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Almost Roman von Eliot, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.03.2016
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Almost

Viel mehr als eine Liebesgeschichte

Drei Jahre ist es her, dass Jess Jordans' Leben über ihr zusammenstürzte. Um zur Normalität zurückzukehren, braucht sie einen Sommerjob und einen Freund. Unbedingt. Als ausgerechnet ihr Mitschüler Gray mit ihr um den Job konkurriert, geht Jess einen Deal mit ihm ein: Sie teilen sich den Job, er bekommt das ganze Geld und tut dafür so, als wären sie ein Paar. Jedoch:

1. ist Gray schon seit drei Jahren heimlich in sie verliebt.

2. spielte er in der Nacht, die alles veränderte, eine Schlüsselrolle...

Womit Jess nicht rechnet: Dass sie sich in Gray verliebt und dadurch alte Wunden wieder aufbrechen.

Anne Eliot lebt mit ihrer Familie in den Bergen von Colorado. Sie liebt Käse, Cracker und Kaffee und verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Schreiben packender Liebesgeschichten für Teens und solche, die es im Herzen immer noch sind.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 18.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423429221
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: dtv junior
    Originaltitel: Almost
    Größe: 1022kBytes
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Almost

1 Jess

Hätte ich bloß den dritten Red Bull nicht getrunken. Und stattdessen was gegessen. Aber wahrscheinlich hätte ich vor Nervosität sowieso keinen Bissen herunterbekommen, so kurz vor dem Bewerbungsgespräch.

Jetzt stehe ich hier auf dem Parkplatz und fühle mich, als hätte ich Nägel und glitschige Schlangen im Magen. Im Schleudergang.

Na ja, selbst schuld.

Ich stelle das iPhone lauter und zwänge mein Bein am Lenkrad vorbei, versuche mich irgendwie zusammenzukauern. Keine leichte Übung auf dem Fahrersitz eines Jeeps. Aber wenn man klein ist, geht's einigermaßen. Und wenn man die richtige Decke dabeihat, ist es sogar fast gemütlich.

Und ich habe definitiv die richtige Decke - eine braune, superflauschige Fleecedecke. Ein Geschenk meiner kleinen Schwester. Sie ist der einzige Mensch überhaupt, der weiß, wie oft ich mein Auto als Bett nutze. Letzten Februar, als sie dachte, ich würde beim Powernapping auf dem Schulparkplatz erfrieren, hat sie sie mir von ihrem Babysittergeld gekauft. Sie hilft mir, wo sie kann, damit ich es irgendwie schaffe, meinen versäumten Nachtschlaf nachzuholen.

Heute kann mir leider niemand helfen. Höchst unwahrscheinlich, dass ich mit drei Red Bulls im Bauch versäumten Schlaf nachhole. Viel wahrscheinlicher ist, dass ich auf den Parkplatz von Geekstuff.com kotze. Oder während des Bewerbungsgesprächs.

Das wär doch mal was: Entschuldigen Sie, Herr Wie-kann-ich-Sie-bloß-beeindrucken-Geschäftsführer, könnten Sie sich Ihre Frage bitte merken, bis ich fertig bin mit Reihern?

Wahrscheinlich würden die mich für total verkatert halten. Oder denken, dass ich auf Drogen bin. Was wohl auch stimmt. Ist ja kein Geheimnis, dass Koffein eine Droge ist. Und ich kann definitiv nicht ohne leben.

Wieder krampft mein Magen. So heftig, dass ich fast losgeschrien hätte. Ich schließe die Augen, atme langsam ein und aus und beschwöre die drei Energydrinks, in meinem Magen zu bleiben. Und vor allem natürlich das Koffein. Die Scheibe des Seitenfensters drückt angenehm kühl gegen meine Stirn. Irgendwie scheint das die Magenkrämpfe zu lindern.

Puh.

Ich kuschle mich tiefer in meine Decke und versuche, mich auf das bevorstehende Gespräch zu konzentrieren. Auf dem iPhone läuft klassische Musik. Klassik funktioniert am besten, wenn ich mir irgendwelche Ziele - und den Weg dorthin - vor Augen führen will.

Die Athleten bei den Olympischen Spielen gehen ihren Wettkampf vor dem Startschuss ja auch im Geiste durch.

Okay, ich weiß selbst, dass es nicht gerade eine olympische Leistung ist, einen Praktikumsplatz bei Geekstuff.com zu ergattern. Aber für mich ist es trotzdem die größte Herausforderung, vor der ich je stand. Ohne dieses Ferienpraktikum ist meine Zukunft gelaufen.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich den Raum betreten, in dem ich gestern dreißig Mitbewerber aus dem Feld geschlagen habe.

Der Firmenboss bittet mich, meine mitgebrachten Produktproben zu präsentieren. Er ist beeindruckt. Ich sehe mich lächeln und bei meiner Produktpräsentation total kommunikativ und sozialkompetent rüberkommen. Wie beiläufig erwähne ich, dass ich fast die gesamte Palette an "Geek-Toys" besitze. Und dass ich es kaum erwarten kann, den Onlinestore von innen kennenzulernen.

Das Zwischenmenschliche ist das Schwierigste. Dieses ganze Bluffen und So-tun-als-ob. Aber dass ich alle Geekstuff-Produkte besitze, das ist kein Bluff. Das ist die reine Wahrheit. Ich liebe das nerdige Zeug, das sie verkaufen. Einfach alles. Jedes kleine Spielzeug, jeden Schnickschnack, jedes T-Shirt. Selbst die Star-Wars-Sachen. Ehrlich, es gibt keinen cooleren Laden auf der Welt.

Ich rappele die Geschichte der Geekstuff-Verkaufsschlager herunter und hebe mein absolutes Lieblingsprodukt hervor: die Quallen-Aquariums-Stimmungslampe mit dem automatischen Farbwechsel zum Preis von nur vierunddr

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