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Armans Geheimnis

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2015
  • Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
eBook (ePUB)
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Armans Geheimnis

Was, wenn das stärkste und wildeste Pferd dich zum Gefährten auswählt? Was, wenn dieses Pferd ein großes Geheimnis in sich trägt, und du die Einzige bist, die es retten kann? Charlie kommt zuhause nicht mehr klar. Auf einem abgelegenen wunderschönen Reiterhof der Familie Liliental soll sie mit vier weiteren Jugendlichen wieder zu sich zurückfinden. Der Umgang mit den Pferden soll sie der Natur näher bringen und ihre Stärken und positiven Eigenschaften hervorholen. Das Seltsame: Hier suchen sich die Pferde ihre Reiter selbst aus. Die verschlossene Charlie wird ausgerechnet von dem wilden und als unreitbar geltenden Hengst Arman gewählt. Ein zartes Band der Freundschaft beginnt sich zwischen den beiden misstrauischen Charakteren zu entwickeln. Doch schon bald wird Charlie klar: Dieser idyllische Pferdehof und die Familie Liliental sind nicht so wie sie scheinen und Arman birgt ein Geheimnis. Ehe Charlie sich versieht, stecken sie und ihre vier Mitstreiter in einem atemraubenden, fantastischen Abenteuer ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 05.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783440149997
    Verlag: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG
    Größe: 1411 kBytes
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Armans Geheimnis

KAPITEL 4

Vorsichtig beäugte Charlie die vier Jugendlichen, die auf dem Hof vor dem lang gestreckten Hauptgebäude standen und warteten. Eines der Mädchen wirkte genauso verloren, wie Charlie sich fühlte. Sie blickte niemanden direkt an und zupfte mit hochgezogenen Schultern die Ärmel ihrer weißen Strickjacke über die Hände. Fast sah sie aus, als wünschte sie sich, die rotblonden Haare nicht zu einem Zopf gebunden zu haben, damit sie ihr Gesicht dahinter verstecken konnte. Neben ihr lehnte ein dunkelhaariger Typ am Zaun und bemühte sich, möglichst cool rüberzukommen. Er trug dicke Sneaker und ein umgekehrtes Käppie auf dem Kopf. Sein Hoody war definitiv ... auffällig. Quietschgelb, als hätte er nichts dagegen, aufzufallen. Das It-Girl nur wenige Meter weiter ließ ihn allerdings alt aussehen. Alles an ihr wirkte wie frisch aus einem teuren Designerladen importiert: das Kleid, ihre auffälligen Ohrringe, selbst der pinkfarbene Rollkoffer. Ob ihr Reitdress genauso aufgehübscht war? Charlie beobachtete sie heimlich von der Seite. Sie passte ungefähr genauso gut in diese Umgebung wie ein feuerrotes Cabrio! Genervt hielt das Mädchen ihr Handy in die Höhe - na klar, auch das war mit einem stylischen Glitzer-Extra verziert. Da achtete jemand ganz genau auf seine Wirkung.

"Kann mir mal einer sagen, was mit meinem Handy los ist?", unterbrach die Prinzessin die Willkommensrede von Lore und deren Mann, den sie als Richard vorgestellt hatte. Dunkelblonde Locken fielen ihm in das nette Gesicht, der Dreitagebart dagegen verriet sein Alter - hier und da waren die Haare grau.

"Technische Geräte funktionieren hier leider nicht", erklärte Lore da auch schon und wurde von dem Jungen im Hoody unterbrochen. "What?? Kein Internet? WLAN, Hotspot, Rooter? Irgendwas??" Sämtliche Jugendliche starrten Lore ungläubig an. War das ihr Ernst? Kein Internet?

Richard tauschte einen kurzen Blick mit Lore und schlug vor: "Lasst uns erst einmal ins Haus gehen, da zeigen wir euch alles." Aufmunternd wandte er sich zu dem fünften in der Runde. "Kommst du auch, Nils?"

Neugierig besah sich Charlie den Jungen: Er war blond, still, gut aussehend und schnappte sich nun seinen Rucksack, ohne einen von ihnen anzusehen. Als ob er es gewohnt war, mehr zu gucken als zu reden, und lieber unsichtbar blieb. Dann blickte er jedoch kurz auf - ausgerechnet direkt in Charlies Augen. Für ein paar Sekunden hielt Charlie seinem Blick stand, dann sah sie verlegen weg und wunderte sich über sich selbst: Seit wann war sie so schüchtern?

Das It-Girl holte auf und lief neben Nils her. "Voll ätzend hier, oder?", begann sie ein Gespräch. "Ich bin übrigens Patrizia!"

Doch mit einem "Schön für dich" ließ Nils sie stehen. Viele Worte schien der nicht zu machen.

Als Charlie das Haus betrat, umfing sie sogleich der Duft nach frisch gebackenem Apfelkuchen. Charlie lief das Wasser im Mund zusammen, aber sie riss sich zusammen. So leicht würde sie sich nicht herumkriegen lassen. Verwundert ließ sie ihre Augen durch die Zimmer schweifen. Auch die Inneneinrichtung des Hofes war ... nun, recht ungewöhnlich: nirgendwo Lichtschalter, stattdessen überall Kerzen und Petroleumlampen. Wiesenblumen standen auf den Tischen, ein großer, altertümlicher Ofen nahm eine gesamte Ecke ein. Seine Oberfläche war aus grünen, scheinbar handgefertigten Fliesen. Nirgendwo Plastik oder Stahl, alles war aus Holz: der Boden, die Wände, die Möbel und eine seltsam aussehende Standuhr. Und auch das Schachspiel hinter dem die alte Frau, die Richard als seine Mutter Rona vorstellte, saß, war aus Holz. Mann, das war ja wie in einer dieser Scripted-Reality-Serien im Fernsehen! Leben auf der Alm - oder so. Da passte es super dazu, dass das Essen gemeinsam vorbereitet werden sollte und der Tag bei Sonnenaufgang um sechs Uhr morgens begann: Pferde pflegen, Heu machen, Stall ausmisten ...

Der Typ im gelben Hoody verdrehte die dunkle

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