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Aschenwelt Nach dem Amoklauf. von Schlichenmaier, Timon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.01.2014
  • Verlag: Timon Verlag
eBook (ePUB)
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Aschenwelt

'Aschenwelt' erzählt von der herzzerreißenden Liebe Johannas zu einem Menschen, der ihr gewaltsam genommen wurde, grundlos, von einer Sekunde auf die andere. Und sie war dabei, hat es miterlebt - und überlebt. Danach ist nichts mehr wie es war, es gibt nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt - ihr Leben ein Höllentrip von Drogen, Psychosen und Hoffnungslosigkeit. Nur die Liebe kann sie retten - eine Liebe, die alles verzeiht und nichts verlangt. Timon Schlichenmaiers Roman 'Aschenwelt' beruht auf umfangreichen Recherchen, die der Autor über mehrere Jahre angestellt hat. In dieser Zeit sprach er mit Traumatisierten, mit Menschen, die eine schwere Psychose hinter sich hatten, mit Drogenabhängigen und mit ihren Therapeuten. Ein faktenreicher Roman, der dabei noch spannend zu unterhalten versteht. (Alexander Häusser, Autor) Leserstimmen: 'Schlichenmaier nimmt uns mit auf eine Reise durch Liebeshimmel und Liebeshölle.' 'Sehr spannend und grandios bis zum Ende!' 'Dieses Buch hat mich nicht nur gepackt, es hat mich emotional umgehauen!' '... dem Roman gelingt es, den Leser schnell zu packen und nicht mehr loszulassen.' 'Fesselnd, bewegend, sehr zu empfehlen.' 'Wohl der beste Roman, den ich in den letzten Monaten gelesen habe, ein Roman, der mich wohl noch lange beschäftigen wird.' 'Timon Schlichenmaier führt uns beeindruckend durch die Seelenlandschaft eines Menschen, der überlebt hat und doch nicht mehr leben kann.' 'Absolut überzeugend hat sich Timon Schlichenmaier in die Psyche dieser beschädigten und trotzdem starken jungen Frau hineingefühlt.'

Timon Schlichenmaier, geboren 1975, gründete nach einer Schriftsetzerausbildung und dem Media-Publishing-Studium den Timon Verlag, bei dem er bis heute als Verleger tätig ist. Er ist außerdem als freier Buchgestalter und Webdesigner tätig. 'Aschenwelt' ist sein erster Jugendroman, davor veröffentlichte er bereits die beiden Kinderbücher 'Hermann Hase' und 'Lillebob'. Seine Leidenschaft gehört sowohl dem geschriebenen Wort als auch der Musik. Der Autor hat zwei Kinder und lebt in einer Patchwork-Familie in Hamburg. Sein nächster Jugendroman ist in Arbeit. Mehr über den Autor Timon Schlichenmaier: www.timonschlichenmaier.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 08.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783938335314
    Verlag: Timon Verlag
    Größe: 1342kBytes
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Aschenwelt

Zwei

Nadeschda wartete schon. Als Jo sie sah, ging sie einige Schritte schneller, bis sie schließlich rannte und Nadeschda um den Hals fiel. Etwas zu heftig. Nadeschda verlor fast das Gleichgewicht. Jo drückte sie so fest sie konnte und Nadeschda blieb steif wie ein Brett.

Jo trat einen Schritt zurück. "Es - es tut mir leid", sagte sie.

Nadeschda schaute sie nur an.

"Ich hätte dich gestern nicht einfach so stehen lassen dürfen", sagte Jo.

"Das stimmt."

"Bitte verzeih mir."

Anstatt etwas zu sagen, hauchte Nadeschda ihr einen Kuss auf den Mund und flüsterte in ihr Ohr: "Wir stehen erst am Anfang, Schnucki. Okay?"

"Schnucki?" Jo drückte sich von Nadeschda weg und schaute sie stirnrunzelnd an.

"Magst du das nicht?", fragte Nadeschda.

Jo schüttelte den Kopf und verzog dabei angewidert den Mund.

"Jetzt speziell Schnucki oder Kosenamen im allgemeinen?"

"Also, Schnucki ganz speziell nicht. Klingt wie Mausi, oder Zensi. Da kannst du auch gleich Muschi sagen."

"Oh, Muschi ist gut." Nadeschda kicherte. "Da fällt mir ein ..."

"Ich glaub, ich steh allgemein nicht auf Kosenamen."

"Gut, dann nenn ich dich einfach Jo. Oder: meine Liebe?"

"Nein, bitte nicht meine Liebe. Einfach Jo, das reicht."

"Gut. Dann musst du mich Deschda nennen. Und bitte bitte niemals Nadi oder so. In Ordnung?"

"Versprochen", sagte Jo. "Deschda. Klingt gut." Sie grinste.

"Dann hätten wir das schon mal geklärt." Nadeschda stieß ein helles Lachen aus.

"Ist alles gut zwischen uns?", fragte Jo.

"Klar, warum nicht?"

"Na, irgendwie warst auch du komisch gestern."

"Ja, stimmt, hast recht", sagte Nadeschda. "Bitte nicht sauer sein. Ich glaube, ich hatte Angst, dass gestern Nacht nur eine Episode war, nichts Ernstes."

"Wie kommst du auf so einen Blödsinn?"

"Ich weiß auch nicht", sagte Nadeschda. "Ich bin ein Angstmensch." Sie zog eine Grimasse.

"Und, ist es was ernstes?", fragte Jo.

"Für mich, ja", sagte Nadeschda. "Und für dich?"

"Ja, schon, glaube ich."

Nadeschda küsste sie wieder auf den Mund.

"Und?", fragte sie dann. "Eine Idee, was wir jetzt machen? Immerhin hast du mich herbestellt." Sie zwinkerte Jo zu.

"Keine Ahnung."

"Wollen wir an die Elbe? Ein bisschen spazieren? Ist so herrliches Wetter."

"Elbe? Ich weiß nicht." Jo war etwas unschlüssig.

"Jetzt komm schon", forderte Nadeschda sie auf. "Jedes frisch verliebte Paar in dieser Stadt muss wenigstens einmal gemeinsam an der Elbe gewesen sein." Sie griff nach Jos Hand und zerrte sie in den gerade angekommenen Bus hinein.

"Ist das überhaupt der richtige?", fragte Jo.

"Null Ahnung. Hauptsache, er bringt uns in die Nähe."

Wenig später standen sie auf dem Sand am Ufer des breiten Stroms, der Lebensader der Stadt.

Nadeschda sog gierig die Luft ein. "Ahh! Göttlich! Hier riecht's so frisch und belebend."

"Abgase vom Hafen und den Schiffen", bemerkte Jo mit wenig Begeisterung.

"Du bist mir mal ein Miesepeter." Nadeschda warf ihr einen tadelnden Blick zu. "Siehst du den Baum dort? Der so aussieht, als hätte er sich hingelegt, um aus dem Fluss zu trinken?"

Jo nickte.

"Wer zue

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