, das Hoffnung macht. Mit Zeichnungen der Autorin und handgeschriebenen Tagebucheinträgen. ___________________________ In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden! Der Abschluss. So viele Dinge, die zu tun sind. Und danach? Ein Studium? Eine Ausbildung? Reisen? Leni ist ein normales und glückliches Mädchen voller Träume. Bis ein Moment alles verändert und etwas in ihr aus dem Gleichgewicht gerät. Es beginnt mit zu vielen Gedanken und wächst zu Übelkeit, Panikattacken, Angst vor der Angst. All das ist plötzlich da und führt zu einer Diagnose, die Leni zu zerbrechen droht. Sie weiß, sie muss Hilfe annehmen, aber sie verliert Tag um Tag mehr Hoffnung. Nichts scheint zu funktionieren, keine Therapie, keine Medikation. Bis sie Matti trifft, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat, und ihn auf eine Reise begleitet, die sie nie antreten wollte ... Ava Reed wird schon immer von Büchern begleitet. Das Haus ohne etwas zu lesen verlassen? Unvorstellbar. Schließlich entdeckte sie auch das Schreiben und Bloggen für sich und kann sich nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören. Wenn sie nicht gerade wild in die Tasten tippt, geht sie ihrer Arbeit in einem Verlag nach. Ava Reed lebt mit ihrem Freund in Frankfurt am Main.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 15.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783764192327
    Verlag: Ueberreuter
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Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.

August

6 Monate vor dem Wimpernschlag, der alles verändern und zu einem Tsunami werden wird .

1

Das matte dunkelbraune Leder fühlt sich kühl und weich an in meinen Händen. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht fahre ich wieder und wieder über den Einband, sehe mir die kleinen Unebenheiten an, die es so unperfekt perfekt machen.

"Du kannst dich schon seit Jahren nicht entscheiden. Das war kaum auszuhalten." Emma schnaubt laut. "Das hat jetzt ein Ende. Ich hab es gesehen und konnte nicht daran vorbeigehen. Es hat förmlich deinen Namen geschrien." Sie plappert weiter und auch wenn es für manche so klingen mag, als wäre sie genervt oder gar unbeteiligt, weiß ich, sie freut sich mit mir und ist aufgeregt, schließlich hat sie es mir einfach so mitgebracht. Ja, sie ist sogar nervös. Das merke ich an der Art, wie sie ihr Geschenk in meinen Händen ansieht, wie sie mich und meine Reaktion darauf genau studiert.

Es ist ein Tagebuch.

Schon ewig trage ich den Wunsch, meine Gedanken und Erlebnisse aufzuschreiben, mit mir herum, aber ich entschied mich stets um. Meine Meinung und Entschlossenheit flogen regelmäßig von Ja zu Nein wie ein Jo-Jo von oben nach unten. Es hat mich beinahe selbst ein wenig genervt und auch geärgert, das gebe ich zu. Bis ich mich gefragt habe, ob es wirklich an mir liegt oder an anderen, die stets versucht haben, es mir auszureden, weil Tagebücher schließlich albern seien, nur etwas für Kinder oder für Menschen, die sonst keine Hobbies oder Freunde haben.

Das ist der Moment gewesen, in dem ich erkannt habe, dass es mir egal sein sollte, was andere denken und was sie davon halten. Wieso sollte ich mich davon abbringen lassen, wo ich es mir doch so sehr wünschte? Wahrscheinlich, weil es einfach ist, die Meinungen und Stimmen anderer ignorieren zu wollen, aber schwer, es auch tatsächlich zu tun. Deshalb habe ich bisher wohl nicht den Schritt gewagt, mir wirklich eines zu kaufen.

Das hat Emma mir nun abgenommen.

Ich denke kurz nach, gehe in mich, doch auch in diesem Moment, hier in meinem Zimmer stehend, mit dem Büchlein in der Hand, empfinde ich es nicht als uncool oder kindisch. Für mich fühlt sich das Tagebuch schon jetzt an wie ein weiterer Freund. Es ist ein Geheimnis-Hüter. Ein Gedanken-Bewahrer. Ich wollte eines, das zu mir passt und es wert war, ihm meine Geheimnisse zu verraten, es an meiner kleinen Welt teilhaben zu lassen. Und es fühlt sich an, als wäre das in meiner Hand genau das richtige dafür. Als wäre es nur für mich gemacht worden.

"Verrate es mir!", entschlüpft es Emma, in einer Mischung aus Ungeduld und Genervtheit, weil ich immer noch nichts gesagt habe. Damit reißt sie mich aus meinen Gedanken, lenkt meine Aufmerksamkeit wieder auf sich. "Es gehört jetzt dir und es hat bestimmt keine drei Sekunden gedauert, bis du ihm einen Namen verpasst hast." Emma zieht ihre Nase kraus und deutet auf ihr Geschenk, was meine Freude darüber nur größer werden lässt.

Wie gut sie mich kennt.

Es stimmt, ich gebe Dingen Namen. Vielen sogar. Eigentlich allen, die zu meinem Leben gehören. Warum? Ich denke, genau das ist der Grund: Sie gehören zu meinem Leben. Damit sind sie wichtig. Und ich finde, wichtige Dinge verdienen einen Namen. Nicht nur irgendeine Bezeichnung.

"Emma", antworte ich fröhlich. "Es ist eindeutig eine Emma." Der Mund meiner Freundin kann sich nicht entscheiden, was er genau tun will. Er ploppt auf und zu wie der eines Fisches, bevor ihr linker Mundwinkel anfängt, komisch zu zucken. Ich lache auf und umarme sie überschwänglich, schließe sie in die Arme und danke ihr für das schöne Geschenk.

"Es ist perfekt, das weißt du, oder?"

"Ja, das war es. Bi

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