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Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold von Reed, Ava (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.09.2019
  • Verlag: Loewe Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
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Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold

Eine Liebe zwischen Tod und Unsterblichkeit Prag wird die goldene Stadt genannt, doch Mila sieht dort unendlich viel grau. Denn sie hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann den Tod vorhersehen. Menschen, die bald sterben werden, verlieren in Milas Augen jegliche Farbe. Verzweifelt versucht sie, diesen Fluch loszuwerden, und gerät dabei in den Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Schnell findet sie heraus, dass Himmel und Hölle ganz anders sind, als sie es sich vorgestellt hat. Für welche Seite wird Mila sich entscheiden? Seit 12 Jahren bedroht ein Ungleichgewicht die Welt. Eigentlich wird sie durch das Gleichgewicht von Gut und Böse, Licht und Schatten, Menschen und Ewigen zusammengehalten. Die Aufgabe der Ewigen ist es, diese Balance zu bewahren. Der Ewige Asher ist im Reich der Dunkelheit zu Hause. Eigentlich hält er sich aus den Angelegenheiten der Menschen heraus, bis sein alter Gegenspieler Tariel plötzlich Interesse an einem Mädchen zeigt: Mila. Zunächst nähert er sich ihr nur an, um die langersehnte Rache an Tariel zu nehmen. Aber dann entdeckt Asher, dass Mila besondere Kräfte besitzt. Kräfte, die ein Mensch gar nicht haben sollte. Und schon bald steht er vor einer schwierigen Entscheidung: Wird er das Mädchen, das er liebt, beschützen - selbst wenn das die gesamte Welt ins Chaos stürzen könnte? In dieser mitreißenden Paranormal Romance ab 14 Jahren erzählt Autorin und Bloggerin Ava Reed die Geschichte von engelsgleichen Wesen und einer großen Liebe, die den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse überstehen muss. Der grandiose Auftakt der Ashes and Souls-Dilogie, die Fantasy-Fans in ihren Bann ziehen wird! Ava Reed wird schon immer von Büchern begleitet. Das Haus ohne etwas zum Lesen verlassen? Nicht möglich. Schließlich entdeckte sie auch das Schreiben und Bloggen für sich und kann sich nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören. Wenn sie nicht gerade wild in die Tasten tippt, verbringt sie Zeit mit der Familie und ihren Tieren. Ava lebt mit ihrem Verlobten im schönen Frankfurt am Main.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 18.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732013562
    Verlag: Loewe Verlag
    Serie: Ashes and Souls 1
    Größe: 1964 kBytes
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Ashes and Souls - Schwingen aus Rauch und Gold

1

Mila

Zwölf Jahre später

Milas Versprechen war gebrochen, lange bevor sie einen Fuß in ihre Heimatstadt gesetzt hatte. Voller Aufregung und Nervosität atmete sie die frische Frühlingsluft ein und genoss die zarte Gänsehaut, die sich kurz darauf auf ihren Armen bildete. Sie beobachtete den Nebel, der zwischen den Gebäuden entlangwaberte, durch die Gassen, über das Kopfsteinpflaster bis hin zur anderen Seite des Flusses. Die ersten Strahlen der Sonne brachen sich darin, erweckten die Stadt langsam zum Leben und zwangen die Schatten zurück in ihre Ecken. Die Häuser und Mauern waren aus längst vergangenen Zeiten. Jeder einzelne Stein, mit dem diese Stadt erbaut worden war, schien Mila eine Geschichte erzählen zu wollen. Es sah aus, als haftete ihnen etwas Lebendiges an, das stetig vor sich hin pulsierte und ihr zuwisperte. Etwas, das Dunkelheit und Licht verband und so viel zu zeigen hatte, wie es zu verbergen wusste: Geheimnisse, Fragen, Antworten. Diese besondere Atmosphäre konnten nur wenige Plätze dieser Welt für sich beanspruchen.

Orte wie dieser besaßen eine Seele.

Mila zog die Jacke fester um sich, schloss sie am Kragen und ließ ihren Blick ein weiteres Mal umherschweifen. Etwas in ihr erkannte diesen Ort wieder, fühlte sich ihm verbunden. Aber sosehr sie sich auch bemühte, die Erinnerungen und Bilder zeigten sich nicht, sondern hielten sich versteckt. Als stattdessen plötzlich die Stimme ihrer Mutter in ihrem Kopf erklang, schluckte Mila schwer und presste die Lippen aufeinander.

Versprich es mir, Milena , hatte sie gefleht. Geh nicht zurück!

Nickend hatte sie die Hand ihrer Mutter noch ein wenig fester gedrückt und bereits da gewusst, dass es falsch war. Man versprach nichts, von dem man nicht wusste, ob man es halten konnte. Aber ebenso falsch war es ihr vorgekommen, ihre Mutter mit zu vielen Sorgen gehen zu lassen.

Und Mila hatte geahnt, dass es bald so weit sein würde. Sie war aus dem Schlafzimmer gegangen, durch den langen und schmalen Flur ihrer Wohnung nach hinten in die winzige Küche mit dem giftgrünen Vorhang am Fenster. Nachdem sie sich einen Tee gemacht hatte, holte sie ihrer Mutter ein Glas Wasser. Mit den Getränken in den Händen war sie zurückgegangen und noch ehe sie am Schlafzimmer angelangt war, hatte sie es gewusst. Lange bevor sie ihre leblose Mutter und deren schönes, aber eingefallenes Gesicht erblickte, hatte sie es gespürt. Hatte es gesehen. Mila war näher getreten, hatte ihre Mutter gerufen, aber sie war für immer fort. Die Leere und all die Fragen, die sie hinterließ, waren so schmerzhaft, dass Mila das Glas auf den Boden fallen lassen hatte - und sich selbst hinterher. Ihre Mutter hatte dagelegen, friedlich und grau. So unendlich grau ...

Diesen Anblick würde Mila nie vergessen.

Sie brach zusammen, brach auseinander. Bis heute.

Ihre Lippen bebten, ihr Mund war trocken, ihr Herz raste. Nun würde sie selbst herausfinden, ob es stimmte, was man sich erzählte. Dass Zeit alle Wunden heilte.

Kurz nach der Beerdigung hatte Mila ihre Sachen zusammengesucht und in der überschaubaren Wohnung Ordnung geschaffen. Das meiste hatte sie verkauft oder weggeworfen, eigentlich alles bis auf ihre Lieblingskleidungsstücke und die wichtigsten Andenken. Die Erbangelegenheiten wurden geregelt, ihre Jobs in der Bücherei und dem kleinen Café hatte sie gekündigt und die Schule abgebrochen. Das Abitur musste warten.

Sie hatte keine Familie mehr, zumindest keine, von der sie wusste. Richtige Freunde gab es auch nicht. Ein paar Bekannte, Nachbarn. Zwar hatte sie immer Freunde gewollt, aber letztlich hatte Mila nie lange verheimlichen können, was sie sah. Was sie belastete. Das hatte aus Freunden schnell wieder Fremde gemacht. Weil Mila ihnen zu seltsam war, sie ihr nicht glauben wollten oder sie schlicht Angst hatten.

Deshalb hatte sie Berlin verlassen. Si

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