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Auf der Spur des Falken von Schröder, Rainer M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2016
  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Auf der Spur des Falken

Ein neues Abenteuer für Tobias und seine Freunde: Die Jagd nach dem Ebenholzstock mit dem silbernen Falkenkopf, den Tobias von seinem Vater geschenkt bekommen hat, geht weiter: Nur knapp ist es Tobias und seinen Freunden gelungen, mit einem Gasballon den Häschern des Grafen von Zeppenfeld zu entkommen. Der Graf will mit allen Mitteln den Stock, dessen Knauf ein großes Geheimnis birgt, an sich bringen. Das Ziel der Freunde ist es, nach Paris zu gelangen. Doch dort geraten sie mitten in die Wirren der Juli-Revolution - und beschließen kurzerhand, weiter nach England zu ziehen. Band 2 der "Falken"-Reihe von Rainer M. Schröder. Europa in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Es ist die Zeit der Restauration und der Geheimbünde, die Zeit von aufregenden Erfindungen und abenteuerlichen Entdeckungsreisen. Tobias Heller, der Sohn eines Forschers und Entdeckers, wächst in der Obhut seines Onkels auf und besitzt einen Ebenholzstock mit einem Silberknauf in Form eines Falkenkopfes. Was Tobias nicht ahnt: Der Knauf birgt ein Geheimnis und ist der Auslöser eines so aufregenden wie gefährlichen Abenteuers, das Tobias und seine Freunde, den Beduinen Sadik und die Landfahrerin Jana, durch ganz Europa führen wird.

Rainer M. Schröder alias Ashley Carrington zählt mit einer Gesamtauflage in Deutschland von fast sechs Millionen zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern von Abenteuerromanen, Jugendbüchern sowie historischen Romanen. Nach ersten Bucherfolgen in den 80ern ließ er sich mit seiner Frau Helga in den USA nieder und verbrachte einige Jahre auf seiner Farm in der Halbwildnis von Süd-Virginia, dem Ausgangspunkt zahlreicher Abenteuerreisen, bei denen er unter anderem zwischen Kuba und Key West erfolgreich nach versunkenen Schätzen getaucht hat, in einer Goldmine in den Bergender Sierra Nevada gearbeitet hat oder abenteuerliche Reisen auf eigene Faust durch den Amazonas, Australien und die südlichen Länder Afrikas unternommen hat. Heute lebt Rainer M. Schröder mit seiner Frau in Palm Coast / Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 362
    Erscheinungsdatum: 28.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957511645
    Verlag: hockebooks
    Größe: 2750kBytes
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Auf der Spur des Falken

Wünsche und Zweifel

"Liliputaner auf dem Hochseil! Ohne Netz und doppelten Boden! Die kleinsten Menschen der Welt mit der größten Akrobatendarbietung, die es je gegeben hat! Die Sensation von Paris und Kopenhagen, von Moskau und New York jetzt endlich hier bei Ihnen in Osthofen! ... Kommen Sie, meine Herrschaften, treten Sie näher und lassen Sie sich diese Weltsensation nicht entgehen. Es ist die Gelegenheit Ihres Lebens, die kleinsten Menschen der Welt und ihre atemberaubenden akrobatischen Darbietungen mit eigenen Augen zu sehen. Sie werden noch Ihren Enkeln von den unglaublichen Darbietungen erzählen, die Sie zu erleben das Glück hatten. Darbietungen, die jedes noch so verwöhnte Zirkuspublikum schon auf fünf Kontinenten in atemloses Staunen versetzt haben. Ja, man muss es selbst gesehen haben, um es zu glauben: Die Todesspirale! ... Der Sprung durch die Feuerwand! Und der dreifache Salto über einem Wald von messerscharfen Lanzen! ... Was wir Ihnen hier bieten, ist in der Tat einmalig auf der Welt! Doch seien Sie gewarnt, verehrtes Publikum! Was Sie dort im Zelt sehen werden, ist nichts für schwache Nerven! Und wer es mit dem Herzen hat, ist besser drüben bei Rudis Flohzirkus aufgehoben oder in Melchior Mellers Monstrositäten-Kabinett . Wem da schon der Atem stockt, dem wird hier das Blut in den Adern gefrieren, denn der Tod sitzt unseren tollkühnen Akrobaten, die ihr Leben jedes Mal neu aufs Spiel setzen, stets im Nacken."

Er machte eine Pause.

"Ich wiederhole: Das ist keine Vorstellung für zartbesaitete Gemüter! Wer nicht die Nerven und den Magen dafür hat, soll bei uns sein Geld stecken lassen, auch wenn er eine Weltsensation verpasst, die wohl nie wieder nach Osthofen kommen wird ..."

Fasziniert war Tobias stehen geblieben und hatte dem Schausteller zugehört, der auf einem Podest vor dem Eingang eines mit farbigen Wimpeln und Bändern geschmückten Zeltes stand und gestenreich seine kleinwüchsige Akrobatentruppe anpries. Er trug einen rot schillernden Anzug und einen hohen Zylinder von derselben Farbe. Das Sprachrohr, das er benutzte, um sich gegen die anderen Ausrufer zu behaupten, leuchtete wie eine rotweiße Spirale vor seinem Mund.

"Das ist einer von der Sorte, die sogar die Behauptung zu verkaufen wissen, auch noch einem Floh einen Rock schneidern zu können. Aber der Mann versteht sein Geschäft", murmelte Sadik neben ihm bissig, das Gesicht im Schatten der Kapuze verborgen. "Nichts lockt die Menschen so sehr an wie die Lebensgefahr, in die sich andere begeben. Dafür sitzt ihnen das Geld locker. Nun ja, es gibt eben genug Dumme, die den Schwanz eines Esels nur mit der Laterne sehen." Er zupfte Tobias an der Jacke. "Und nun komm, wir sind nicht zu unserem Vergnügen hier. Gleich ist es dunkel."

Nur widerstrebend löste sich Tobias vom Rand der Menge. Wenn er ehrlich war, hätte er sich diese Akrobaten gern angesehen, auch wenn er nicht so naiv war, die vollmundigen Ankündigungen des Mannes für bare Münze zu nehmen. Mit derlei Übertreibungen arbeiteten alle Schausteller, wie er sehr wohl wusste. Aber ob es sich nun tatsächlich um eine Weltsensation handelte oder nicht, kümmerte ihn wenig. Er hatte noch nie Akrobaten auf dem Hochseil gesehen und er hätte seiner Neugier jetzt gerne nachgegeben. Doch das behielt er klugerweise für sich, denn Sadik hatte für derlei Zirkussensationen bedauerlicherweise nicht viel übrig. Vier Jahrmärkte hatten sie im Umkreis von Worms mittlerweile schon aufgesucht, ohne jedoch eine Spur von Jana zu finden, was schon traurig genug war - aber auch ohne sich eine der so aufregend klingenden Attraktionen anzuschauen.

Sadik vermochte diesen Volksbelustigungen nichts abzugewinnen. Tobias dagegen liebte diese eigenartige, exotische Atmosphäre einer Kirmes. Stundenlang konnte er sich auf so einem Platz herumtreiben und sich in dieser fremden Welt der Farben, Gerüche und merkwürdigen Gestalten verlieren.

Der Jahrmarkt v

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