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Animal Heroes, Band 2: Rochenstachel von Thilo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2017
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Animal Heroes, Band 2: Rochenstachel

ANIMAL HEROES - IHRE MAGISCHEN TIERE MACHEN SIE ZU SUPERHELDEN! John kann unter Wasser atmen und ist ein superguter Schwimmer, wenn er mit seinem Rochen Wesley zusammen ist. Aber kann er es alleine mit den fiesen Beast Boys aufnehmen? Mitten im Atlantik braucht er dringend die Hilfe seiner Freunde ... Thilo P. Lassak verbrachte den Großteil seiner Kindheit in der elterlichen Buchhandlung zwischen Pippi Langstrumpf und Räuber Hotzenplotz - die optimale Vorbereitung auf seine spätere Laufbahn als Kinderbuchautor. Nach dem Studium der Publizistik machte er zunächst mit seiner Kabarettgruppe

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 20.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473478552
    Verlag: Ravensburger Verlag
    Serie: Animal Heroes 2
    Größe: 7427 kBytes
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Animal Heroes, Band 2: Rochenstachel

2.
Ein Flug mit Rochenflossen

John fiel. Einen Meter, zwei Meter. Seltsamerweise spürte er keine Panik in sich aufsteigen. Im Gegenteil. Eine große Ruhe breitete sich in seinem Körper aus. So, als wären alle Ängste und Sorgen für immer von ihm abgefallen.

Bilder von Wesley, seinem Rochen, schossen ihm durch den Kopf. War das eine Botschaft seines Unterbewusstseins? John glaubte fest daran. Also sprach er die magische Formel. Nicht laut, aber mit voller Überzeugung. So, als wollte er die Götter der Maya auf sich aufmerksam machen.

Seht diesen Jungen hier, er ist nicht mehr John, er ist Rochenstachel.

Im selben Moment erschien sein Schwimmanzug. Die gewaltigen, kräftigen Rochenflossen reichten von seinen Handgelenken bis zu seinen Fersen. John breitete die Arme aus. Sofort fing sich die Luft unter den Flossen, fast wie in einem Fallschirm.

Johns Fall wurde augenblicklich deutlich abgebremst. Fast zeitgleich riss ihn das Seil zurück. John stöhnte vor Schmerzen auf. Ohne die Flügel wäre er mit voller Wucht gegen einen Felsvorsprung gependelt, so weit war er von dem Haken entfernt gewesen. Und er trug keinen Helm. Die Flossen hatten ihm höchstwahrscheinlich das Leben gerettet. Vorerst.

John baumelte an der Felswand wie eine eingesponnene Fliege unter einem Spinnennetz. Die Gefahr war nicht gebannt, aber noch lebte er!

"Verdammt, verdammt!", presste John hervor. Er zwang sich, ruhig zu werden. Langsam und gleichmäßig zu atmen. Seine Kraft zu spüren, die Kraft des Rochens.

Nach endlosen Minuten gelang es ihm, mit den Füßen Halt zu finden. Sobald das Seil die Spannung verloren hatte, ging es John wesentlich besser. Er ruderte mit den Flossen, bis er die Felswand auch mit seinen Händen wieder erreichen konnte. Er packte einen winzigen Vorsprung im Stein und zog sich so dicht an die Wand wie möglich. Genau an dieser Stelle hatte John vor einer halben Stunde gehangen und den Haken eines Vorgängers im Fels genutzt. John hakte sich erneut mit dem Karabiner ein. Er war in Sicherheit. Verdammte Axt, er war einfach ein Teufelskerl!

John lachte und weinte gleichzeitig. Tränen der Erleichterung liefen an seinen Wangen herab. Er hatte schon einige Abenteuer mit den Animal Heroes erlebt. Doch so knapp wie eben war er dem Tod noch nie von der Schippe gesprungen.

John sah an sich herunter. Der Berg hatte ihn übel zugerichtet. Unter seinem Rippenbogen war eine lange Schramme, die leicht blutete. Seine Brust würde schon bald von blauen Flecken nur so übersät sein. Doch Schmerzen machten John nichts aus, sie vergingen, wenn man die Zähne zusammenbiss.

John wartete, bis sich sein Atem weiter beruhigt hatte und die Beine zu zittern aufhörten. Dann ließ er den Schwimmanzug verschwinden und seilte sich in sicherere Regionen ab. Auf halber Höhe schaute er auf sein Smartphone. Es war eine Nachricht von seinem Mentor Cliff Hanger, so knapp wie immer.

Dringend! Komm zum Hauptquartier. Treffen morgen Abend um 20 Uhr Ortszeit. Benutz eine normale Passagiermaschine.

"Hi ho!", jubelte John. Die ganze Aufregung hatte sich wenigstens gelohnt. Cliff hatte ganz bestimmt einen neuen Auftrag für die Animal Heroes.

Trotz des eben erlittenen Schocks fühlte John sich großartig. Es war immer wieder unglaublich, zu einer solchen Truppe zu gehören.

Ohne auch nur einen Sekundenbruchteil an seine Höhenangst zu denken, seilte John sich komplett aus dem Fels ab. Eine Viertelstunde später erreichte er festen Grund.

John marschierte zu dem Eukalyptusbaum, an dem er vor mehr als drei Stunden sein geliebtes kariertes Hemd ausgezogen hatte. Es hing noch immer an einem Ast auf Augenhöhe, sein Hut war daneben. Oben im Baum hockte eine Krähe und beobachtete ihn neugierig.

War es dieselbe wie vorhin oben im Fels? Wer wusste das bei diesen Vögeln schon.

"Glotz nicht so!", sagte John lachend. Dann eilte er auf einem sc

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