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App ins Glück, Installieren - Herz verlieren von Boos, Marina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.08.2014
  • Verlag: Planet Girl
eBook (ePUB)
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App ins Glück, Installieren - Herz verlieren

Installieren - Herz verlieren Fee ist 15 und genervt, vor allem von sich selbst: Ihr Outfit ist langweilig, ihr Partyleben quasi nicht vorhanden, sie ist einfach immer nur Durchschnitt. Doch das soll ab sofort anders werden! Kurzerhand programmiert Fee eine App, die ihre Fortschritte streng überwacht. Wirklich streng. Ganz nebenbei sucht diese App auch noch den perfekten Jungen für Fee und schlägt Alarm, sobald Mr. Perfect in der Nähe auftaucht. Aber mit der Wahl der App ist Fee ganz und gar nicht einverstanden ... Marina Boos wurde 1981 in Südwestdeutschland geboren und lebt mittlerweile mit ihrer Familie und einer Unzahl an Büchern in der Elfringhauser Schweiz. Sie hat Informationswirtschaft studiert und arbeitet in einer Öffentlichen Bibliothek. Dort kümmert sie sich um Naturwissenschaften, Technikprobleme, Schüler und ... Kochbücher. Ihre Steckenpferde beim Lesen und Schreiben: Thriller und Science Fiction. Leider bleibt ihr nur noch wenig Zeit für Kampfsport und Indischen Tanz, aber dafür genießt sie vom Arbeitszimmer aus den Ausblick ins Grüne.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 07.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783522652711
    Verlag: Planet Girl
    Größe: 3297 kBytes
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App ins Glück, Installieren - Herz verlieren

Affen, Bäume und Mut in Tüten

Eine Nacht drüber schlafen hat nicht gereicht, um mich mit der neuen Haarfarbe zu versöhnen. Ganz und gar nicht. "Ich brauche ein ganz tiefes Loch zum Drin-Verkriechen und nie wieder Rauskommen!"

Mein Spiegelbild und Felix gucken mich an. Das Mädchen, das mich verzweifelt aus dem Spiegel anblinzelt, trägt den schwarzen Fedora mit dem Schottenkaroband. Überall quellen darunter orangefarbene Haare hervor. Dazu trägt sie eine leichte Bluse und einen kurzen Schottenrock. Sie wirkt, als hätte man alles Unglück dieser Welt auf ihr abgeladen.

Felix ragt wie eine Giraffe neben mir auf und sieht mit seinen kurzen Locken, der Brille und dem Metallica-Shirt aus wie der letzte Freak. Es ist sieben Uhr morgens. Selbst nach einem großen Milchkaffee bin ich noch nicht annähernd wach.

"Du siehst süß aus. Du hast das gewisse Etwas, das wir Männer attraktiv finden, du verstehst?" Felix ist hellwach und munter und meint das völlig ernst. "Und Zitat von dir selbst: Die langweilige Fee austauschen!"

Meinem Spiegelbild klappt die Kinnlade runter. "Du schaust mein Vlog?"

"Ja klar. Vlogs sind zum Anschauen da. Sonst hättest du ja wohl in dein Tagebuch geschrieben. Wolltest du die Elaine-App nicht geheim halten und erst präsentieren, wenn deine Verwandlung Raupe-zu-Schmetterling geklappt hat?"

Bevor ich darüber nachdenken kann, was er da eigentlich gesagt und wie er mein Vlog überhaupt gefunden hat, fällt mir Elaine in den Rücken. Sie flüstert: "Schätzchen, der Hut ist der Wahnsinn! Ein so angesagtes Sommeraccessoire hat keine andere!"

"Siehst du", sagt Felix. "Dein Coach ist meiner Meinung."

Er linst über meine Schulter.

Elaine winkt ihm zu. Sie hat sich meinem Outfit angepasst und es um Kniestrümpfe und eine weinrote Krawatte ergänzt. Ein bisschen Punk, ein bisschen englisches Schulmädchen. Die oberen zwei Blusenknöpfe sind offen, die Krawatte sitzt sehr locker. Interessant, aber nicht verrückt. Wobei das wahrscheinlich nur bei ihrer Oberweite frech wirkt. Meine Brüste fallen deutlich bescheidener aus.

Ihr Lob prallt an mir ab. Ich bin schon so tief in meiner destruktiven Stimmung versunken, dass ich alles wie mit Scheuklappen sehe. Die Welt ist schlecht! "Wie ein Voll-Nerd sehe ich aus. Am besten kaufe ich mir eine Brille und einen Pullunder dazu." Mein Spiegelbild und ich, wir zerfließen gleich vor lauter Selbstmitleid. Ach du liebe Zeit! So kenne ich mich gar nicht.

"Pft!", macht Felix. "Schottenrock und Bluse sind unmodern? Wenn du ein richtiger Nerd sein willst, leihe ich dir mein Shirt."

Mit einer dramatischen Geste reißt er sich die Brille runter, wuschelt durch seine Locken und zieht in Windeseile sein Shirt aus. Ich kann nicht anders, als ungläubig auf seinen Oberkörper zu glotzen: Mein Harry-Potter-Bruder mit dem Gruselshirt hat sich im Nullkommanix in einen Surfer mit gut trainiertem Oberkörper verwandelt. Er hat keine dick aufgepumpten Macker-Muskeln, sondern sieht ganz natürlich und sportlich aus – und verflixt gut. Und wenn ich das schon über meinen Bruder sage, wie finden ihn dann erst andere Mädchen?

"Holla!", quietscht Elaine leise. Selbst ihr ist die Kinnlade runtergefallen.

Ich bin absolut entsetzt, wie wenig ich vom Leben meines Bruders mitbekomme. "Was ... wie ... wann? Äh." Meine Stimme versagt. Ich kann nur weiterglotzen.

Er lässt den Bizeps spielen und lacht: "Mountainbike. Basketball. Kletterwald."

"Uah, Felix! Bitte zieh da jetzt nicht wieder ein Nerdshirt

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