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Beautiful Liars, Band 3: Geliebte Feindin von McGee, Katharine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2019
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
eBook (ePUB)
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Beautiful Liars, Band 3: Geliebte Feindin

New York, 2119. Auch ein Jahr nach den tragischen Ereignissen im Tower kehrt im höchsten Wolkenkratzer der Welt kein Frieden ein. Die Polizei nimmt überraschend die Ermittlungen in einem mysteriösen Todesfall wieder auf, und die Mitwisser drohen aufzufliegen. Um einer Strafe zu entgehen, spinnen sie ihr Netz aus Lügen weiter, und am Ende steht wieder jemand auf dem Dach des Towers, bereit, alles hinter sich zu lassen ... Katharine McGee wuchs in Houston, Texas, auf. Sie studierte Englische und Französische Literatur in Princeton und absolvierte einen Master in Stanford. Danach arbeitete sie als Lektorin in New York und war an der Entwicklung von Erfolgsserien wie 'Pretty Little Liars' und 'The Vampire Diaries' beteiligt. In dieser Zeit entstand auch die Idee für ihr erstes Jugendbuch, 'Beautiful Liars'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 17.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783473479054
    Verlag: Ravensburger Buchverlag
    Serie: Beautiful Liars .3
    Originaltitel: The Thousandth Floor 3
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Beautiful Liars, Band 3: Geliebte Feindin

Avery

Drei Monate vorher

Avery trommelte unruhig mit den Fingern auf die Armlehne am Sitz des Familienhelikopters. Sie spürte den Blick ihres Freundes auf sich und sah hoch. "Warum schaust du mich so an?", fragte sie neckend.

"Wie denn? Als würde ich dich küssen wollen?" Max antwortete auf seine eigene Frage, indem er sich hinüberbeugte und ihr einen Kuss auf die Lippen drückte. "Es ist dir vielleicht nicht klar, Avery, aber ich möchte dich immer küssen."

"Bitte machen Sie sich für die Ankunft in New York bereit", unterbrach sie die Stimme des Autopiloten aus unsichtbaren Lautsprechern. Avery hätte diese Information gar nicht nötig gehabt, denn sie hatte den ganzen Flug aufmerksam mitverfolgt.

"Alles okay?" Max sah sie mitfühlend an.

Avery rutschte auf ihrem Sitz herum und suchte krampfhaft nach einer Erklärung. Sie wollte auf keinen Fall, dass Max dachte, sie sei seinetwegen so angespannt. "Es ist nur ... es ist so viel passiert, während ich weg war."

Es war eine lange Zeit gewesen. Sieben Monate, so lange hatte sie New York in ihren achtzehn Jahren noch nie verlassen.

"Mich eingeschlossen." Max grinste verschwörerisch.

"Ganz besonders, was dich betrifft." Avery erwiderte sein Lächeln.

Der Tower kam rasch näher, bis er den Blick aus den Flexiglasfenstern völlig beherrschte. Avery hatte ihn schon oft aus dieser Perspektive gesehen - in all den Jahren, die sie mit ihrer Familie verreist oder Eris und deren Eltern begleitet hatte -, aber ihr war bisher noch nie aufgefallen, wie sehr der Tower einem gewaltigen Grabstein aus Chrom ähnelte. Wie Eris' Grabstein.

Avery schob den Gedanken beiseite. Stattdessen konzentrierte sie sich auf das herbstliche Sonnenlicht, das über den Fluss tanzte und die goldene Fackel der Freiheitsstatue zum Leuchten brachte. Einst hatte sie so groß gewirkt, nun war sie absurd zwergenhaft zusammengeschrumpft - durch ihren riesigen Nachbarn, den eintausend Etagen hohen Megatower, emporgewachsen aus der Betonfläche Manhattans. Der Tower, den das Unternehmen ihres Vaters mitgebaut hatte und in dem die Fullers die oberste Etage bewohnten, das höchste Penthouse der Welt.

Avery ließ ihren Blick zu den Booten und Fahrzeugen wandern, die weit unten umhersurrten, während die Monorailbahnen so fein wie die Fäden eines Spinnennetzes in der Luft schwebten.

Sie hatte New York im Februar verlassen, kurz nach der Eröffnung des neuen senkrechten Wohnkomplexes ihres Vaters in Dubai. An diesem Abend hatten sie und Atlas entschieden, dass sie nicht zusammen sein konnten, egal wie groß ihre Liebe füreinander war. Denn auch wenn sie nicht blutsverwandt waren, blieb Atlas ihr Adoptivbruder.

Avery hatte zu diesem Zeitpunkt geglaubt, ihre ganze Welt wäre zerbrochen, vielleicht auch sie selbst - in so viele winzig kleine Scherben, dass sie zu der Figur aus einem Kinderreim geworden war, die nie wieder zusammengesetzt werden konnte. Sie war sich sicher gewesen, dass sie an dem schrecklichen Schmerz zugrunde gehen würde.

Wie dumm sie gewesen war, zu glauben, dass ein gebrochenes Herz sie umbringen würde, aber genau so hatte sie sich gefühlt.

Doch Herzen waren komische, sture, flexible kleine Organe. Avery starb nicht, und ihr wurde klar, dass sie gehen musste - weg aus New York, das voller schmerzhafter Erinnerungen und vertrauter Gesichter war. Genau wie Atlas es getan hatte.

Sie hatte sich bereits für das Oxford-Sommerprogramm beworben, also rief sie einfach bei der Zulassungsstelle an und fragte, ob sie schon früher wechseln könne, rechtzeitig zum Frühjahrssemester. Dann traf sie sich mit dem Dekan der Berkeley Academy, um ihn zu bitten, die Oxford-Collegekurse in der Highschool anzuerkennen. Natürlich waren alle Beteiligten einverstanden. Als könnte irgendjemand Pierson Fullers Tochter etwas abschlagen.

Der einzige Widerstand kam überrasch

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