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Animal Heroes, Band 6: Tentakelgriff von Thilo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2019
  • Verlag: Ravensburger Verlag
eBook (ePUB)
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Animal Heroes, Band 6: Tentakelgriff

John kann unter Wasser atmen und ist ein superguter Schwimmer, wenn er mit seinem Rochen Wesley zusammen ist. In der Antarktis müssen er und seine Freunde beweisen, welches Team besser ist: die Animal Heroes oder die Beast Boys. Sonst erfährt die ganze Welt von ihren Superheldenkräften! Doch schnell wird John klar, dass der Wettkampf gegen die Beast Boys nur ein Ablenkungsmanöver ist ... Fliegen wie ein Falke, schwimmen wie ein Rochen, rennen wie ein Gepard, klettern wie ein Gecko - die Animal Heroes sind Superhelden mit magischen Tieren. Alle Abenteuer der Animal Heroes: Band 1: Falkenflügel Band 2: Rochenstachel Band 3: Geckoblick Band 4: Gepardenpranke Band 5: Leguanbiss Band 6: Tentakelgriff Thilo P. Lassak verbrachte den Großteil seiner Kindheit in der elterlichen Buchhandlung zwischen Pippi Langstrumpf und Räuber Hotzenplotz - die optimale Vorbereitung auf seine spätere Laufbahn als Kinderbuchautor. Nach dem Studium der Publizistik machte er zunächst mit seiner Kabarettgruppe 'Die Motzbrocken' von sich reden. Daneben arbeitete er für Funk und Fernsehen und schrieb unter anderem Drehbücher für 'Sesamstraße' und 'Bibi Blocksberg'. Seine Bücher schreibt er fast alle unter seinem Vornamen Thilo. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Mainz.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 23.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479641
    Verlag: Ravensburger Verlag
    Serie: Animal Heroes 6
    Größe: 7103 kBytes
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Animal Heroes, Band 6: Tentakelgriff

1.
Ein neuer
Rekord

John war überwältigt. Mit geschlossenen Augen stand er im Meer und genoss den Augenblick. Auf diese Weise konnte ihn nichts von seinen Gefühlen ablenken. Die Wellen klatschten gegen seinen Bauch, und wenn sie sich zurückzogen, liefen ihm einzelne Tropfen die Brust herunter. Die Sonne wärmte seine Haut und in der Ferne, am Strand, hörte er das Lachen von Kindern.

John atmete durch die Nase tief in die Lungen, dann weiter hinunter, bis sein Bauch prall war wie eine Trommel. Er legte den Kopf in den Nacken und hielt die Luft an. Seine Gedanken wanderten zurück, Tage, Wochen, Monate, Jahre. John sah sich als kleinen Jungen, an genau diesem Ort. Er hatte das Meer schon immer geliebt, die Wildheit der Wellen, den Geruch von Salz und Algen, den Nervenkitzel, die leichte Angst, ob nicht doch ein Ungeheuer in der Tiefe lauerte.

Schon der Weg zur Wasserkante war immer ein Erlebnis gewesen, der Sand zwischen den Zehen, das Piksen von Muschelsplittern unter den Fußsohlen, Krabben oder Quallen, die an Land gespült worden waren und gerettet werden mussten.

All das hatte die Ausflüge ans Meer zu den schönsten Tagen des Jahres gemacht. Jeden Urlaub hatte die Familie am Meer verbracht, da hatte John nicht mit sich reden lassen. Schon früher hatte er einen starken Willen gehabt. Aber da sein Vater ein leidenschaftlicher Taucher war, musste auch nie lange diskutiert werden. Die Begeisterung für das wilde Element Wasser war John also wahrlich schon in die Wiege gelegt worden. Seit er ein Animal Hero war, hatte sich diese Verbundenheit mit dem Meer noch stärker ausgeprägt.

John atmete kräftig aus. Sein aufgeblähter Bauch zog sich zusammen wie ein Luftballon, der endlich entleert wurde.

Plötzlich streifte etwas Lebendiges Johns Oberschenkel, sanft, aber trotzdem voller Kraft. John erkannte diese Berührung sofort. Wesley nahm Kontakt mit ihm auf. Sein Rochen war das schönste Tier der Welt, fand John. Und nicht nur das. Es war auch das klügste, mutigste und anschmiegsamste.

John lachte. Ja, der Rochen liebte es tatsächlich zu kuscheln. Nicht wie ein Schoßhund oder ein Kätzchen. Wesley zeigte seine Liebe zu John auf irgendwie ... rauere Art. Beim Tauchen umarmte Wesley John manchmal mit seinen Flossen. Kraftvoll und doch zärtlich. John spürte danach jedes Mal neue Energie durch seinen Körper fluten. Wesley war wirklich eine Quelle der Kraft für ihn.

John streckte seine Hand ins Wasser und öffnete die Augen. Er erwischte den Rochenstachel und packte kurz zu. "Du bist mein schwimmender Kraftriegel", scherzte John.

Wesley bäumte sich im Wasser auf und begann, John zu umkreisen. Dabei stieß er John immer wieder an. Der Rochen liebte es, mit John herumzutollen. Im flachen Wasser konnte er seine Flossen nur minimal bewegen. Trotzdem glitt Wesley elegant durch den Ozean.

John griff nach den Flossen des Rochens und hängte sich wie ein Rucksack auf dessen Rücken. "Für meinen Rekordversuch muss ich weiter nach draußen", erklärte John. Wesley verstand. Er verstand alles, was John sagte.

Als sie etwa fünfhundert Meter vom Strand entfernt waren, konnte John es wagen und sich in einen Animal Hero verwandeln. Seit ihr Mentor, Doktor Cliff Hanger, ihn in der magischen Zeremonie mit Wesley verbunden hatte, war das möglich, wann immer John mit dem Rochen in Kontakt stand. Anders als bei den anderen Animal Heroes, musste Wesley dafür nicht in seiner unmittelbaren Nähe sein. John konnte sich allein durch die Kraft seiner Gedanken bei dem Rochen einklinken. Die Fähigkeiten und Eigenschaften des Tieres gingen dann auch auf ihn über.

Salziges Wasser klatschte in Johns Gesicht. Er sagte die Worte, die ihn von einem normalen Jungen in einen Animal Hero verwandelten. Nicht laut, sondern leise in sich hinein, aber mit voller Überzeugung. So, als wollte er die Götter der Maya auf sich aufmerksam machen: Seht diesen Jungen hier, er ist nicht

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